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Aktuelle Ausstellung

Von COURBET zu SCHUCH. Realismus und reine Malerei

20. März bis 19. Juni 2016.

 

 

Gustave Courbet, 1819 in Ornans in der Franche-Comté geboren und 1877 in La Tour de Peilz am Genfer See gestorben, hat sich mit seiner Malerei und seinem öffentlichen Wirken schon zu Lebzeiten einen Platz als Jahrhundertgestalt der Kunstgeschichte erworben. Courbei erregte weit über Frankreich hinaus enorme Aufmerksamkeit und faszinierte eine ganze Generation von Künstlern.

Besonders in deutschen Künstlerkreisen, etwa um die Frankfurter Maler Otto Scholderer und Viktor Müller oder um Wilhelm Leibl in München, stieß Courbet mit seiner Kunst und seiner Persönlichkeit auf Resonanz. An diesen Orten wurden nicht nur seine Werke ausgestellt, hier hielt er sich auch mehrmals für längere Zeit auf, so 1858-59 in Frankfurt und 1869 in München, wo er vor den bewundernden Augen seiner deutschen Malerkollegen in situ seine Malkunst demonstrierte.

 

Carl Schuch wurde erst posthum bekannt. Von Jugend an finanziell unabhängig und nicht auf Ausstellungen angewiesen, schuf er sein imposantes malerisches Werk praktisch im Verborgenen. Schuch, ein Österreicher deutscher Herkunft, 1846 in Wien geboren und dort auch 1903 gestorben, war vom Lebensweg und Selbstverständnis her ganz Europäer. Häufig wechselte er seinen Wohnsitz, zog von Wien nach München, Rom, Venedig, Brüssel und Paris wieder nach Wien. Für einige Zeit gesellte er sich zum Künstlerkreis um Leibl in München.

In den Jahren 1882 bis 1894 lebte er in Paris, wo er im Dialog mit der französischen Malerei, von Camille Corot über Edouard Manet, Claude Monet bis zu Paul Cézanne, eine aus dem malerischen Duktus lebende autonome Bildsprache und eigenständige künstlerische Position erlangte. Eine herausragende Rolle spielte seine intensive und kritische Auseinandersetzung mit Courbet. Zudem begab er sich von 1886 bis 1893 jeden Sommer in Courbets Heimatregion, wo er die Juralandschaften um den Saut-du-Doubs an der Schweizer Grenze zum zentralen Motiv seiner Landschaftsmalerei machte.

 

Die Zusammenschau der Werke von Gustave Courbet und Carl Schuch im Kreis der Malerfreunde Theodor Alt, Albert Lang, Wilhelm Leibl, Otto Scholderer, Johann Sperl, Hans Thoma und Wilhelm Trübner beleuchtet ein bedeutendes Kapitel der deutsch-französischen Kunstgeschichte und demonstriert die faszinierende Verwandlung des Realismus in reine Malerei.

 

Die Ausstellung ist ein Kooperationsprojekt der Kunststiftung Hohenkarpfen und des Stadtmuseums für Kunst und Geschichte Hüfingen auf Basis der Städtepartnerschaft Hüfingen und Ornans.

 

Für Ihre Unterstützung danken wir unseren Förderern:

Stadt Hüfingen; Aesculap AG; Regierungspräsidium Freiburg; den Kreissparkassen Rottweil und Tuttlingen sowie der Sparkasse Schwarzwald-Baar; Toto-Lotto-Stiftung Baden Württemberg.

 

 

 

 















Bildlegenden:

 

Gustave Courbet: Weißer Stier und blonde Färse /Taureau blanc et génisse blonde, 1850/1855, Collection du Musée Gustave

Courbet, Ornans © Musée Gustave Courbet, Ornans / Pierre Guenat

 

Carl Schuch: Äpfel auf Weiß: mit Käseglocke und Zinnschüssel, 1884/1885?, Morat-Institut für Kunst und Kunstwissenschaft, Freiburg i. Br. © Morat-Institut für Kunst und Kunstwissenschaft, Freiburg i. Br.

 

Wilhelm Leibl: Bildnis einer Dame in schwarzem Kleid mit weißer Halskrause, um 1870, Staatliche Kunsthalle Karlsruhe © bpk / Staatliche Kunsthalle Karlsruhe / Annette Fischer/Heike Kohler

 

Wilhelm Trübner: Portrait Carl Schuch, 1871, LENTOS Kunstmuseum Linz © Lentos Kunstmuseum Linz

 

Hans Thoma: Wiesenbach mit Gebüsch und Gräsern, 1860/62, Staatliche Kunsthalle Karlsruhe © bpk / Staatliche Kunsthalle Karlsruhe / Annette Fischer/Heike Kohler

 

Carl Schuch: Schleuse bei Kähnsdorf, um 1880, Kunstmuseum St. Gallen © Kunstmuseum St. Gallen / Sebastian Stadler

 

Gustave Courbet: Juralandschaft (Felsen bei Ornans am Morgen) / Paysage du Jura (Rochers d’Ornans, le matin), um 1851, Kunstmuseum St. Gallen © Kunstmuseum St. Gallen / Sebastian Stadler

 

Carl Schuch: Sägewerk am Saut du Doubs IV, 1888, LENTOS Kunstmuseum Linz © Lentos Kunstmuseum Linz

 

Otto Scholderer: Mädchen mit Korb, 1860/70, Kunsthaus Bühler, Stuttgart © Kunsthaus Bühler, Stuttgart

 

Theodor Alt: Im Atelier, um 1876, Galerie Wimmer, München © Galerie Wimmer, München

 

Gustave Courbet: Das Reh / Le chevreuil, 1876, Petit Palais, Musée du Beaux-Arts de la Ville de Paris © Carole Rabourdin / Petit Palais / Roger-Viollet

 

Carl Schuch: Zwei Wildenten mit Emailtopf, 1880/1882?, Morat-Institut für Kunst und Kunstwissenschaft, Freiburg i. Br. © Morat-Institut für Kunst und Kunstwissenschaft, Freiburg i. Br.

 

 


 
Öffnungszeiten:
Von Palmsonntag bis zum Wochenende vor Martini

Mi. bis So. und an Feiertagen von 13.30-18.30 Uhr

Saison im Jahr 2016:

20. März bis 6. November

 




Aktuelle Ausstellung

Von COURBET zu SCHUCH.

Realismus und reine Malerei

Bis zum 19. Juni 2016




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Nächste Veranstaltung

Sonntag, 5. Juni

DER SAMMLER IM DIALOG

Franz Armin Morat spricht über Carl Schuch

um 14 Uhr

im Stadtmuseum Hüfingen

mit Ariane Faller-Budasz

um 16 Uhr

im Kunstmuseum Hohenkarpfen

mit Dr. Stefan Borchardt

 


Nächste Veranstaltung

Samstag bis Sonntag, 11.-12. Juni

GENIUS LOCI: EXKURSION

nach Ornans, der Partnerstadt Hüfingens, und zum Saut du

Doubs.

Begrenzte Teilnehmerzahl. Weitere Informationen und

Anmeldung bis zum 16.05. im Stadtmuseum Hüfingen und im Kunstmuseum Hohenkarpfen.


THEMA WINDKRAFT

Widerspruch zur Errichtung von Windkraftanlagen

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