{"id":97,"date":"2020-02-25T19:15:33","date_gmt":"2020-02-25T18:15:33","guid":{"rendered":"http:\/\/wordpress.p545203.webspaceconfig.de\/?page_id=97"},"modified":"2026-07-15T16:56:38","modified_gmt":"2026-07-15T14:56:38","slug":"rueckblick","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.kunststiftung-hohenkarpfen.de\/?page_id=97","title":{"rendered":"R\u00fcckblick"},"content":{"rendered":"\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Fr\u00fchere Ausstellungen der Kunststiftung Hohenkarpfen<\/h2>\n\n\n\n<h5 class=\"wp-block-heading\"><em>Villa Romana \u2013 Positionen zu Figur und Natur<\/em><\/h5>\n\n\n\n<h6 class=\"wp-block-heading\"><em>29.\u00a0<strong>M\u00e4rz bis 12. Juli 2026<\/strong><\/em><\/h6>\n\n\n\n<p>Die Ausstellung \u201eVilla Romana \u2013 Positionen zu Figur und Natur\u201c kn\u00fcpft an die Herbstausstellung des Jahres 2023 (\u201eErinnerung an das Sch\u00f6ne\u201c) an. Sie pr\u00e4sentierte damals s\u00fcddeutsche K\u00fcnstler-Stipendiaten in der Villa Massimo in Rom. Das schon davor 1905 von K\u00fcnstlern und M\u00e4zenen gegr\u00fcndete \u201eK\u00fcnstlerhaus\u201c in Florenz, die \u201eVilla Romana\u201c, in einem Geb\u00e4ude im Neorenaissance-Stil mit gro\u00dfz\u00fcgig bemessenem Areal, ist nach wie vor eine wichtige Institution in der deutschen Kunstszene. Ein \u00fcblicherweise zehnmonatiges Stipendium wird zusammen mit einer gro\u00dfz\u00fcgig bemessenen finanziellen Unterst\u00fctzung bereits ausgewiesen begabten, in der Regel aber noch jungen K\u00fcnstlern und K\u00fcnstlerinnen gew\u00e4hrt. Es bedeutet eine gro\u00dfe Auszeichnung. Einige Villa-Romana-Stipendiatinnen oder -Stipendiaten wurden sp\u00e4ter auf Lehrst\u00fchle in deutschen Akademien und Kunsthochschulen berufen, manche erhielten auch ein Stipendium in der Villa Massimo oder eine Einladung zur Pr\u00e4sentation auf der Documenta.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Ausstellung auf dem Hohenkarpfen zeigt mit hochkar\u00e4tigen Leihgaben Werke von 22 K\u00fcnstlerinnen und K\u00fcnstlern, die als Stipendiatinnen und Stipendiaten, deren Begleiterinnen oder in der Hausleitung der Villa Romana t\u00e4tig waren und in Beziehung zum deutschen S\u00fcdwesten standen. Damit dokumentiert sie gleichzeitig die Kunststr\u00f6mungen in Deutschland vom Weg aus dem Impressionismus \u00fcber Expressionismus und Neue Sachlichkeit bis hinein in die innovativen, durch die verschiedensten internationalen Bez\u00fcge beeinflussten Kunststr\u00f6mungen nach dem Zweiten Weltkrieg.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full is-style-default\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" width=\"788\" height=\"900\" src=\"https:\/\/www.kunststiftung-hohenkarpfen.de\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/Villa-Romana-Positionen-zu-Figur-und-Natur.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-1496\" srcset=\"https:\/\/www.kunststiftung-hohenkarpfen.de\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/Villa-Romana-Positionen-zu-Figur-und-Natur.png 788w, https:\/\/www.kunststiftung-hohenkarpfen.de\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/Villa-Romana-Positionen-zu-Figur-und-Natur-263x300.png 263w, https:\/\/www.kunststiftung-hohenkarpfen.de\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/Villa-Romana-Positionen-zu-Figur-und-Natur-768x877.png 768w\" sizes=\"(max-width: 788px) 85vw, 788px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>Die Kunststiftung Hohenkarpfen widmet sich seit ihrer Gr\u00fcndung (1984\u20131986) in Sammlungst\u00e4tigkeit und Ausstellungsbetrieb bisher schwerpunktm\u00e4\u00dfig der Landschaftsmalerei des 19. und 20. Jahrhunderts im deutschen S\u00fcdwesten. Im Laufe der vergangenen vier Jahrzehnte wurden in vielen Ausstellungen namhafte Vertreter der s\u00fcdwestdeutschen Kunstszene pr\u00e4sentiert. In den letzten Jahren \u00f6ffnete sich das Spektrum der Ausstellungst\u00e4tigkeit auch der Gegenwartskunst. Die Ausstellung der K\u00fcnstlerinnen und K\u00fcnstler mit Bezug zur Villa Romana pr\u00e4sentiert nun ein breites Spektrum der Kunstrichtungen und will damit bewusst eine Br\u00fccke von gegenst\u00e4ndlich gepr\u00e4gter hin zu konzeptueller Kunst bilden.<\/p>\n\n\n\n<p>Werke folgender K\u00fcnstler werden ausgestellt: Hans Meid, Georg Greve-Lindau, Maria Caspar-Filser, Karl Caspar, Wilhelm Laage, Hans Purrmann, Mathilde Vollmoeller-Purrmann, Rudolf Riester, Horst Antes, Franz Bucher, Dietlinde Stengelin, Franz Bernhard, Heinz Schanz, Walter St\u00f6hrer, Markus L\u00fcpertz und Friedemann Hahn, Peter Ackermann, Ben Willikens, Cordula G\u00fcdemann, Isa Dahl, Michael Munding und Kalin Lindena.<\/p>\n\n\n\n<p>Zu den Leihgebern z\u00e4hlen der Zweckverband Oberschw\u00e4bische Elektrizit\u00e4tswerke (OEW), der Landkreis Rottweil, der Alb-Donau-Kreis, der Landkreis Biberach, der Bodenseekreis, der Landkreis Ravensburg und der Zollernalbkreis, die Stadt Walldorf, die Stiftung BC-pro arte, Biberach an der Ri\u00df, die Kreissparkasse Rottweil sowie die Hans-Meid-Stiftung, die Sammlung Gr\u00e4sslin, die Galerie Schlichtenmaier, Grafenau\/Stuttgart, sowie private Leihgeber.<\/p>\n\n\n\n<p>Kuratiert wird die Ausstellung von Dr. Andreas Zoller. Begleitend erscheint in der Schriftenreihe der Kunststiftung Hohenkarpfen ein Katalog mit Beitr\u00e4gen von Dr. Andreas Zoller und Dr. Albrecht Dapp.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Ausstellung wird gef\u00f6rdert von der Privaten Stiftung Ewald Marquardt f\u00fcr Wissenschaft und Technik, Kunst und Kultur, der Aesculap AG, WERMA Signaltechnik, der Kreissparkasse Rottweil, der Kreissparkasse Tuttlingen, der Sparkasse Schwarzwald-Baar, dem Zweckverband Oberschw\u00e4bische Elektrizit\u00e4tswerke (OEW), dem Landkreis Rottweil und dem Regierungspr\u00e4sidium Freiburg.<\/p>\n\n\n\n<h6 class=\"wp-block-heading\">Landleben &#8211; Der Bauer im Bild<\/h6>\n\n\n\n<h6 class=\"wp-block-heading\"><em><strong>27.  Juli bis 9. November 2025<\/strong><\/em><\/h6>\n\n\n\n<p>Das Kunstmuseum Hohenkarpfen wirft mit der Herbstausstellung Schlaglichter auf das <strong>Landleben<\/strong> in der s\u00fcddeutschen Kunst des 19. bis 21. Jahrhunderts. Mit hochkar\u00e4tigen Leihgaben zeichnet die breitgef\u00e4cherte Schau das Bild des Bauern im Spiegel der Kunst und spannt sich vom Biedermeier \u00fcber Klassische Moderne und Expressionismus bis zur Gegenwartskunst.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large is-resized is-style-default\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.kunststiftung-hohenkarpfen.de\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/3korr_Plakat_LANDL-751x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1386\" width=\"630\" height=\"859\" srcset=\"https:\/\/www.kunststiftung-hohenkarpfen.de\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/3korr_Plakat_LANDL-751x1024.jpg 751w, https:\/\/www.kunststiftung-hohenkarpfen.de\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/3korr_Plakat_LANDL-220x300.jpg 220w, https:\/\/www.kunststiftung-hohenkarpfen.de\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/3korr_Plakat_LANDL-768x1047.jpg 768w, https:\/\/www.kunststiftung-hohenkarpfen.de\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/3korr_Plakat_LANDL-1126x1536.jpg 1126w, https:\/\/www.kunststiftung-hohenkarpfen.de\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/3korr_Plakat_LANDL-1502x2048.jpg 1502w, https:\/\/www.kunststiftung-hohenkarpfen.de\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/3korr_Plakat_LANDL-1200x1636.jpg 1200w, https:\/\/www.kunststiftung-hohenkarpfen.de\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/3korr_Plakat_LANDL-scaled.jpg 1877w\" sizes=\"(max-width: 630px) 85vw, 630px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p><em>Das Plakat zeigt ein Detail aus Ernst Ludwig Kirchners Gem\u00e4lde &#8222;Landschaft mit Gras rechenden Bauern&#8220;, 1924-26, Museum Biberach, Leihgabe aus Privatbesitz<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Im Jahr 2025 nimmt das Kunstmuseum Hohenkarpfen das 500-j\u00e4hrige Jubil\u00e4um des Bauernkriegs von 1524\/25, einer der bedeutenden Freiheitsbewegungen der deutschen Geschichte, zum willkommenen Anlass, das facettenreiche Bild des Bauern in der bildenden Kunst anhand exemplarischer Werke der vergangenen 200 Jahre epochen\u00fcbergreifend zu veranschaulichen. Damit kn\u00fcpft die thematische Ausstellung unter Umkehrung der Perspektive an die Ausstellung \u201eDie Landwirtschaft im Blick der Kunst. N\u00fctzliche Natur\u201c (2011) an und zeigt fig\u00fcrliche Malerei der b\u00e4uerlich-l\u00e4ndlichen Gesellschaft.<\/p>\n\n\n\n<p>Begleitend zur Ausstellung erscheint in der Schriftenreihe der Kunststiftung Hohenkarpfen als Band Nr. 36 eine Publikation mit Beitr\u00e4gen von Susanne Bayer, Andrea Dreher, Dr. Christian Drobe, PD Dr. Ralf Michael Fischer, Dr. Karlheinz Fuchs, Franz E. M. Gailer, Tobias Haberl, Mark R. Hesslinger, Bernhard R\u00fcth, Olaf Unverzart. Sie erhalten das Buch an der Museumskasse oder k\u00f6nnen es per E-Mail bestellen.<\/p>\n\n\n\n<h6 class=\"wp-block-heading\"><strong><em>Grand Tour: Thomas Burton Watkin Forster \u2013 Ein viktorianischer Landschaftsmaler<\/em><\/strong><\/h6>\n\n\n\n<h6 class=\"wp-block-heading\"><em><strong>13. April bis 20. Juli 2025<\/strong><\/em><\/h6>\n\n\n\n<p>Der viktorianische Landschaftsmaler <strong>Thomas Burton Watkin Forster<\/strong> (1821 \u2013 1887) schuf sein Werk in der Nachfolge der englischen Maler William Turner und John Constable und im Umkreis der Bristol School of Artists, die im 19. Jahrhundert einen wichtigen Beitrag zur englischen Kunst lieferte. Erstmals werden Leben und Werk Forsters museal pr\u00e4sentiert.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image is-style-default\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" width=\"751\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/www.kunststiftung-hohenkarpfen.de\/wp-content\/uploads\/2025\/02\/3korr_Plakat_FORSTER-1-751x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1335\" srcset=\"https:\/\/www.kunststiftung-hohenkarpfen.de\/wp-content\/uploads\/2025\/02\/3korr_Plakat_FORSTER-1-751x1024.jpg 751w, https:\/\/www.kunststiftung-hohenkarpfen.de\/wp-content\/uploads\/2025\/02\/3korr_Plakat_FORSTER-1-220x300.jpg 220w, https:\/\/www.kunststiftung-hohenkarpfen.de\/wp-content\/uploads\/2025\/02\/3korr_Plakat_FORSTER-1-768x1047.jpg 768w, https:\/\/www.kunststiftung-hohenkarpfen.de\/wp-content\/uploads\/2025\/02\/3korr_Plakat_FORSTER-1-1126x1536.jpg 1126w, https:\/\/www.kunststiftung-hohenkarpfen.de\/wp-content\/uploads\/2025\/02\/3korr_Plakat_FORSTER-1-1502x2048.jpg 1502w, https:\/\/www.kunststiftung-hohenkarpfen.de\/wp-content\/uploads\/2025\/02\/3korr_Plakat_FORSTER-1-1200x1636.jpg 1200w, https:\/\/www.kunststiftung-hohenkarpfen.de\/wp-content\/uploads\/2025\/02\/3korr_Plakat_FORSTER-1.jpg 1733w\" sizes=\"(max-width: 751px) 85vw, 751px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p>Forster entstammte englischem Landadel und lebte in Holt Manor bei Trowbridge in der Grafschaft Wiltshire, ungef\u00e4hr 10 Meilen von Bath entfernt. 1847 heiratete er Emma Stewart Galbraith (1826 \u2013 1882). 1850 wurde sein Sohn Thomas Henry Burton Forster geboren, 1853 die Tochter Emma Judith Mary Forster, verh. Lofthouse, die ebenfalls Malerin wurde.<\/p>\n\n\n\n<p>1856 bis 1857&nbsp;unternahm Forster die f\u00fcr S\u00f6hne des Adels und des gehobenen B\u00fcrgertums obligatorische Grand Tour oder Kavaliersreise. Sie f\u00fchrte ihn \u00fcber Frankreich in die Schweiz und nach Italien und fand ihren k\u00fcnstlerischen Niederschlag in zahlreichen Aquarellen, \u00d6lstudien und Gem\u00e4lden. Zwischen 1859 und 1886 sind Ausstellungsbeteiligungen u. a. in der Royal Academy of Arts sowie in den Suffolk Street Galleries der Royal Society of British Artists in London belegt.<\/p>\n\n\n\n<p>Forsters Werk umfasst ungef\u00e4hr 750 Gem\u00e4lde, \u00d6lstudien und Aquarelle, letztere zum Teil in gro\u00dfformatigen Klebeb\u00e4nden. Aus Forsters Besitz stammt auch ein Konvolut von Aquarellen des 19. Jahrhunderts aus der Bristol School um Samuel Jackson. Zu seinem Netzwerk z\u00e4hlen die Maler Thomas Danby, William Williams of Plymouth, Alfred Downing Fripp, Charles Parsons Knight, Samuel Phillips Jackson sowie der Turner-Sch\u00fcler William Noble Hardwick.<\/p>\n\n\n\n<p>Forsters in seltener Vollst\u00e4ndigkeit erhaltener Nachlass gelangte \u00fcber seinen Enkel Thomas Guy Burton Forster Smith-Barry (1886 \u2013 1962) an dessen Schwager Karl Lang (1911 \u2013 2003) und im Jahr 2003 in das Karl Lang Archiv in der deutschen Exklave B\u00fcsingen am Hochrhein.<\/p>\n\n\n\n<p>Begleitend zur Ausstellung erscheint in der Schriftenreihe der Kunststiftung Hohenkarpfen die erste monographische Publikation \u00fcber Forster.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Ausstellung wird gef\u00f6rdert von der Privaten Stiftung Ewald Marquardt f\u00fcr Wissenschaft und Technik, Kunst und Kultur, der Aesculap AG, WERMA Signaltechnik, der Kreissparkasse Rottweil, der Kreissparkasse Tuttlingen, der Sparkasse Schwarzwald-Baar, dem Regierungspr\u00e4sidium Freiburg, der pbb Stiftung f\u00fcr Kunst und Wissenschaft und der Gemeinde B\u00fcsingen am Hochrhein.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong><em>Maler und Alpinisten &#8211; Fels und Gebirge in Malerei und Zeichnung<\/em><\/strong><\/h3>\n\n\n\n<h6 class=\"wp-block-heading\">28. Juli bis 10. November 2024<\/h6>\n\n\n\n<p>Gebirgsketten wie die Alpen und Berglandschaften wie Allg\u00e4u, Schw\u00e4bische Alb und Schwarzwald sind bedeutende Motive der Kunstgeschichte und Sehnsuchtsbilder der K\u00fcnstler und ihres Publikums. Versammelt sind aus dem weiten Feld der s\u00fcddeutschen <em>Maler und Alpinisten<\/em> exemplarische, herausragende Werke der Malerei und Zeichnung zwischen Romantik und Gegenwart, die Fels und Gebirge entdecken und k\u00fcnstlerisch neu erfinden. So stellt das Alpenidyll im fortschreitenden 19. Jahrhundert auch einen Gegenentwurf zur um sich greifenden Industrialisierung dar, indem es die lebensfeindliche Gebirgswelt und das karge, aber gesunde Bergbauernleben romantisiert.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large is-style-default\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" width=\"925\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/www.kunststiftung-hohenkarpfen.de\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/1korr_Cover_ALPINISTEN-1-925x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1264\" srcset=\"https:\/\/www.kunststiftung-hohenkarpfen.de\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/1korr_Cover_ALPINISTEN-1-925x1024.jpg 925w, https:\/\/www.kunststiftung-hohenkarpfen.de\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/1korr_Cover_ALPINISTEN-1-271x300.jpg 271w, https:\/\/www.kunststiftung-hohenkarpfen.de\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/1korr_Cover_ALPINISTEN-1-768x850.jpg 768w, https:\/\/www.kunststiftung-hohenkarpfen.de\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/1korr_Cover_ALPINISTEN-1-1200x1328.jpg 1200w, https:\/\/www.kunststiftung-hohenkarpfen.de\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/1korr_Cover_ALPINISTEN-1.jpg 1276w\" sizes=\"(max-width: 709px) 85vw, (max-width: 909px) 67vw, (max-width: 1362px) 62vw, 840px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Umschlag des Ausstellungskatalogs unter Verwendung von: Maria Caspar-Filser, S<em>chw\u00e4bische Landschaft (Lemberg)<\/em> (Detail), 1910, \u00d6l auf Leinwand, 90 x 110 cm,  Privatbesitz, (c) K\u00f6ster\/ (c) VG Bild-Kunst, Bonn 2024, Photo: Kunststiftung Hohenkarpfen\/Roland Sigwart, Gestaltung: Wais &amp; Partner, Stuttgart<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Ausstellung und Begleitpublikation pr\u00e4sentieren ausgew\u00e4hlte Werke aus der Sammlung der Kunststiftung Hohenkarpfen sowie museale und private Exponate, darunter Werke von Johann Georg von Dillis, Edward Theodore Compton, Eberhard Emminger, Friedrich Kallmorgen, Lovis Corinth, Robert Hoffmann, Hans Sturzenegger, Robert Francis Curry, Karl Caspar, Fritz Lang, Peter Jakob Schober, Maria Caspar-Filser, Erich Heckel, Erwin Henning, Emil Wachter, Wolfgang Henning, Michael Merkel.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large is-style-default\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" width=\"1024\" height=\"707\" src=\"https:\/\/www.kunststiftung-hohenkarpfen.de\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/E.Th_.Compton-Kreuz-am-Ferner-1919-1024x707.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1266\" srcset=\"https:\/\/www.kunststiftung-hohenkarpfen.de\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/E.Th_.Compton-Kreuz-am-Ferner-1919-1024x707.jpg 1024w, https:\/\/www.kunststiftung-hohenkarpfen.de\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/E.Th_.Compton-Kreuz-am-Ferner-1919-300x207.jpg 300w, https:\/\/www.kunststiftung-hohenkarpfen.de\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/E.Th_.Compton-Kreuz-am-Ferner-1919-768x530.jpg 768w, https:\/\/www.kunststiftung-hohenkarpfen.de\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/E.Th_.Compton-Kreuz-am-Ferner-1919-1536x1060.jpg 1536w, https:\/\/www.kunststiftung-hohenkarpfen.de\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/E.Th_.Compton-Kreuz-am-Ferner-1919-2048x1414.jpg 2048w, https:\/\/www.kunststiftung-hohenkarpfen.de\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/E.Th_.Compton-Kreuz-am-Ferner-1919-1200x828.jpg 1200w\" sizes=\"(max-width: 709px) 85vw, (max-width: 909px) 67vw, (max-width: 1362px) 62vw, 840px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Edward Theodore Compton: <em>Kreuz am Ferner &#8211; Gran Paradiso<\/em>, 1919, \u00d6l auf Leinwand, 65 x 93 cm, Privatbesitz S\u00fcddeutschland, Photo: Courtesy Galerie Schlo\u00dfstra\u00dfe, Sonthofen<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Zu den Leihgebern z\u00e4hlen Galerie Stadt Sindelfingen, Kunstmuseum der Stadt Albstadt, Kunstsammlungen Murrhardt, Zeppelin Museum Friedrichshafen, Nachlass Erich Heckel \u2013 Hemmenhofen, Stiftung S BC \u2013 pro arte \u2013 Biberach an der Ri\u00df, Land Baden-W\u00fcrttemberg, Regierungspr\u00e4sidien Freiburg und T\u00fcbingen, Galerie Schlo\u00dfstra\u00dfe Sonthofen, Galerie Jarmuschek Berlin und Galerie 21.06 Ravensburg.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large is-style-default\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" width=\"1024\" height=\"658\" src=\"https:\/\/www.kunststiftung-hohenkarpfen.de\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/Hans_Sturzenegger_Felsstudie_bei_Spluegen_1905-1024x658.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1267\" srcset=\"https:\/\/www.kunststiftung-hohenkarpfen.de\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/Hans_Sturzenegger_Felsstudie_bei_Spluegen_1905-1024x658.jpg 1024w, https:\/\/www.kunststiftung-hohenkarpfen.de\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/Hans_Sturzenegger_Felsstudie_bei_Spluegen_1905-300x193.jpg 300w, https:\/\/www.kunststiftung-hohenkarpfen.de\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/Hans_Sturzenegger_Felsstudie_bei_Spluegen_1905-768x493.jpg 768w, https:\/\/www.kunststiftung-hohenkarpfen.de\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/Hans_Sturzenegger_Felsstudie_bei_Spluegen_1905-1536x987.jpg 1536w, https:\/\/www.kunststiftung-hohenkarpfen.de\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/Hans_Sturzenegger_Felsstudie_bei_Spluegen_1905-2048x1315.jpg 2048w, https:\/\/www.kunststiftung-hohenkarpfen.de\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/Hans_Sturzenegger_Felsstudie_bei_Spluegen_1905-1200x771.jpg 1200w\" sizes=\"(max-width: 709px) 85vw, (max-width: 909px) 67vw, (max-width: 1362px) 62vw, 840px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Hans Sturzenegger, <em>Felsstudie im Gebirge bei Spl\u00fcgen<\/em>, o. J. [1905], \u00d6l auf Leinwand, 52 x 78 cm, Sammlung Christoph Seeger, Photo: Kunststiftung Hohenkarpfen\/Roland Sigwart<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Die Ausstellung wird gef\u00f6rdert von der Privaten Stiftung Ewald Marquardt f\u00fcr Wissenschaft und Technik, Kunst und Kultur, der Aesculap AG, WERMA Signaltechnik, der Kreissparkasse Rottweil, der Kreissparkasse Tuttlingen, der Sparkasse Schwarzwald-Baar und dem Regierungspr\u00e4sidium Freiburg.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong><em>Hermann Pleuer &#8211; Das Bild von Industrie und Landschaft im schw\u00e4bischen Impressionismus<\/em><\/strong><\/h3>\n\n\n\n<h6 class=\"wp-block-heading\">24. M\u00e4rz bis 21. Juli 2024<\/h6>\n\n\n\n<p>Die Fr\u00fchjahrsausstellung der Kunststiftung Hohenkarpfen zeigt die Industrialisierung im Spiegel der Landschaftsmalerei am Beispiel des Malers Hermann Pleuer (1863 \u2013 1911) und pr\u00e4sentiert eine umfangreiche Auswahl seiner Gem\u00e4lde, durch die der Maler das Bild von Industrie und Landschaft im schw\u00e4bischen Impressionismus pr\u00e4gte.<\/p>\n\n\n\n<p>Hermann Pleuer geh\u00f6rt zu den wichtigen Vertretern des Impressionismus in S\u00fcddeutschland. 1863 in Schw\u00e4bisch Gm\u00fcnd geboren, starb er mit nur 47 Jahren 1911 in Stuttgart. Zusammen mit Otto Reiniger (1863 \u2013 1909), Christian Landenberger (1862 \u2013 1927) und Heinrich von Z\u00fcgel (1850 \u2013 1941) bestimmte Pleuer die schw\u00e4bische Auspr\u00e4gung des Impressionismus.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large is-style-default\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" width=\"1024\" height=\"684\" src=\"https:\/\/www.kunststiftung-hohenkarpfen.de\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/DSC0634-1024x684.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1258\" srcset=\"https:\/\/www.kunststiftung-hohenkarpfen.de\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/DSC0634-1024x684.jpg 1024w, https:\/\/www.kunststiftung-hohenkarpfen.de\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/DSC0634-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.kunststiftung-hohenkarpfen.de\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/DSC0634-768x513.jpg 768w, https:\/\/www.kunststiftung-hohenkarpfen.de\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/DSC0634-1536x1026.jpg 1536w, https:\/\/www.kunststiftung-hohenkarpfen.de\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/DSC0634-2048x1367.jpg 2048w, https:\/\/www.kunststiftung-hohenkarpfen.de\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/DSC0634-1200x801.jpg 1200w\" sizes=\"(max-width: 709px) 85vw, (max-width: 909px) 67vw, (max-width: 1362px) 62vw, 840px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Ausstellungsansicht &#8222;Hermann Pleuer &#8211; Industrie und Landschaft im schw\u00e4bischen Impressionismus&#8220;, Kunststiftung Hohenkarpfen, Photo: Kunststiftung Hohenkarpfen\/Roland Sigwart, H\u00fcfingen<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>So schuf Hermann Pleuer ab 1896 das Industriebild impressionistischen Stils. Weithin ber\u00fchmt wurde Pleuer durch seine Eisenbahnbilder, die hinter Monets Bildern der Gare Saint-Lazare nicht zur\u00fcckstehen. Pleuer war jedoch nicht nur der \u00bbMaler der Eisenbahn\u00ab, wie er oft verk\u00fcrzt dargestellt wird. Er widmete sich dem Figurenbild mit eindringlichen Portraits und Darstellungen von Arbeitern.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large is-style-default\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" width=\"1024\" height=\"776\" src=\"https:\/\/www.kunststiftung-hohenkarpfen.de\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/Hermann-Pleuer-Ausfahrt-aus-dem-Stuttgarter-Bahnhof-o.-J-1024x776.jpg\" alt=\"Hermann Pleuer: Ausfahrt aus dem Stuttgarter Hauptbahnhof, o. J., \u00d6l auf Leinwand, 59 x 74 cm (Detail), Privatbesitz\" class=\"wp-image-1259\" srcset=\"https:\/\/www.kunststiftung-hohenkarpfen.de\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/Hermann-Pleuer-Ausfahrt-aus-dem-Stuttgarter-Bahnhof-o.-J-1024x776.jpg 1024w, https:\/\/www.kunststiftung-hohenkarpfen.de\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/Hermann-Pleuer-Ausfahrt-aus-dem-Stuttgarter-Bahnhof-o.-J-300x227.jpg 300w, https:\/\/www.kunststiftung-hohenkarpfen.de\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/Hermann-Pleuer-Ausfahrt-aus-dem-Stuttgarter-Bahnhof-o.-J-768x582.jpg 768w, https:\/\/www.kunststiftung-hohenkarpfen.de\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/Hermann-Pleuer-Ausfahrt-aus-dem-Stuttgarter-Bahnhof-o.-J-1536x1164.jpg 1536w, https:\/\/www.kunststiftung-hohenkarpfen.de\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/Hermann-Pleuer-Ausfahrt-aus-dem-Stuttgarter-Bahnhof-o.-J-1200x909.jpg 1200w, https:\/\/www.kunststiftung-hohenkarpfen.de\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/Hermann-Pleuer-Ausfahrt-aus-dem-Stuttgarter-Bahnhof-o.-J.jpg 1633w\" sizes=\"(max-width: 709px) 85vw, (max-width: 909px) 67vw, (max-width: 1362px) 62vw, 840px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Hermann Pleuer: <em>Ausfahrt aus dem Stuttgarter Hauptbahnhof<\/em>, o. J., \u00d6l auf Leinwand, 59 x 74 cm (Detail), Privatbesitz, Photo: Kunststiftung Hohenkarpfen\/Roland Sigwart<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Neben stimmungsvollen D\u00e4mmerungs- und Nachtbildern und mond\u00e4nen Gro\u00dfstadtszenen aus Venedig, London und Paris galt sein Interesse in besonderer Weise dem Landschaftsbild. F\u00fcr sein monumentales St\u00e4ndehausbild im W\u00fcrttembergischen Landtag entschied er sich bemerkenswerterweise nicht f\u00fcr ein Historiengem\u00e4lde, sondern ein Landschaftsgem\u00e4lde, das er in zahlreichen Studien des Rotenbergs bzw. des W\u00fcrttembergs vorbereitete. Seine Werke sind gekennzeichnet von einer realistischen Grundhaltung und der Wirklichkeitstreue der Farben und T\u00f6ne.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large is-resized is-style-default\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.kunststiftung-hohenkarpfen.de\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/Hermann-Pleuer-Blick-auf-den-Rotenberg-1909-1024x990.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1261\" width=\"630\" height=\"609\" srcset=\"https:\/\/www.kunststiftung-hohenkarpfen.de\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/Hermann-Pleuer-Blick-auf-den-Rotenberg-1909-1024x990.jpg 1024w, https:\/\/www.kunststiftung-hohenkarpfen.de\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/Hermann-Pleuer-Blick-auf-den-Rotenberg-1909-300x290.jpg 300w, https:\/\/www.kunststiftung-hohenkarpfen.de\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/Hermann-Pleuer-Blick-auf-den-Rotenberg-1909-768x743.jpg 768w, https:\/\/www.kunststiftung-hohenkarpfen.de\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/Hermann-Pleuer-Blick-auf-den-Rotenberg-1909-1536x1485.jpg 1536w, https:\/\/www.kunststiftung-hohenkarpfen.de\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/Hermann-Pleuer-Blick-auf-den-Rotenberg-1909-2048x1981.jpg 2048w, https:\/\/www.kunststiftung-hohenkarpfen.de\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/Hermann-Pleuer-Blick-auf-den-Rotenberg-1909-1200x1161.jpg 1200w\" sizes=\"(max-width: 630px) 85vw, 630px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Hermann Pleuer: <em>Blick auf den W\u00fcrttemberg, Studie f\u00fcr das St\u00e4ndehausbild<\/em>, 1909, \u00d6l auf Leinwand,  106 x 100 cm  Stiftung Schloss Fachsenfeld, Photo: Kunststiftung Hohenkarpfen\/Roland Sigwart<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Ausgew\u00e4hlte Werke von Otto Reiniger, Heinrich von Z\u00fcgel und weiteren Zeitgenossen Pleuers erg\u00e4nzen die Ausstellung. Die zum gro\u00dfen Teil selten gezeigten Exponate stammen aus \u00f6ffentlichem und privatem Besitz, darunter die bedeutende Pleuer-Sammlung der Stiftung Schloss Fachsenfeld in Aalen, das Museum Sammlung Nuss in Str\u00fcmpfelbach und die St\u00e4dtische Galerie der Stadt Villingen-Schwenningen.<\/p>\n\n\n\n<p>Begleitend erscheint in der Schriftenreihe der Kunststiftung Hohenkarpfen eine Buchpublikation, die das Thema aus verschiedenen Blickwinkeln erhellt.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Ausstellung wird gef\u00f6rdert von der Privaten Stiftung Ewald Marquardt f\u00fcr Wissenschaft und Technik, Kunst und Kultur, der Aesculap AG, WERMA Signaltechnik, der Kreissparkasse Rottweil, der Kreissparkasse Tuttlingen, der Sparkasse Schwarzwald-Baar und dem Regierungspr\u00e4sidium Freiburg.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong><em>Erinnerung an das Sch\u00f6ne<\/em> \u2013<\/strong> <strong>S\u00fcddeutsche K\u00fcnstler in der Villa Massimo in Rom<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<h6 class=\"wp-block-heading\">30. Juli bis 12. November 2023<\/h6>\n\n\n\n<p>P\u00fcnktlich zum Beginn der Sommerferien pr\u00e4sentiert die Kunststiftung Hohenkarpfen ab Sonntag, 30. Juli 2023, die Sommerausstellung \u201eErinnerung an das Sch\u00f6ne \u2013 S\u00fcddeutsche K\u00fcnstler in der Villa Massimo in Rom\u201c. Die Ausstellung versammelt unter dem von Arnold Stadler entlehnten Titel \u201eErinnerung an das Sch\u00f6ne\u201c Werke s\u00fcddeutscher K\u00fcnstler, die sich als Stipendiaten in der Villa Massimo in Rom und in der Casa Baldi in Olevano Romano unter dem Aspekt der Natur- und Landschaftsdarstellung mit Kunst und Natur Italiens auseinandergesetzt haben und davon nachhaltig gepr\u00e4gt wurden. Zugleich f\u00fchrt die Ausstellung exemplarisch die Gratwanderung zwischen Natur und Abstraktion in der Landschaftsmalerei des 20. Jahrhunderts vor Augen.<\/p>\n\n\n\n<p>Durch das B\u00fcrgerm\u00e4zenatentum des j\u00fcdischen Unternehmers Eduard Arnhold wurde eine deutsche Akademie am Vorabend des Ersten Weltkriegs doch noch Wirklichkeit. Er gr\u00fcndete und stiftete die Villa Massimo und schenkte sie 1913 dem K\u00f6nigreich Preu\u00dfen. Heute ist das Stipendium der Deutschen Akademie Rom in der Villa Massimo und in der Casa Baldi die bedeutendste Auszeichnung f\u00fcr deutsche K\u00fcnstler im Ausland.<\/p>\n\n\n\n<p>Ausstellung und Begleitbuch richten den Fokus auf K\u00fcnstler der Bonner und Berliner Republik. Untersucht wird unter anderem die durch den Rompreis erm\u00f6glichte Auseinandersetzung mit Rom und Italien, aber auch mit den Mitstipendiaten der Villa Massimo und mit Angeh\u00f6rigen der insgesamt 44 Auslandsakademien und Kulturinstitutionen in Rom. Auf diese Weise wird auch die internationale Positionierung der deutschen Nachkriegskunst angesprochen. Die Ausstellung zeigt Werke aus den Kunstgattungen Malerei, Zeichnung, Graphik und Photographie.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full is-style-default\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" width=\"987\" height=\"799\" src=\"https:\/\/www.kunststiftung-hohenkarpfen.de\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/1_262_Weinhold_zugeschn.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1055\" srcset=\"https:\/\/www.kunststiftung-hohenkarpfen.de\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/1_262_Weinhold_zugeschn.jpg 987w, https:\/\/www.kunststiftung-hohenkarpfen.de\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/1_262_Weinhold_zugeschn-300x243.jpg 300w, https:\/\/www.kunststiftung-hohenkarpfen.de\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/1_262_Weinhold_zugeschn-768x622.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 709px) 85vw, (max-width: 909px) 67vw, (max-width: 1362px) 62vw, 840px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Kurt Weinhold (1896-1965), <em>Nagoldtal bei Calw<\/em>, 1930, \u00d6l auf Leinwand, 64,5 x 80,3 cm, Sammlung Kunststiftung Hohenkarpfen, Foto: Roland Sigwart<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Ankn\u00fcpfungspunkt f\u00fcr die Ausstellung ist in der Sammlung der Kunststiftung Hohenkarpfen das Gem\u00e4lde <em>Nagoldtal bei Calw<\/em> (1930) von Kurt Weinhold. Werke von Kurt Weinhold (1896-1965, Preistr\u00e4ger 1934), Emil Kiess (geb. 1930, Rompreis 1960), Robert F\u00f6rch (geb. 1931, Rompreis 1961), Wolfgang Henning (geb. 1946, Rompreis 1978\/79), Ralph Fleck (geb. 1951, Rompreis 1981, Aufenthalt 1984\/85) und Olaf Unverzart (geb. 1972, Rompreis 2014) bilden ein Panorama von G\u00e4rten und Landschaften durch ein Jahrhundert s\u00fcddeutschen Kunstschaffens.<\/p>\n\n\n\n<p>Erg\u00e4nzt wird die Ausstellung der Kunststiftung Hohenkarpfen durch die monographische Ausstellung des Museums Langenargen, kuratiert von Priv.-Doz. Dr. Ralf Michael Fischer, der <a href=\"http:\/\/museum-langenargen.de\/wb2\/pages\/ausstellungen.php\">\u201eWolfgang Henning &#8211; Portr\u00e4ts und Jagdgesellschaften\u201c<\/a> zeigt. Einen Einblick in Robert F\u00f6rchs Werk und in seinen Arbeitsprozess bietet Dr. Rainer Zerbsts <a href=\"https:\/\/youtu.be\/noX5iLVNYYA\">Atelierbesuch bei Robert F\u00f6rch<\/a>, gefilmt von Horst Simschek.<\/p>\n\n\n\n<p>Zu sehen sind Leihgaben des Kunstmuseums Singen, der Kunststiftung Emil Kiess Donaueschingen, des Ministeriums f\u00fcr Wissenschaft Forschung und Kunst Baden-W\u00fcrttemberg, des Regierungspr\u00e4sidiums T\u00fcbingen, der Stadt Donaueschingen und aus Privatbesitz.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Ausstellung wird gef\u00f6rdert von der Privaten Stiftung Ewald Marquardt f\u00fcr Wissenschaft und Technik, Kunst und Kultur, der Aesculap AG, WERMA Signaltechnik, der Landesbank Baden-W\u00fcrttemberg, der Kreissparkasse Rottweil, der Kreissparkasse Tuttlingen, der Sparkasse Schwarzwald-Baar, dem Regierungspr\u00e4sidium Freiburg und der Stadt Donaueschingen.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Hans Thoma: <em>Sommerlandschaft mit Storch<\/em><\/strong> <strong>&#8211; Spuren eines K\u00fcnstlerlebens<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<h6 class=\"wp-block-heading\">2. April bis 23. Juli 2023<\/h6>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large is-style-default\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" width=\"480\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/www.kunststiftung-hohenkarpfen.de\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/DSC6344-480x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-988\" srcset=\"https:\/\/www.kunststiftung-hohenkarpfen.de\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/DSC6344-480x1024.jpg 480w, https:\/\/www.kunststiftung-hohenkarpfen.de\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/DSC6344-141x300.jpg 141w, https:\/\/www.kunststiftung-hohenkarpfen.de\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/DSC6344-768x1639.jpg 768w, https:\/\/www.kunststiftung-hohenkarpfen.de\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/DSC6344-720x1536.jpg 720w, https:\/\/www.kunststiftung-hohenkarpfen.de\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/DSC6344-960x2048.jpg 960w, https:\/\/www.kunststiftung-hohenkarpfen.de\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/DSC6344-scaled.jpg 1200w\" sizes=\"(max-width: 480px) 85vw, 480px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Hans Thoma: Sommerlandschaft mit Storch, 1874, \u00d6l auf Stuck auf Holz, W\u00fcstenrot &amp; W\u00fcrttembergische, Dauerleihgabe Kunststiftung Hohenkarpfen \/ Schenkung Historisches Museum Frankfurt<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>An Palmsonntag, 2. April 2023, er\u00f6ffnet das Kunstmuseum Hohenkarpfen mit der Fr\u00fchjahrsausstellung&nbsp;<strong>Hans Thoma:&nbsp;<\/strong><em><strong>Sommerlandschaft mit Storch<\/strong><\/em><strong>&nbsp;&#8211; Spuren eines K\u00fcnstlerlebens<\/strong>&nbsp;(2. April bis 23. Juli 2023) die Ausstellungssaison.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio\"><div class=\"wp-block-embed__wrapper\">\n<iframe loading=\"lazy\" title=\"Hans Thoma: &quot;Sommerlandschaft mit Storch; Spuren eines K\u00fcnstlerlebens&quot;; Kunststiftung Hohenkarpfen\" width=\"840\" height=\"473\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/pTp7Us14OH8?feature=oembed\" frameborder=\"0\" allow=\"accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share\" referrerpolicy=\"strict-origin-when-cross-origin\" allowfullscreen><\/iframe>\n<\/div><figcaption class=\"wp-element-caption\">03.05.2023 &#8211; <em>Hans Thoma: &#8222;Sommerlandschaft mit Storch; Spuren eines K\u00fcnstle<\/em><\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Die<em> Sommerlandschaft mit Storch<\/em>&nbsp;(1874) ist ein j\u00fcngst von der Kunststiftung Hohenkarpfen wiederentdecktes Hauptwerk von Hans Thoma (1839\u20131924). Es wird erstmals der \u00d6ffentlichkeit vorgestellt, nachdem zu Beginn des Jahres 2023 die Verhandlungen zur Restitution erfolgreich abgeschlossen wurden. Die Ausstellung kontextualisiert das Gem\u00e4lde, urspr\u00fcnglich Teil eines Wandmalereizyklus, und ordnet es anhand zahlreicher Leihgaben in das Gesamtwerk des K\u00fcnstlers ein \u2013 knapp einhundert Jahre nach dessen Tod.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large is-style-default\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" width=\"1024\" height=\"849\" src=\"https:\/\/www.kunststiftung-hohenkarpfen.de\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/Thoma_Bachlandschaft_Nidda-1024x849.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-989\" srcset=\"https:\/\/www.kunststiftung-hohenkarpfen.de\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/Thoma_Bachlandschaft_Nidda-1024x849.jpg 1024w, https:\/\/www.kunststiftung-hohenkarpfen.de\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/Thoma_Bachlandschaft_Nidda-300x249.jpg 300w, https:\/\/www.kunststiftung-hohenkarpfen.de\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/Thoma_Bachlandschaft_Nidda-768x637.jpg 768w, https:\/\/www.kunststiftung-hohenkarpfen.de\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/Thoma_Bachlandschaft_Nidda-1536x1273.jpg 1536w, https:\/\/www.kunststiftung-hohenkarpfen.de\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/Thoma_Bachlandschaft_Nidda-2048x1698.jpg 2048w, https:\/\/www.kunststiftung-hohenkarpfen.de\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/Thoma_Bachlandschaft_Nidda-1200x995.jpg 1200w\" sizes=\"(max-width: 709px) 85vw, (max-width: 909px) 67vw, (max-width: 1362px) 62vw, 840px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Hans Thoma: Bachlandschaft (An der Nidda), 1891, \u00d6l auf Leinwand, Land Baden-W\u00fcrttemberg\/Dauerleihgabe Hans-Thoma-Kunstmuseum, Bernau im Schwarzwald<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Der in Bernau im Schwarzwald geborene Maler studierte an der Gro\u00dfherzoglichen Kunstschule in Karlsruhe. Er unternahm Reisen nach Frankreich, Italien und England. In Paris begeisterte er sich f\u00fcr die Werke Gustave Courbets und der Schule von Barbizon. In Italien fand er zum besonderen Licht seiner Landschaftsmalerei. Er lebte in M\u00fcnchen und seit 1878 in Frankfurt am Main. Der Durchbruch gelang ihm 1890 im Alter von 51 Jahren mit einer Ausstellung im M\u00fcnchner Kunstverein. 1899 wurde er Professor an der Gro\u00dfherzoglichen Kunstschule und Direktor der Karlsruher Kunsthalle, ein Amt, das er bis 1919 aus\u00fcbte.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large is-style-default\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" width=\"1024\" height=\"780\" src=\"https:\/\/www.kunststiftung-hohenkarpfen.de\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/Thoma_Junimorgen_Marxzell-1024x780.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-990\" srcset=\"https:\/\/www.kunststiftung-hohenkarpfen.de\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/Thoma_Junimorgen_Marxzell-1024x780.jpg 1024w, https:\/\/www.kunststiftung-hohenkarpfen.de\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/Thoma_Junimorgen_Marxzell-300x229.jpg 300w, https:\/\/www.kunststiftung-hohenkarpfen.de\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/Thoma_Junimorgen_Marxzell-768x585.jpg 768w, https:\/\/www.kunststiftung-hohenkarpfen.de\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/Thoma_Junimorgen_Marxzell-1536x1171.jpg 1536w, https:\/\/www.kunststiftung-hohenkarpfen.de\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/Thoma_Junimorgen_Marxzell-2048x1561.jpg 2048w, https:\/\/www.kunststiftung-hohenkarpfen.de\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/Thoma_Junimorgen_Marxzell-1200x915.jpg 1200w\" sizes=\"(max-width: 709px) 85vw, (max-width: 909px) 67vw, (max-width: 1362px) 62vw, 840px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Hans Thoma: Junimorgen &#8211; Marxzell, 1911, \u00d6l auf Leinwand, S\u00fcdzucker AG<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Um 1900 &#8222;einer der Lieblingsmaler des deutschen Volkes&#8220;, f\u00fchrte Thomas Popularit\u00e4t auch nach seinem Tod 1924 zur Vereinnahmung durch den Nationalsozialismus. Selten ausgestellte Gem\u00e4lde, Zeichnungen und Graphiken weisen \u00fcber die Vorstellung vom vermeintlich urdeutschen Heimatmaler hinaus und f\u00fchren sein thematisches Spektrum und seine Weltl\u00e4ufigkeit vor Augen. Exemplarisch lassen sich in der Ausstellung die Spuren eines K\u00fcnstlerlebens in den Landschaftsgem\u00e4lden und -zeichnungen von Hans Thoma nachvollziehen.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large is-style-default\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" width=\"845\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/www.kunststiftung-hohenkarpfen.de\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/Thoma_Einsamkeit_1906-845x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-991\" srcset=\"https:\/\/www.kunststiftung-hohenkarpfen.de\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/Thoma_Einsamkeit_1906-845x1024.jpg 845w, https:\/\/www.kunststiftung-hohenkarpfen.de\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/Thoma_Einsamkeit_1906-248x300.jpg 248w, https:\/\/www.kunststiftung-hohenkarpfen.de\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/Thoma_Einsamkeit_1906-768x930.jpg 768w, https:\/\/www.kunststiftung-hohenkarpfen.de\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/Thoma_Einsamkeit_1906-1268x1536.jpg 1268w, https:\/\/www.kunststiftung-hohenkarpfen.de\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/Thoma_Einsamkeit_1906-1691x2048.jpg 1691w, https:\/\/www.kunststiftung-hohenkarpfen.de\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/Thoma_Einsamkeit_1906-1200x1453.jpg 1200w\" sizes=\"(max-width: 709px) 85vw, (max-width: 909px) 67vw, (max-width: 1362px) 62vw, 840px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Hans Thoma: Einsamkeit, 1906, \u00d6l auf Pappe, Kunstsammlung LBBW<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Die Ausstellung wird gef\u00f6rdert von der Privaten Stiftung Ewald Marquardt f\u00fcr Wissenschaft und Technik, Kunst und Kultur, Aesculap AG, Werma Signaltechnik GmbH, Kreissparkasse Rottweil, Kreissparkasse Tuttlingen, Sparkasse Schwarzwald-Baar und Regierungspr\u00e4sidium Freiburg.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Kunst und Natur &#8211; Schw\u00e4bische Landschaftsmalerei zwischen Empfindsamkeit und Realismus<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<h6 class=\"wp-block-heading\">31. Juli bis 6. November 2022<\/h6>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large is-style-default\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" width=\"752\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/www.kunststiftung-hohenkarpfen.de\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/1korr_Plakat_SCHWA\u0308B-1-752x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-931\" srcset=\"https:\/\/www.kunststiftung-hohenkarpfen.de\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/1korr_Plakat_SCHWA\u0308B-1-752x1024.jpg 752w, https:\/\/www.kunststiftung-hohenkarpfen.de\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/1korr_Plakat_SCHWA\u0308B-1-220x300.jpg 220w, https:\/\/www.kunststiftung-hohenkarpfen.de\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/1korr_Plakat_SCHWA\u0308B-1-768x1045.jpg 768w, https:\/\/www.kunststiftung-hohenkarpfen.de\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/1korr_Plakat_SCHWA\u0308B-1-1129x1536.jpg 1129w, https:\/\/www.kunststiftung-hohenkarpfen.de\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/1korr_Plakat_SCHWA\u0308B-1-1200x1633.jpg 1200w, https:\/\/www.kunststiftung-hohenkarpfen.de\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/1korr_Plakat_SCHWA\u0308B-1.jpg 1249w\" sizes=\"(max-width: 752px) 85vw, 752px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p>Die Sammlung der Kunststiftung Hohenkarpfen erhielt in den vergangenen Jahren bedeutende Schenkungen und Dauerleihgaben, so aus den Sammlungen Burgdorf und W\u00fcstenrot &amp; W\u00fcrttembergische, die mit ausgew\u00e4hlten Werken vorgestellt werden. Sie werden kontextualisiert durch zahlreiche Exponate aus Privatbesitz. So gibt die Ausstellung zugleich einen seltenen Einblick in die Sammlung Christoph Seeger, die vor allem der schw\u00e4bischen Malerei gewidmet ist.<\/p>\n\n\n\n<p>Zu sehen sind u. a. Werke von Jakob Gr\u00fcnenwald, Friedrich von Keller, Wilhelm Tr\u00fcbner, Anna Peters, Christian Landenberger, Karl Caspar, Max Ackermann, Maria Caspar-Filser und Reinhold Adt. Ihre Werke zeigen nicht nur ein malerisches Land, die nostalgische Liebe zur heimischen Landschaft und zur versinkenden d\u00f6rflichen Alltagswelt, sondern reflektieren auch die Werte des Natursch\u00f6nen und Kunstsch\u00f6nen.<\/p>\n\n\n\n<p>Schon der Landeskonservator und Kunsthistoriker Eugen Gradmann behauptete 1913: \u201eF\u00fcr eingefleischte Schwaben ist es ausgemacht, da\u00df ein schw\u00e4bischer Landschaftsmaler sein Bestes immer bei der schw\u00e4bischen Landschaft g\u00e4be.\u201c Und lieferte die Begr\u00fcndung daf\u00fcr gleich mit: Denn \u201eW\u00fcrttemberg ist ein malerisches Land, nicht nur im \u00e4lteren, sondern auch im heutigen Sinne des Wortes, d. h. nicht nur reich an romantischen Ansichten, sondern auch an Charakter- und Stimmungslandschaften [\u2026].\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Zur Ausstellung erscheint eine begleitende Buchpublikation im Gmeiner-Verlag in Me\u00dfkirch. In den Katalogbeitr\u00e4gen berichtet u. a. der Sammler Christoph Seeger launisch plaudernd \u00fcber das Leben als \u201eSeeger und Sammler\u201c. Die Kunsthistorikerin und Erziehungswissen-schaftlerin Andrea Dreher zeigt am Beispiel von Ida Kerkovius und Jakob Br\u00e4ckle die pr\u00e4gende Kraft der Kunst f\u00fcr K\u00fcnstler \u201evon Kindesbeinen an\u201c. Kustos Mark R. Hesslinger skizziert entlang der Ausstellung <em>Kunst und Natur<\/em> die Schw\u00e4bische Landschaftsmalerei zwischen Empfindsamkeit und Realismus. In weiteren Beitr\u00e4gen \u00fcber Karl Caspar, Maria Caspar-Filser und Fritz Lang erkundet er die Schicksale der Bilder und ihre versteckten Botchaften.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Ausstellung wird gef\u00f6rdert von der Privaten Stiftung Ewald Marquardt f\u00fcr Wissenschaft und Technik, Kunst und Kultur, der Aesculap AG, der Kreissparkasse Rottweil, der Kreissparkasse Tuttlingen, der Sparkasse Schwarzwald-Baar und dem Regierungspr\u00e4sidium Freiburg.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Realismus und Impressionismus &#8211; Paul von Ravenstein und Armin Reumann<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<h6 class=\"wp-block-heading\">10. April bis 24. Juli 2022<\/h6>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large is-resized is-style-default\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.kunststiftung-hohenkarpfen.de\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/IMG_1744-917x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-869\" width=\"459\" height=\"512\" srcset=\"https:\/\/www.kunststiftung-hohenkarpfen.de\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/IMG_1744-917x1024.jpg 917w, https:\/\/www.kunststiftung-hohenkarpfen.de\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/IMG_1744-269x300.jpg 269w, https:\/\/www.kunststiftung-hohenkarpfen.de\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/IMG_1744-768x857.jpg 768w, https:\/\/www.kunststiftung-hohenkarpfen.de\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/IMG_1744.jpg 1125w\" sizes=\"(max-width: 459px) 85vw, 459px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Zur Ausstellung erscheint Anfang April 2022 eine Begleitpublikation als Band 31 in der Buchreihe der Kunststiftung Hohenkarpfen im Gmeiner-Verlag. Auf dem Umschlag Armin Reumann: Teufelsgraben, 1920, \u00d6l auf Leinwand, 95 x 70,5 cm, Privatbesitz, Photo: Roland Sigwart \/ Kunststiftung Hohenkarpfen (Detail)<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p><strong>Die Kunststiftung Hohenkarpfen zeigt ab Palmsonntag eine umfangreiche zweifache Retrospektive der beiden Maler Paul von Ravenstein und Armin Reumann.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die Landschaftsmalerei der Akademien in Karlsruhe und M\u00fcnchen zwischen Realismus und Impressionismus wird exemplarisch beleuchtet durch den Vergleich der beiden Maler Paul von Ravenstein (Breslau 1854 \u2013 1938 Karlsruhe) und Armin Reumann (Sonneberg in Th\u00fcringen 1889 \u2013 1952 Jena). Dabei stehen sich die beiden Kunstrichtungen weniger als Gegens\u00e4tze gegen\u00fcber, sondern streben weg vom Idealismus und suchen als Auspr\u00e4gungen eines Naturalismus nach der Wiedergabe und Deutung der Wirklichkeit.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Paul von Ravenstein<\/strong>, Mitglied des K\u00fcnstlerbunds Karlsruhe und Schwiegersohn Moritz von Schwinds, schuf ein realistisches \u0152uvre mit impressionistischen Einfl\u00fcssen. Er unternahm zahlreiche Studienreisen nach Italien, an den Bodensee und in die Alpenl\u00e4nder. Ab 1900 fand er seine Motive zunehmend in seiner badischen Wahlheimat um Karlsruhe, im Schwarzwald, auf der Baar und Schw\u00e4bischen Alb. Von 1906 bis 1933 verbrachte er die Sommermonate in Villingen. Zu seinen bevorzugten landschaftlichen Motiven geh\u00f6ren die weite Landschaft des Schwarzwaldes und kleine intime Naturausschnitte, von Gebirgsb\u00e4chen und Fl\u00fcssen \u00fcber weite Wiesen- und Moorlandschaften bis zu W\u00e4ldern und Lichtungen.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large is-resized is-style-default\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.kunststiftung-hohenkarpfen.de\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/1928.-G-02_PvR_FrhlingimBernbachtal-1024x710.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-870\" width=\"512\" height=\"355\" srcset=\"https:\/\/www.kunststiftung-hohenkarpfen.de\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/1928.-G-02_PvR_FrhlingimBernbachtal-1024x710.jpg 1024w, https:\/\/www.kunststiftung-hohenkarpfen.de\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/1928.-G-02_PvR_FrhlingimBernbachtal-300x208.jpg 300w, https:\/\/www.kunststiftung-hohenkarpfen.de\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/1928.-G-02_PvR_FrhlingimBernbachtal-768x533.jpg 768w, https:\/\/www.kunststiftung-hohenkarpfen.de\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/1928.-G-02_PvR_FrhlingimBernbachtal-1536x1065.jpg 1536w, https:\/\/www.kunststiftung-hohenkarpfen.de\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/1928.-G-02_PvR_FrhlingimBernbachtal-2048x1420.jpg 2048w, https:\/\/www.kunststiftung-hohenkarpfen.de\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/1928.-G-02_PvR_FrhlingimBernbachtal-1200x832.jpg 1200w\" sizes=\"(max-width: 512px) 85vw, 512px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Paul von Ravenstein: Fr\u00fchling im Bernbachtal, 1928, \u00d6l auf Leinwand, 71 x 101 cm, St\u00e4dtische Galerie, Karlsruhe, Photo: Josef Heinz \/ St\u00e4dtische Galerie, Karlsruhe<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Der j\u00fcngere <strong>Armin Reumann<\/strong> wiederum war als Absolvent der M\u00fcnchner Akademie und als K\u00fcnstler der Galerie Thannhauser ein typischer Vertreter des deutschen Impressionismus und ein aufgehender Stern der Avantgarde vor dem Ersten Weltkrieg. Vom Impressionismus her kommend, war er ein Meister des Lichts und der Farbe. Seine Arbeiten wurden von Zeitgenossen mit den Werken von Liebermann und Slevogt verglichen und fanden im Umkreis der M\u00fcnchner Secession begeisterten Widerhall. Neben empfindsamen Portr\u00e4ts entstanden insbesondere stimmungsvolle Landschaften, der Gro\u00dfteil in einer auf nur vier Quadratkilometer begrenzten Landschaft. Er schuf ein umfangreiches Werk in gro\u00dfer stilistischer Ausdrucksvielfalt.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large is-resized is-style-default\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.kunststiftung-hohenkarpfen.de\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/7_AR_DSC5842-Kopie-1024x768.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-871\" width=\"512\" height=\"384\" srcset=\"https:\/\/www.kunststiftung-hohenkarpfen.de\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/7_AR_DSC5842-Kopie-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/www.kunststiftung-hohenkarpfen.de\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/7_AR_DSC5842-Kopie-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.kunststiftung-hohenkarpfen.de\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/7_AR_DSC5842-Kopie-768x576.jpg 768w, https:\/\/www.kunststiftung-hohenkarpfen.de\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/7_AR_DSC5842-Kopie-1536x1151.jpg 1536w, https:\/\/www.kunststiftung-hohenkarpfen.de\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/7_AR_DSC5842-Kopie-1200x900.jpg 1200w, https:\/\/www.kunststiftung-hohenkarpfen.de\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/7_AR_DSC5842-Kopie.jpg 1981w\" sizes=\"(max-width: 512px) 85vw, 512px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Armin Reumann: Torbole am Gardasee, 1913, \u00d6l auf Leinwand, 45 x 60 cm, Privatbesitz<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Das geschlossene k\u00fcnstlerische Lebenswerk ohne innere Br\u00fcche und Verwerfungen kann f\u00fcr Ravenstein wie f\u00fcr Reumann gleicherma\u00dfen als Ausweis eines trotz aller \u00e4u\u00dferen Umbr\u00fcche gelungenen Lebens und K\u00fcnstlertums gelten. Die zur Reife gebrachte, in sich ruhende Geschlossenheit verleiht einem \u0152uvre, das vier bzw. sechs Jahrzehnte umspannt, besonderes Gewicht und verdient bei der zweifellos bestehenden hohen Qualit\u00e4t die Aufmerksamkeit der Kunstgeschichte wie der Museen und ihrer Besucher.<\/p>\n\n\n\n<p>Die weitgehend chronologische Ordnung der Exponate in der Ausstellung zeigt die seltene Geschlossenheit und Dichte hinter Ravensteins wie hinter Reumanns Werk. Die letzte Ausstellung \u00fcber Paul von Ravenstein fand 1934 im Badischen Kunstverein in Karlsruhe statt. Armin Reumanns Werk wird erstmals im deutschen S\u00fcdwesten ausgestellt. Einige ihrer Werke werden \u00fcberhaupt zum ersten Mal gezeigt und publiziert. So bietet die Ausstellung im Museum der Kunststiftung Hohenkarpfen eine umfangreiche zweifache Retrospektive, die Paul von Ravenstein und Armin Reumann dem Vergessen entrei\u00dft und eine k\u00fcnstlerische Neuentdeckung und Neubewertung erm\u00f6glicht.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large is-resized is-style-default\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.kunststiftung-hohenkarpfen.de\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/1924.-G-02-Van.Ham_.Ravenstein.gross_.65884-08-1024x636.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-872\" width=\"512\" height=\"318\" srcset=\"https:\/\/www.kunststiftung-hohenkarpfen.de\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/1924.-G-02-Van.Ham_.Ravenstein.gross_.65884-08-1024x636.jpg 1024w, https:\/\/www.kunststiftung-hohenkarpfen.de\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/1924.-G-02-Van.Ham_.Ravenstein.gross_.65884-08-300x186.jpg 300w, https:\/\/www.kunststiftung-hohenkarpfen.de\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/1924.-G-02-Van.Ham_.Ravenstein.gross_.65884-08-768x477.jpg 768w, https:\/\/www.kunststiftung-hohenkarpfen.de\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/1924.-G-02-Van.Ham_.Ravenstein.gross_.65884-08-1536x954.jpg 1536w, https:\/\/www.kunststiftung-hohenkarpfen.de\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/1924.-G-02-Van.Ham_.Ravenstein.gross_.65884-08-2048x1272.jpg 2048w, https:\/\/www.kunststiftung-hohenkarpfen.de\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/1924.-G-02-Van.Ham_.Ravenstein.gross_.65884-08-1200x745.jpg 1200w\" sizes=\"(max-width: 512px) 85vw, 512px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Paul von Ravenstein: Wiesenlandschaft mit Schafherde, 1924, \u00d6l auf Leinwand, 76 x 121 cm, Privatbesitz, Photo: Van Ham Kunstauktionen \/ <em>Sa\u0161a<\/em> Fuis<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Die Kunsthandlung J. P. Schneider jr. in Frankfurt am Main, die zu den \u00e4ltesten Galerien Deutschlands z\u00e4hlt und in vierter und f\u00fcnfter Generation von Dr. Christoph Andreas und Max Andreas gef\u00fchrt wird, und die Nachlassverwaltung Armin Reumann in Sonneberg in Th\u00fcringen mit Christina Garcia und Roland Merk-Reumann, die mit gro\u00dfem Engagement in ihrem Archiv immer wieder \u00fcberraschende und unerwartete Funde zutage f\u00f6rdern, haben die ihnen anvertrauten Nachl\u00e4sse nicht nur treu und sorgsam durch die F\u00e4hrnisse der deutschen Geschichte hindurch bewahrt, sondern sind auch ma\u00dfgeblich daran beteiligt, dieses Kulturerbe zu erschlie\u00dfen und der \u00d6ffentlichkeit zug\u00e4nglich zu machen.<\/p>\n\n\n\n<p>Leihgeber der Exponate in der Ausstellung sind die St\u00e4dtische Galerie in Karlsruhe, das Augustiner-Museum in Freiburg im Breisgau, das Kunstmuseum der Stadt Albstadt und zahlreiche private Leihgeber. Erst im vergangenen Jahr erhielt die Kunststiftung Hohenkarpfen zwei Gem\u00e4lde Paul von Ravensteins als Dauerleihgaben aus dem Bestand der Gruppe W\u00fcstenrot &amp; W\u00fcrttembergische.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Ausstellung wird gef\u00f6rdert von der Privaten Stiftung Ewald Marquardt f\u00fcr Wissenschaft und Technik, Kunst und Kultur, der Aesculap AG, der Kreissparkasse Rottweil, der Kreissparkasse Tuttlingen, der Sparkasse Schwarzwald-Baar und dem Regierungspr\u00e4sidium Freiburg.<\/p>\n\n\n\n<p>Zur Ausstellung erscheint eine begleitende Buchpublikation im Gmeiner-Verlag in Me\u00dfkirch. Es gelten f\u00fcr den Besuch der Er\u00f6ffnung und der Ausstellung die aktuellen Corona-Regeln des Landes.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>WEL Walter Eberhard Loch<\/strong> &#8211; <strong>Ein akademischer Malergraphiker des Expressionismus<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<h6 class=\"wp-block-heading\">29. August bis 7. November 2021<\/h6>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.kunststiftung-hohenkarpfen.de\/wp-content\/uploads\/2021\/08\/Plakat-WEL.jpg\" alt=\"Dieses Bild hat ein leeres Alt-Attribut. Der Dateiname ist Plakat-WEL.jpg\"\/><\/figure>\n\n\n\n<p>Im Herbst wartet die Kunststiftung Hohenkarpfen von 29. August bis 7. November 2021 mit einer Ausstellung \u00fcber \u201eWEL Walter Eberhard Loch \u2013 Ein akademischer Malergraphiker des Expressionismus\u201c auf.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.kunststiftung-hohenkarpfen.de\/wp-content\/uploads\/2021\/08\/WEL_Thuner_See_1927_Sigwart-1024x761.jpg\" alt=\"Dieses Bild hat ein leeres Alt-Attribut. Der Dateiname ist WEL_Thuner_See_1927_Sigwart-1024x761.jpg\"\/><figcaption class=\"wp-element-caption\"><em>Walter Eberhard Loch, Thuner See, 1927, Gemeinde Salem, Photo: Kunststiftung Hohenkarpfen \/ Roland Sigwart<\/em><\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Der Maler und Graphiker <strong>Walter Eberhard Loch<\/strong> (Breslau 1885 \u2013 Salem-Neufrach 1979) geh\u00f6rt zu den interessanten und vielf\u00e4ltigen K\u00fcnstlern des 20. Jahrhunderts im deutschen S\u00fcdwesten, deren Name heute zu Unrecht fast vergessen ist und einer Wiederentdeckung harrt. Die Ausstellung zeigt ungef\u00e4hr f\u00fcnfundsiebzig Werke aus allen Schaffensphasen, von Tierstudien aus dem Breslauer Zoo \u00fcber Sport- und Tanzdarstellungen aus Berlin und Dresden bis zur Landschaftsmalerei aus f\u00fcnf Jahrzehnten auf der H\u00f6ri und am Bodensee.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio\"><div class=\"wp-block-embed__wrapper\">\n<iframe loading=\"lazy\" title=\"Walter Eberhard Loch, Ein akademischer Malergraphiker des Expressionismus,Kunststiftung Hohenkarpfen\" width=\"840\" height=\"473\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/Nz-yS3uC1vU?feature=oembed\" frameborder=\"0\" allow=\"accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share\" referrerpolicy=\"strict-origin-when-cross-origin\" allowfullscreen><\/iframe>\n<\/div><\/figure>\n\n\n\n<p>Bereits mit sechzehn Jahren studierte <strong>WEL<\/strong>, wie er sich sp\u00e4ter nannte, an der Kunstakademie in Breslau. Erste T\u00e4tigkeiten f\u00fchrten ihn als Graphiker und Sportredakteur und -zeichner nach Berlin und als Zeichenlehrer nach Liegnitz. Nach der Heirat mit der Musiklehrerin Dorothea Roth (1895\u20131985) wirkte er als Zeichenlehrer und freischaffender K\u00fcnstler in Dresden, wo durch Mary Wigman der moderne Ausdruckstanz zu einem bedeutenden Sujet f\u00fcr ihn wurde. Die regen k\u00fcnstlerischen Verbindungen zwischen Breslau, Berlin und Dresden befruchteten sein Schaffen nachhaltig.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.kunststiftung-hohenkarpfen.de\/wp-content\/uploads\/2021\/08\/WEL_Selbstbildnis_um_1923_R.Sigwart-789x1024.jpg\" alt=\"Dieses Bild hat ein leeres Alt-Attribut. Der Dateiname ist WEL_Selbstbildnis_um_1923_R.Sigwart-789x1024.jpg\"\/><figcaption class=\"wp-element-caption\"><em>Walter Eberhard Loch, Selbstbildnis mit Pfeife, um 1923, Sammlung Reck, Photo: Kunststiftung Hohenkarpfen \/ Roland Sigwart<\/em><\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>1932 zog das Ehepaar aus politischen Gr\u00fcnden erst auf die H\u00f6ri nach Gaienhofen und 1939 nach Salem. In der Ruhe der Bodenseelandschaft widmete er sich der Malerei, Graphik und Bildhauerei und nach dem Zweiten Weltkrieg verst\u00e4rkt der Literatur. Lochs acht Jahrzehnte umspannendes \u0152uvre ist nicht nur von hoher Qualit\u00e4t und gro\u00dfer Vielseitigkeit, sondern auch von erstaunlicher Kontinuit\u00e4t, geschaffen zwischen Schlesien und S\u00fcddeutschland, vor dem Hintergrund zweier Weltkriege, im Vordergrund jedoch die kulturelle Bl\u00fctezeit der Weimarer Republik.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.kunststiftung-hohenkarpfen.de\/wp-content\/uploads\/2021\/08\/WEL-Exlibris-rotated.jpg\" alt=\"Dieses Bild hat ein leeres Alt-Attribut. Der Dateiname ist WEL-Exlibris-rotated.jpg\"\/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Walter Eberhard Loch: Exlibris<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Die Leihgaben stammen aus den Sammlungen der Gemeinde Salem, der Familie Reck in Salem und der Familien Muffler in Tuttlingen und am W\u00f6rthsee. Die Ausstellung wird gef\u00f6rdert von der Privaten Stiftung Ewald Marquardt f\u00fcr Wissenschaft und Technik, Kunst und Kultur, der Aesculap AG, der Kreissparkasse Rottweil, der Kreissparkasse Tuttlingen, der Sparkasse Schwarzwald-Baar, dem Regierungspr\u00e4sidium Freiburg, dem Deutschen Verband f\u00fcr Arch\u00e4ologie, Neustart Kultur und der Beauftragten der Bundesregierung f\u00fcr Kultur und Medien.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Sehnsucht nach Natur. <strong>Hermann Stenner \u2013 Christian Landenberger \u2013 Adolf H\u00f6lzel<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<h6 class=\"wp-block-heading\" id=\"block-d80ffb99-8754-46e4-a802-bdf8ea26903a\"><strong>Ausstellung im Kunstmuseum Hohenkarpfen<br>(geplant: 4. April bis 11. Juli 2021<\/strong>)<strong> 6. Juni bis 22. August 2021<\/strong><\/h6>\n\n\n\n<p>Die Kunststiftung Hohenkarpfen zeigt im Fr\u00fchjahr und Sommer 2021 eine umfangreiche Ausstellung \u00fcber den fr\u00fchvollendeten Maler Hermann Stenner und seine Stuttgarter Lehrer Christian Landenberger und Adolf H\u00f6lzel.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" width=\"686\" height=\"915\" src=\"https:\/\/www.kunststiftung-hohenkarpfen.de\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/Plakat-Stenner-2021-1.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-671\" srcset=\"https:\/\/www.kunststiftung-hohenkarpfen.de\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/Plakat-Stenner-2021-1.jpg 686w, https:\/\/www.kunststiftung-hohenkarpfen.de\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/Plakat-Stenner-2021-1-225x300.jpg 225w\" sizes=\"(max-width: 686px) 85vw, 686px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Plakatmotiv: Hermann Stenner, B\u00e4ume mit zwei Figuren am See (Detail), 1911, Sammlung Bunte<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p><strong>Hermann Stenner<\/strong> (1891\u20131914) z\u00e4hlt zu den bedeutenden Protagonisten in einer besonders st\u00fcrmischen Entwicklungsphase der modernen Kunst. Nur f\u00fcnf Jahre Schaffenszeit von 1909 bis Mitte 1914 umfasst das ungew\u00f6hnlich reiche \u0152uvre des hochbegabten Kunststudenten. Der junge Westfale Hermann Stenner studierte seit 1909 in der Weltkunststadt M\u00fcnchen an der Akademie der Bildenden K\u00fcnste. Im Fr\u00fchjahr 1910 wechselte er auf Empfehlung seiner Professoren von M\u00fcnchen nach Stuttgart, um bei dem ber\u00fchmten schw\u00e4bischen Impressionisten Christian Landenberger (1862\u20131927) als einer seiner begabtesten Sch\u00fcler zu studieren. Nach der Akademie-Exkursion im Sommer 1911 nach Die\u00dfen am Ammersee wechselte Stenner in die Komponierklasse von Adolf H\u00f6lzel (1853\u20131934).<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" width=\"332\" height=\"443\" src=\"https:\/\/www.kunststiftung-hohenkarpfen.de\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/Stenner-Skizze-zu-einem-Selbstbildnis-1912.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-673\" srcset=\"https:\/\/www.kunststiftung-hohenkarpfen.de\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/Stenner-Skizze-zu-einem-Selbstbildnis-1912.jpg 332w, https:\/\/www.kunststiftung-hohenkarpfen.de\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/Stenner-Skizze-zu-einem-Selbstbildnis-1912-225x300.jpg 225w\" sizes=\"(max-width: 332px) 85vw, 332px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Hermann Stenner, Skizze zu einem Selbstbildnis, 1912, Sammlung Bunte<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Im Stuttgarter Sch\u00fclerzirkel versammelten sich mit Willi Baumeister, Johannes Itten, Ida Kerkovius, Oskar Schlemmer und Hermann Stenner f\u00fcr kurze Zeit hochkar\u00e4tige Protagonisten der sp\u00e4teren Avantgardebewegungen und inspirierten sich wechselseitig. Seit Fr\u00fchjahr 1912 H\u00f6lzels Meistersch\u00fcler, verf\u00fcgte Stenner \u00fcber den Status eines Jungstars und \u00fcber die Privilegien eines Meisterateliers. Bemerkenswert ist Stenners malerische Eigenst\u00e4ndigkeit und neue Auffassung von Farbe und Komposition, die ihn als Teil der Avantgarde zeigen. Zur Spontaneit\u00e4t seiner Malerei treten oft ungemischte Farben.<\/p>\n\n\n\n<p>Mit zunehmendem Erfolg trat er in Ausstellungen und Auftragsarbeiten in die \u00f6ffentliche Wahrnehmung. So nahm er 1912 an der M\u00fcnchner Juryfreien Kunstausstellung und der K\u00fcnstlerbundausstellung im W\u00fcrttembergischen Kunstverein teil. 1913 stellte er gemeinsam mit Schlemmer und Baumeister in einem kleinen Buchbinderladen als \u201eNeuem Kunstsalon am Neckar\u201c mit jugendlicher Chuzpe und k\u00fcnstlerischem Selbstbewusstsein aus und erntete in der beschaulichen Residenzstadt verheerende Kritik. Seinen Eltern berichtete er besch\u00f6nigend: \u201eDie Kunstwelt Stuttgarts gleicht einem aufgest\u00f6rten Bienenschwarm, unser Name ist in aller Munde\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p>Er nahm 1913 teil an Ausstellungen zwischen Berlin und Wien, u. a. im Neuen Kunstsalon in M\u00fcnchen und neben ber\u00fchmten K\u00fcnstlern wie Liebermann, Schiele, Munch und Klimt in Wien. 1914 an der wichtigen Expressionisten-Ausstellung \u201eDie Neue Malerei\u201c der Galerie Ernst Arnold in Dresden mit bedeutenden Zeitgenossen wie Heckel, Jawlensky, Kandinsky, Kirchner, Klee, Kokoschka, Macke, Marc, Nolde, Pechstein, Schiele, Schmidt-Rottluff und Werefkin. Zusammen mit Willi Baumeister und Oskar Schlemmer erhielt Stenner 1914 einen ambitionierten Gro\u00dfauftrag f\u00fcr monumentale Wandbilder in der K\u00f6lner Werkbundausstellung.<\/p>\n\n\n\n<p>Im Juni 1914 brach Stenner aus \u201eall dem L\u00e4rm und Hasten der Grossstadt\u201c aus und reiste nach Meersburg am Bodensee: \u201eDa wird die Sehnsucht nach der freien Natur pl\u00f6tzlich so gross, dass ich nicht widerstehen kann. Wo ich jetzt bin, ist es herrlich. Ich wohne in einem einsamen Waldhaus mitten im Wald. Der See ist in 5 Minuten zu erreichen. Die Stadt selbst in 10 Minuten. [\u2026] Diese herrliche Ruhe. Ich h\u00f6re nur das gleichm\u00e4ssige und doch so beredte Pl\u00e4tschern eines Brunnens, der vor dem Haus steht.\u201c<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" width=\"540\" height=\"632\" src=\"https:\/\/www.kunststiftung-hohenkarpfen.de\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/Stenner-Auferstehung-1914.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-681\" srcset=\"https:\/\/www.kunststiftung-hohenkarpfen.de\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/Stenner-Auferstehung-1914.jpg 540w, https:\/\/www.kunststiftung-hohenkarpfen.de\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/Stenner-Auferstehung-1914-256x300.jpg 256w\" sizes=\"(max-width: 540px) 85vw, 540px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Hermann Stenner, Auferstehung, 1914, Sammlung Bunte<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Anfang Dezember 1914 fiel Hermann Stenner an der Ostfront in Polen. Er z\u00e4hlt neben Franz Marc, August Macke, Wilhelm Morgner und Albert Weisgerber zu den gro\u00dfen k\u00fcnstlerischen Talenten, die jung im Ersten Weltkrieg gefallen sind. Sp\u00e4ter in der nationalsozialistischen Zeit als \u201eentartet\u201c diffamiert, ist Stenner nach wie vor einer der zu Unrecht \u201everschollenen Werte\u201c, dessen Entdeckung den Betrachter reich belohnt.<\/p>\n\n\n\n<p>Im Fokus der Ausstellung stehen neben Hermann Stenner seine Lehrer Christian Landenberger und Adolf H\u00f6lzel, beide seit 1905 Professoren in Stuttgart. Die Fr\u00fchjahrsausstellung schlie\u00dft sich thematisch an die Jahresausstellung 2020 \u00fcber den s\u00fcddeutschen Impressionisten Christian Landenberger an und baut auf den vergangenen Ausstellungen der Kunststiftung Hohenkarpfen \u00fcber \u201eHermann Stenner und den H\u00f6lzel-Kreis\u201c (2003) und die \u201eInspiration Ammersee\u201c (2004) auf.<\/p>\n\n\n\n<p>Die 55 Exponate der Ausstellung stammen aus der bedeutenden Bielefelder Sammlung Hermann-Josef Bunte, die Positionen der klassischen Moderne und des Expressionismus versammelt. Eine Reihe von Werken sind im Kunstmuseum Hohenkarpfen erstmals zu sehen, darunter Adolf H\u00f6lzels Glasfenster \u201eLesende\u201c von 1926, das bis vor kurzem als verschollen galt.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Ausstellung wird gef\u00f6rdert von der Privaten Stiftung Ewald Marquardt f\u00fcr Wissenschaft und Technik, Kunst und Kultur, der Aesculap AG, der Kreissparkasse Rottweil, der Kreissparkasse Tuttlingen, der Sparkasse Schwarzwald-Baar, dem Regierungspr\u00e4sidium Freiburg, dem Deutschen Verband f\u00fcr Arch\u00e4ologie, Neustart Kultur und der Beauftragten der Bundesregierung f\u00fcr Kultur und Medien.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Christian Landenberger &#8211; Landschaftsimpressionen und Figurenkompositionen<\/h3>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" width=\"1024\" height=\"666\" src=\"https:\/\/www.kunststiftung-hohenkarpfen.de\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/Museum-innen_5156-1024x666.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-688\" srcset=\"https:\/\/www.kunststiftung-hohenkarpfen.de\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/Museum-innen_5156-1024x666.jpg 1024w, https:\/\/www.kunststiftung-hohenkarpfen.de\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/Museum-innen_5156-300x195.jpg 300w, https:\/\/www.kunststiftung-hohenkarpfen.de\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/Museum-innen_5156-768x500.jpg 768w, https:\/\/www.kunststiftung-hohenkarpfen.de\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/Museum-innen_5156-1536x1000.jpg 1536w, https:\/\/www.kunststiftung-hohenkarpfen.de\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/Museum-innen_5156-2048x1333.jpg 2048w, https:\/\/www.kunststiftung-hohenkarpfen.de\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/Museum-innen_5156-1200x781.jpg 1200w\" sizes=\"(max-width: 709px) 85vw, (max-width: 909px) 67vw, (max-width: 1362px) 62vw, 840px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Blick in die Ausstellung Christian Landenberger &#8211; Landschaftsimpressionen und Figurenkompositionen<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<h6 class=\"wp-block-heading\"><strong><strong>Ausstellung im Kunstmuseum Hohenkarpfen<br>30. Mai bis 1. November 2020<\/strong><\/strong><\/h6>\n\n\n\n<p>Die Kunststiftung Hohenkarpfen zeigt im Fr\u00fchjahr 2020 eine breite monographische Ausstellung \u00fcber den schw\u00e4bischen Impressionisten Christian Landenberger. Zu sehen sind 60 Gem\u00e4lde von Christian Landenberger, die Landschaftsimpressionen und Figurenkompositionen darstellen.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Werk Christian Landenbergers (Ebingen 1862 \u2013 1927 Stuttgart) entfaltete sich zwischen Landschaftsimpressionen und Figurenkompositionen. Nach einer Lehrzeit an der Stuttgarter Kunstschule studierte er seit 1883 an der M\u00fcnchner Akademie der Bildenden K\u00fcnste, einem der bedeutendsten Kunstzentren seiner Zeit, von wo der deutsche Impressionismus seinen Ausgang nahm. Als Gr\u00fcndungsmitglied der 1892 gegr\u00fcndeten M\u00fcnchner Secession z\u00e4hlte er bald zu den anerkannten Vertretern der neuen Freilichtmalerei in Deutschland und wurde 1905 Professor an der Akademie der Bildenden K\u00fcnste in Stuttgart.<\/p>\n\n\n\n<p>Fr\u00fche Interieurstudien zeigen, von Leibl kommend, seine Ann\u00e4herung an die Darstellung des nat\u00fcrlichen Lichts. Wie ein programmatischer Auftakt wirkt die bereits 1883 auf der Reise nach M\u00fcnchen entstandene Freilichtstudie badender Knaben an einem Bach. In der Folge studierte er, wie Corinth, Slevogt und vor allem Liebermann, unerm\u00fcdlich die Wirkung des Lichts auf die Oberfl\u00e4che der K\u00f6rper und deren Zusammenklang oder Gegenspiel mit der umgebenden Natur. \u00c4hnliche Probleme behandelte er bei Innenraumdarstellungen mit weiblichen Modellen.<\/p>\n\n\n\n<p>Seine Motive fand er seit 1894 vor allem am Ammersee, aber auch an der oberen Donau und am Bodensee. Aufenthalte an der holl\u00e4ndischen Nordsee 1911 und 1912 sowie 1926 auf Sylt erschlossen ihm neue Strand- und D\u00fcnenmotive. Die Faszination von Lichtreflexen und fein differenzierten Farbwerten bei gleichzeitig breitem Pinselduktus f\u00fchrte in seiner Landschaftsmalerei zu einem weitgehenden Verzicht auf erz\u00e4hlerische Details. Die Darstellung der landschaftlichen Weite, der Wandel von Atmosph\u00e4re und Stimmung werden zum Zeugnis des unmittelbaren, malerisch-sinnlichen \u201eAugenerlebnisses\u201c in der Natur.<\/p>\n\n\n\n<p>Um 1910 widmete sich Landenberger zunehmend in Atelierbildern und Figurenkompositionen literarischen und vor allem biblischen Stoffen. Zugleich setzte er sich in ihnen mit alten Meistern und mit Zeitgenossen, wie Franz von Stuck, Karl Caspar und Albert Weisgerber, auseinander. Traten auch hier erz\u00e4hlerische Momente in den Hintergrund, so allerdings Monumentalit\u00e4t und Pathos der Figur in den Vordergrund. In Figurenkomposition wie Landschaftsimpression wird Landenbergers Malerei zu einem Ereignis auf der Leinwand.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Ausstellung wird gef\u00f6rdert von der Privaten Stiftung Ewald Marquardt f\u00fcr Wissenschaft und Technik, Kunst und Kultur, der Aesculap AG, der Kreissparkasse Rottweil, der Kreissparkasse Tuttlingen, der Sparkasse Schwarzwald-Baar und dem Regierungspr\u00e4sidium Freiburg.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Karl Biese &#8211; Naturmotive zwischen Nordsee und Schwarzwald<\/h3>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" width=\"1024\" height=\"556\" src=\"https:\/\/www.kunststiftung-hohenkarpfen.de\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/Ausstellung-Karl-Biese-Winterlandschaften-1024x556.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-381\" srcset=\"https:\/\/www.kunststiftung-hohenkarpfen.de\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/Ausstellung-Karl-Biese-Winterlandschaften-1024x556.jpg 1024w, https:\/\/www.kunststiftung-hohenkarpfen.de\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/Ausstellung-Karl-Biese-Winterlandschaften-300x163.jpg 300w, https:\/\/www.kunststiftung-hohenkarpfen.de\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/Ausstellung-Karl-Biese-Winterlandschaften-768x417.jpg 768w, https:\/\/www.kunststiftung-hohenkarpfen.de\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/Ausstellung-Karl-Biese-Winterlandschaften-1536x834.jpg 1536w, https:\/\/www.kunststiftung-hohenkarpfen.de\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/Ausstellung-Karl-Biese-Winterlandschaften-2048x1111.jpg 2048w, https:\/\/www.kunststiftung-hohenkarpfen.de\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/Ausstellung-Karl-Biese-Winterlandschaften-1200x651.jpg 1200w\" sizes=\"(max-width: 709px) 85vw, (max-width: 909px) 67vw, (max-width: 1362px) 62vw, 840px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Ausstellung Karl Biese<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<h6 class=\"wp-block-heading\"><strong>Ausstellung im Kunstmuseum Hohenkarpfen<br>28. Juli bis 10. November 2019<\/strong><\/h6>\n\n\n\n<p>Die Kunststiftung Hohenkarpfen zeigt im Sommer 2019 \u201eKarl Biese \u2013 Naturmotive zwischen Nordsee und Schwarzwald\u201c. Es handelt sich um die erste umfassende Ausstellung \u00fcber Karl Biese.<br> Der aus Hamburg stammende Landschaftsmaler und Graphiker <strong>Karl Biese<\/strong> (Hamburg 1863 \u2013 1926 T\u00fcbingen) begann seinen k\u00fcnstlerischen Weg im Handwerk als Dekorationsmaler und als Theatermaler. <br><br>Nach seiner Gesellenzeit in Hamburg erhielt er 1883 ein Stipendium f\u00fcr die Karlsruher Kunstakademie. Nach seiner Meisterpr\u00fcfung und dreij\u00e4hriger Selbstst\u00e4ndigkeit als Dekorateur kehrte er 1892 an die Akademie zur\u00fcck und wurde Meistersch\u00fcler Gustav Sch\u00f6nlebers. 1899 zog er gemeinsam mit  seinen K\u00fcnstlerkollegen Jenny und Otto Fikentscher, Franz Hein und Gustav Kampmann in das ehemals markgr\u00e4fliche Schloss Augustenburg, die Gr\u00f6tzinger K\u00fcnstlerkolonie. Zeitweise war Biese auch Mitglied der Duhner und Altenwalder Malerkolonien bei Cuxhaven. Ab 1907 lebte er mit seiner Familie in St. M\u00e4rgen im Hochschwarzwald, dann in Hamburg-Blankenese,  Freudenstadt und T\u00fcbingen.<\/p>\n\n\n\n<p>Karl Biese fand seine Naturmotive auf zahlreichen Reisen rund um Karlsruhe, im Moselgebiet, im  Rheinland und in der norddeutschen Tiefebene sowie an der Nordseek\u00fcste, vor allem aber im Schwarzwald. Trotz einheimischer Motivik manifestierte sich in seinem Werk der stilbildende  Einfluss des Japonismus. Biese war in diesem Punkt ein typischer Vertreter des Jugendstils, der in seiner Landschaftsmalerei umsetzte, was zeitgleich in Paris und Wien als k\u00fcnstlerisches Ziel galt.<br><br>Als Mitbegr\u00fcnder des Karlsruher K\u00fcnstlerbundes z\u00e4hlte Karl Biese zu den Protagonisten von dessen Kunstdruckerei. F\u00fcr den K\u00fcnstlerbund wurden die K\u00fcnstler-Steinzeichnungen zum erkennbaren Markenzeichen, mit dem er sich international erfolgreich pr\u00e4sentierte, von der Pariser Weltausstellung bis nach New York. Diese Institution verfolgte Aspekte der  Reformp\u00e4dagogik und der Kunsterziehungsbewegung. 1907 nahmen ihre Vertreter an der Gr\u00fcndung des Deutschen Werkbundes teil, der f\u00fcr ein technisch wie \u00e4sthetisch qualit\u00e4tvolles Gestalten einer humanen Umwelt stand. Bieses bedeutende Gem\u00e4lde und anspruchsvolle K\u00fcnstler-Steinzeichnungen in Farbe sind Zeugnisse der deutschen Avantgarde um 1900.<\/p>\n\n\n\n<p>Zur Ausstellung erscheint im S\u00fcdverlag, Konstanz, ein umfangreich illustriertes Begleitbuch mit Texten von Prof. Dr. Sibylle Appuhn-Radtke, Prof. Dr. Michael Bachmann, Ursula Bachmann, Peter Bussler und Mark R. Hesslinger M.A. Sie erhalten den Ausstellungskatalog zum Preis von EUR 24,90 im Museumsshop oder auf Bestellung per E-Mail an museum[at]kunststiftung-hohenkarpfen.de.<br><br>Die Ausstellung wird gef\u00f6rdert von der Privaten Stiftung Ewald Marquardt f\u00fcr Wissenschaft und Technik, Kunst und Kultur, der Aesculap AG, der Sparkasse Pforzheim Calw, der Kreissparkasse Rottweil, der Kreissparkasse Tuttlingen, der Sparkasse Schwarzwald-Baar und dem Regierungspr\u00e4sidium Freiburg.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Idylle und Apokalypse &#8211; <br>Rudolf Schlichters Landschaften<\/h3>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" width=\"1024\" height=\"579\" src=\"https:\/\/www.kunststiftung-hohenkarpfen.de\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/Schlichter_Banner-Titel-1024x579.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-377\" srcset=\"https:\/\/www.kunststiftung-hohenkarpfen.de\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/Schlichter_Banner-Titel-1024x579.jpg 1024w, https:\/\/www.kunststiftung-hohenkarpfen.de\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/Schlichter_Banner-Titel-300x170.jpg 300w, https:\/\/www.kunststiftung-hohenkarpfen.de\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/Schlichter_Banner-Titel-768x434.jpg 768w, https:\/\/www.kunststiftung-hohenkarpfen.de\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/Schlichter_Banner-Titel-1200x678.jpg 1200w, https:\/\/www.kunststiftung-hohenkarpfen.de\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/Schlichter_Banner-Titel.jpg 1325w\" sizes=\"(max-width: 709px) 85vw, (max-width: 909px) 67vw, (max-width: 1362px) 62vw, 840px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<h6 class=\"wp-block-heading\" id=\"block-25a7fe59-7e1e-416c-86ee-34fd2e950558\"><strong>Ausstellung im Kunstmuseum Hohenkarpfen<br>14. April bis 21. Juli 2019<\/strong><\/h6>\n\n\n\n<p><strong>Rudolf Schlichter <\/strong>(Calw 1890 \u2013 M\u00fcnchen 1955) war Maler, Zeichner und Schriftsteller \u2014 eine faszinierende Pers\u00f6nlichkeit mit obsessivem Charakter, widerspr\u00fcchlichen Meinungen und Idealen. Schlichters bedeutendes literarisches Werk steht gleichberechtigt neben seinem k\u00fcnstlerischen Schaffen. Als vielseitiger Dichter wird Schlichter in der Blauen Stunde in der Kunststiftung Hohenkarpfen von Renate Czaja entdeckt. Die Schauspielkunst wurde der in M\u00fcnchen geborenen Schauspielerin und ausgebildeten Buchh\u00e4ndlerin in die Wiege gelegt; ihre Mutter spielte unter anderem am Thalia-Theater in Hamburg. Renate Czaja brilliert mit der Rezitation von Werken Rilkes, Tucholskys und \u2013 auf dem Hohenkarpfen \u2013 Schlichters.<\/p>\n\n\n\n<p>Schlichter besingt, von H\u00f6lderlins Hymnen inspiriert, den \u201eSchwarzwald\u201c, die \u201eWetterwolken \u00fcber dem Jura\u201c und den \u201eHohentwiel\u201c. Er verfasst seine Autobiographie als Entwicklungsroman in der Nachfolge von \u201eUnterm Rad\u201c seines Landsmanns Hermann Hesse und von Heinrich Kellers \u201eGr\u00fcnem Heinrich\u201c. Er bezieht in kunsttheoretischen Schriften leidenschaftlich Stellung. Und er f\u00fchrt eine umfangreiche Korrespondenz mit den K\u00fcnstlern, Dichtern und Denkern seiner Zeit, von George Grosz bis Ernst J\u00fcnger.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Kunstmuseum Hohenkarpfen zeigt in der laufenden Ausstellung \u201eIdylle und Apokalypse \u2013 Rudolf Schlichters Landschaften\u201c einen repr\u00e4sentativen Querschnitt durch das umfangreiche Gesamtwerk des K\u00fcnstlers. Mit dieser Ausstellung wird erstmals Rudolf Schlichter als Landschaftsmaler in den Fokus genommen. Er gilt neben George Grosz und Otto Dix als einer der bedeutenden Vertreter des veristischen Fl\u00fcgels der Neuen Sachlichkeit, zu deren Kernbestand seine Portr\u00e4ts, Stadt- und Milieuszenen geh\u00f6ren.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" width=\"759\" height=\"589\" src=\"https:\/\/www.kunststiftung-hohenkarpfen.de\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/Schichter_Bild.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-374\" srcset=\"https:\/\/www.kunststiftung-hohenkarpfen.de\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/Schichter_Bild.jpg 759w, https:\/\/www.kunststiftung-hohenkarpfen.de\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/Schichter_Bild-300x233.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 759px) 85vw, 759px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Rudolf und Speedy Schlichter zwischen Friedrich Georg und Ernst J\u00fcnger, \u00dcberlingen 1937, Deutsches Literaturarchiv Marbach<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>1890 in Calw im Nordschwarzwald geboren, studierte Schlichter an der Akademie der Bildenden K\u00fcnste in Karlsruhe und erlebte in den Zwanziger Jahren seinen k\u00fcnstlerischen Durchbruch in Berlin. 1932 kehrte Schlichter aus der Metropole Berlin nach S\u00fcddeutschland zur\u00fcck und konzentrierte sich in Rottenburg am Neckar vor\u00fcbergehend fast ausschlie\u00dflich auf die Darstellung der Landschaft. Neben Gem\u00e4lden entstanden Hunderte von Zeichnungen, von denen viele im Kontext eines geplanten Landschaftsbuchs stehen.<\/p>\n\n\n\n<p>Nach dem Zweiten Weltkrieg, den er in M\u00fcnchen erlebte, setzte sich Schlichter in surreal anmutenden Landschaften und apokalyptischen Bildern mit den vorausgegangenen Ereignissen des Dritten Reichs auseinander und thematisierte den Verlust von Menschlichkeit in der modernen Zivilisation. 1948 und 1954, ein Jahr vor seinem Tod, nahm Rudolf Schlichter an der Biennale von Venedig teil.<\/p>\n\n\n\n<p>Zur Ausstellung erscheint ein umfangreich illustrierter Katalog im S\u00fcdverlag, Konstanz. Den Katalog erhalten Sie zum Preis von EUR 22,00 im Museumsshop oder auf Bestellung per E-Mail an museum[at]kunststiftung-hohenkarpfen.de.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Julius Herburger &#8211; &#8222;Natur zum Bild umformen&#8220;<\/h3>\n\n\n\n<h6 class=\"wp-block-heading\" id=\"block-25a7fe59-7e1e-416c-86ee-34fd2e950558\"><strong>Ausstellung im Kunstmuseum Hohenkarpfen<br>22. Juli bis 11. November 2018<\/strong><\/h6>\n\n\n\n<p>Das Kunstmuseum Hohenkarpfen pr\u00e4sentiert in der Sommerausstellung JULIUS HERBURGER &#8211; Natur zum Bild umformen Landschaftskunst des oberschw\u00e4bischen Malers und Grafikers <strong>Julius Herburger<\/strong> (Ravensburg, 1900 \u2013 1973). Er z\u00e4hlt zu den bedeutendsten Malern des 20. Jahrhunderts in Oberschwaben. <\/p>\n\n\n\n<p>Julius Herburger studierte von 1919 bis 1927 an der Akademie der Bildenden K\u00fcnste in Stuttgart bei Heinrich Altherr und Christian Landenberger. Sein Fr\u00fchwerk weist spannende Verbindungen mit f\u00fchrenden Vertretern der europ\u00e4ischen Avantgarde der 1920er Jahre auf. Mit Willi Baumeister unternahm er 1926 eine Studienreise nach Paris. Dort begegnete er Fernand L\u00e9ger, Le Corbusier und Piet Mondrian. Die Pittura Metafisica und ihre Vertreter, wie Giorgio de Chirico, Carlo Carr\u00e0 und Giorgio Morandi, gaben seiner Malerei Impulse. Neben Jakob Br\u00e4ckle z\u00e4hlte Herburger zu den interessanten jungen Malern aus Oberschwaben, die bereits fr\u00fch k\u00fcnstlerische Anerkennung erfuhren. <\/p>\n\n\n\n<p>1928 wurde Herburger Mitglied der Stuttgarter Secession und des Kunstvereins. Als j\u00fcngstes Mitglied des Deutschen K\u00fcnstlerbundes wurden seine Bilder in Berlin, Essen, M\u00fcnchen, Stuttgart und Wien ausgestellt, erstmals 1930. Im selben Jahr erhielt er einen der vier Staatspreise der Stadt Stuttgart. 1937 wurde seine Bodensee-Landschaft \u201eMeersburg\u201c von den Nazis aus dem Ulmer Museum entfernt. Gleichwohl z\u00e4hlte Herburger damals zu den am meisten beachteten K\u00fcnstlern in der Region. Die Sezession Oberschwaben-Bodensee wurde 1946 von ihm mitbegr\u00fcndet. 1952 wurde er Jurymitglied der Stuttgarter Sezession und Vorstandsmitglied des Kunstvereins Oberschwaben. <\/p>\n\n\n\n<p>Julius Herburgers Werk entwickelte sich von der Neuen Sachlichkeit hin zum Expressiven Realismus und umfasst neben Portr\u00e4ts, Stillleben und Karikaturen zahlreiche Landschaften, insbesondere vom Bodensee und aus Oberschwaben. 1950 reflektiert Herburger: \u201eF\u00fcr mich hei\u00dft malen: nicht erfinden, sondern finden und mich in das Gefundene hineinsehen. Ein St\u00fcck Natur zum Bild umformen \u2013 aber ohne Gewalt und Spekulation umformen; vielmehr nachschaffen unter Ber\u00fccksichtigung der Erfordernisse des Bildes. [\u2026]\u201c <\/p>\n\n\n\n<p>Die Ausstellung JULIUS HERBURGER &#8211; Natur zum Bild umformen ist die erste seit 1980, die sich gezielt Herburgers Landschaftsmalerei widmet und ihre Entwicklung \u00fcber mehrere Jahrzehnte verfolgt. <\/p>\n\n\n\n<p>Neben privaten Sammlern konnten als institutionelle Leihgeber das Museum Langenargen, das Regierungspr\u00e4sidium T\u00fcbingen, die Landkreise Ravensburg und Bodenseekreis und die St\u00e4dtische Sammlung Ravensburg gewonnen werden. <\/p>\n\n\n\n<p><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" width=\"600\" height=\"348\" class=\"wp-image-147\" style=\"width: 600px;\" src=\"http:\/\/wordpress.p545203.webspaceconfig.de\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/R\u00fcckblick-1.jpg\" alt=\"Plakat der Aussstellung Julius Herburger\" srcset=\"https:\/\/www.kunststiftung-hohenkarpfen.de\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/R\u00fcckblick-1.jpg 600w, https:\/\/www.kunststiftung-hohenkarpfen.de\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/R\u00fcckblick-1-300x174.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 600px) 85vw, 600px\" \/><\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Albert Weisgerber &#8211; Landschaft und Figurenbild<\/h3>\n\n\n\n<h6 class=\"wp-block-heading\" id=\"block-25a7fe59-7e1e-416c-86ee-34fd2e950558\"><strong>Ausstellung im Kunstmuseum Hohenkarpfen<br>25. M\u00e4rz bis 15. Juli 2018<\/strong><\/h6>\n\n\n\n<p><strong>Albert Weisgerber<\/strong> (geb. in St. Ingbert 1878, als Soldat gefallen bei Fromelles in der N\u00e4he von Ypern 1915) ist ein markanter Maler der Klassischen Moderne, den es wiederzuentdecken gilt. Die Ausstellung Landschaft und Figurenbild belegt mit herausragenden Gem\u00e4lden seine k\u00fcnstlerische Position in der Avantgarde des fr\u00fchen 20. Jahrhunderts. <\/p>\n\n\n\n<p>Als erster Pr\u00e4sident der M\u00fcnchener Neuen Secession z\u00e4hlte er an der M\u00fcnchner Akademie der bildenden K\u00fcnste mit Wassily Kandinsky und Paul Klee zu den beneideten Sch\u00fclern des Malerf\u00fcrsten Franz von Stuck. Schon w\u00e4hrend des Studiums und danach pr\u00e4gte Weisgerber als Illustrator der stilbildenden Zeitschrift \u201eJugend\u201c das Gesicht des Jugendstils mit. In seiner Malerei setzte er sich eindrucksvoll mit der dunkeltonigen Maltradition M\u00fcnchens, dann jedoch mit der Lichtmalerei des Impressionismus und dem expressiven Farbauftrag des Blauen Reiters auseinander. Seine Motive fand er im M\u00fcnchner Umland, im Voralpengebiet und auf Reisen an die Nordsee, in den B\u00f6hmerwald und nach Tirol. <\/p>\n\n\n\n<p>Gemeinsame Reisen mit dem Studienfreund Gino de Finetti nach Italien auf den Spuren der alten Meister des Quattrocento und Cinquecento in Florenz und Rom sowie wiederholte l\u00e4ngere Aufenthalte in Paris im legend\u00e4ren K\u00fcnstlerkreis des Caf\u00e9 du D\u00f4me mit Hans Purrmann, Rudolf Levy, Theodor Heuss und Hermann Uhde-Bernays und an der ber\u00fchmten Acad\u00e9mie Matisse und wurden zu pr\u00e4genden Erfahrungen. Neben Henri Matisse gewannen Paul C\u00e9zanne und \u00c9douard Manet nachhaltige Bedeutung f\u00fcr seine Entwicklung. W\u00e4hrend sich andere Vertreter der Avantgarde zunehmend der Abstraktion verpflichtet f\u00fchlten, setzte Weisgerber konsequent auf die gegenst\u00e4ndliche Darstellungsweise von Landschaft und Figurenbild. <\/p>\n\n\n\n<p>In M\u00fcnchen lernte er seine Frau, die aus Prag stammende j\u00fcdische Malerin Margarete Pohl, kennen. Als Lehrer an der Damenakademie des M\u00fcnchner K\u00fcnstlerinnen-Vereins wies er seinen Sch\u00fclerinnen den Weg zur Malerei der Moderne.  Bei seinem fr\u00fchen Tod im Ersten Weltkrieg hinterlie\u00df Weisgerber mit \u00fcber 400 Gem\u00e4lden und unz\u00e4hligen graphischen Arbeiten ein umfangreiches und vielschichtiges \u0152uvre von hoher k\u00fcnstlerischer Qualit\u00e4t und Aussagekraft. <\/p>\n\n\n\n<p>Exemplarische Werke seiner Malerfreunde und Zeitgenossen Hans Purrmann (1880\u20131966), Gino de Finetti (1877\u20131955), Rudolf Levy (1875\u20131944) und William Straube (1871\u20131954) erg\u00e4nzen die Ausstellung. <\/p>\n\n\n\n<p>Neben privaten Sammlern konnten als Leihgeber die Albert-Weisgerber-Stiftung in St. Ingbert, das Saarlandmuseum in Saarbr\u00fccken, das Familienarchiv Heuss in Basel und die Landkreise Ravensburg und Bodenseekreis (Dauerleihgaben Oberschw\u00e4bische Elektritzit\u00e4tswerke OEW) gewonnen werden. <\/p>\n\n\n\n<p>Die Ausstellung wird gef\u00f6rdert von der Peter Gross Bau Holding GmbH aus St. Ingbert, der Privaten Stiftung Ewald Marquardt f\u00fcr Wissenschaft und Technik, Kunst und Kultur, der Aesculap AG, den Sparkassen der Region Schwarzwald-Baar-Heuberg und dem Regierungspr\u00e4sidium Freiburg. <\/p>\n\n\n\n<p>Zur Ausstellung erscheint ein umfangreich illustrierter Katalog im Belser-Verlag, Stuttgart. Den Katalog erhalten Sie zum Preis von EUR 19,95 im Museumsshop oder auf Bestellung per E-Mail an museum[at]kunststiftung-hohenkarpfen.de. <\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Ein Leben an der Staffelei. K\u00e4te Schaller-H\u00e4rlin zum 140. Geburtstag<\/h3>\n\n\n\n<h6 class=\"wp-block-heading\" id=\"block-25a7fe59-7e1e-416c-86ee-34fd2e950558\"><strong>Ausstellung im Kunstmuseum Hohenkarpfen<br>23. Juli bis 12. November 201<\/strong>7<\/h6>\n\n\n\n<p>K\u00e4te Schaller-H\u00e4rlin (1877 \u2013 1973) z\u00e4hlt zu den interessanten und vielf\u00e4ltigen K\u00fcnstlerinnen des deutschen S\u00fcdwestens. Die Kunststiftung Hohenkarpfen pr\u00e4sentierte 2017 anl\u00e4sslich ihres 140. Geburtstags erstmals einen \u00dcberblick \u00fcber ihr facettenreiches Werk. Die Ausstellung umfasste Studienbl\u00e4tter aus Italien, Entw\u00fcrfe f\u00fcr sakrale Wand- und Glasmalereien, Portr\u00e4ts und Stillleben sowie Landschaftsmalerei. <\/p>\n\n\n\n<p>Viele der in der Kunststiftung Hohenkarpfen gezeigten Werke sind erstmals in der \u00d6ffentlichkeit zu sehen. Sie bieten einen v\u00f6llig neuen Blick auf das Schaffen der Malerin. So war zum Beispiel bisher nicht bekannt, dass sie auch in der Landschaftsmalerei brillierte. Die Studienbl\u00e4tter hingegen erm\u00f6glichen es, ihre k\u00fcnstlerische Entwicklung nachzuvollziehen. Die Entw\u00fcrfe f\u00fcr die sakralen Wand- und Glasmalereien gew\u00e4hren Einblicke in ihre Arbeitsweise. <\/p>\n\n\n\n<p>Schaller-H\u00e4rlins Schaffen spannt sich vom sp\u00e4ten 19. Jahrhundert bis weit in die 1960er Jahre. Sie wurde 1877 als Tochter eines Missionars in Mangalore in Indien geboren und besuchte bereits mit 16 Jahren die St\u00e4dtische Gewerbeschule in Stuttgart. Anschlie\u00dfend studierte sie an der Damen-Akademie des M\u00fcnchner K\u00fcnstlerinnen-Vereins, w\u00e4hrend sie bereits Illustrationen f\u00fcr die Zeitschriften \u201eJugend\u201c und \u201eMeggendorfer Bl\u00e4tter\u201c schuf. Sie unternahm mehrfach Italienreisen, studierte die alten Meister und \u00fcbte sich in einer Accademia di belle arti im Aktzeichnen. <\/p>\n\n\n\n<p>Im Sommersemester 1909 h\u00f6rte K\u00e4te Schaller-H\u00e4rlin die Vorlesungen Adolf H\u00f6lzels, der mit seinen Studenten kurz zuvor in den Pfullinger Hallen die Wandmalerei erneuert hatte. Au\u00dferdem besuchte sie in Paris vermutlich als Gasth\u00f6rerin die Acad\u00e9mie Matisse und studierte bei Maurice Denis. Mit ihren hoch gelobten sakralen Wand- und Glasmalereien eroberte sie eine damalige M\u00e4nnerdom\u00e4ne. Mehr noch: In der Zusammenarbeit mit Martin Elsaesser, der als der Architekt des modernen protestantischen Kirchenbaus gilt, avancierte sie zu einer Schl\u00fcsselfigur im Bereich der neuen Sakralkunst. <\/p>\n\n\n\n<p>1911 heiratete sie den Kunsthistoriker und Kunsth\u00e4ndler Dr. Hans Otto Schaller, unter dessen Leitung das Stuttgarter Kunsthaus Schaller zu einer bedeutenden Ausstellungsst\u00e4tte f\u00fcr die aktuelle s\u00fcdwestdeutsche Kunst wurde. Nach dessen Tod im Ersten Weltkrieg, der sie in eine tiefe Krise st\u00fcrzte, begann ihre erfolgreiche Karriere als Portr\u00e4tmalerin: Sie portr\u00e4tierte bedeutende K\u00f6pfe aus Politik, Wissenschaft und Industrie, war auch im Ausland, in der Schweiz, Spanien und Italien, gefragt. Sie lebte fortan nur noch f\u00fcr ihre Malerei, schuf in gro\u00dfer Zahl Portr\u00e4ts und Stillleben sowie einige wenige Kirchenfenster. Ihre besten Portr\u00e4ts entstanden vor allem in den 1920er Jahren, in denen sie sich stilistisch der Neuen Sachlichkeit ann\u00e4herte. <\/p>\n\n\n\n<p>Einen tiefen Einschnitt bildete die Zerst\u00f6rung ihres Stuttgarter Hauses 1944, bei dem Schaller-H\u00e4rlin zahlreiche Werke und gro\u00dfe Teile ihrer pers\u00f6nlichen Habe verlor. Mit ihrer Hausangestellten Anna Zaiss zog sie nach Eschach bei Schw\u00e4bisch Gm\u00fcnd, wo sie nach anf\u00e4nglichen Schwierigkeiten weiter malen konnte. Sie portr\u00e4tierte nicht nur in der Region, sondern reiste auf sogenannten \u201eMalfahrten\u201c unter anderem nach Berlin und Hamburg. <\/p>\n\n\n\n<p>Ab Herbst 1950 lebte sie in der \u201eVilla Schaller\u201c auf dem Rotenberg, die Martin Elsaesser 1911 f\u00fcr ihren Schwiegervater errichtet hatte. Das einst imposante Geb\u00e4ude hatte Kriegssch\u00e4den erlitten und bot eine zun\u00e4chst nur provisorische Wohn- und Arbeitssituation. Dort erfuhr das Schaffen der \u201eBergschallerin\u201c, wie sie sich selbst nannte, einen letzten H\u00f6hepunkt. Sie portr\u00e4tierte zahlreiche b\u00fcrgerliche Familien des Umlands. Besonders gefragt waren jedoch ihre einf\u00fchlsamen Kinderportr\u00e4ts. Die letzten Auftragsportr\u00e4ts entstanden Ende der 1960er Jahre. Danach entstanden meist nur noch kleinformatige Stillleben, in der Regel als Geschenke. 1967 erhielt K\u00e4te Schaller-H\u00e4rlin eine offizielle Ehrung: wie zuvor anderen bedeutenden Malerinnen, etwa Maria Caspar-Filser, wurde ihr das Bundesverdienstkreuz Erster Klasse verliehen. 1973 starb K\u00e4te Schaller-H\u00e4rlin in Stuttgart-Rotenberg. <\/p>\n\n\n\n<p>Zur Ausstellung erscheint im Belser-Verlag, Stuttgart, die erste wissenschaftliche und umfangreich illustrierte K\u00fcnstlermonografie \u00fcber K\u00e4te Schaller-H\u00e4rlin. Sie erhalten das Buch zum Preis von EUR 19,95 im Museumsshop oder auf Bestellung per E-Mail an museum[at]kunststiftung-hohenkarpfen.de.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Landschaftsbild im Wandel. 30 Jahre Kunstmuseum Hohenkarpfen<\/h3>\n\n\n\n<h6 class=\"wp-block-heading\" id=\"block-25a7fe59-7e1e-416c-86ee-34fd2e950558\"><strong>Ausstellung im Kunstmuseum Hohenkarpfen<br>9. April bis 16. Juli 2017<\/strong><\/h6>\n\n\n\n<p>Im Fr\u00fchjahr 2017 blickte die Kunststiftung Hohenkarpfen auf 30 Jahre erfolgreiche Ausstellungst\u00e4tigkeit in den R\u00e4umen des 1986 er\u00f6ffneten Kunstmuseums am Fu\u00df des gleichnamigen Bergs am Ostrand der Hochbaar zur\u00fcck. Zum ersten Mal wird eine repr\u00e4sentative Auswahl an wichtigen Leihgaben aus Ausstellungen der vergangenen 30 Jahre gezeigt. <\/p>\n\n\n\n<p>Mit ihren fast 80 Themenausstellungen zur Kunst des deutschen S\u00fcdwestens und Pr\u00e4sentationen einzelner K\u00fcnstler, die f\u00fcr diese Landschaft pr\u00e4gend waren, hat die Kunststiftung Hohenkarpfen ihren satzungsgem\u00e4\u00dfen Zweck verfolgt, die f\u00fcr die Region bedeutsame Kunst wissenschaftlich aufzuarbeiten und einem breiten Publikum in ihren Ausstellungen zug\u00e4nglich zu machen. <br> Dies geschah beispielhaft zum einen mit einschl\u00e4gigen Themenausstellungen zur Bernsteinschule, zum Landschaftsbild der Oberen Donau und des Oberen Neckar, die jeweils in Kooperationen mit den Landkreisen und Kommunen der Region realisiert werden konnten, sowie zum schw\u00e4bischen Impressionismus, den s\u00fcdwestdeutschen Malern in Paris, zur Geschichte der Landwirtschaft in der Kunst oder zu Theodor Heuss und dessen Beziehung zur Kunst. Andererseits wurden mit monographischen Ausstellungen die Lebenswerke zahlreicher K\u00fcnstler gew\u00fcrdigt. <\/p>\n\n\n\n<p>Die Ausstellung vermittelt anhand von \u00fcber 50 bedeutenden Exponaten einen \u00dcberblick \u00fcber das s\u00fcdwestdeutsche Kunstschaffen von der ersten H\u00e4lfte des 19. Jahrhunderts bis in die letzten Jahrzehnte. Dabei liegt der Schwerpunkt, neben Portraits, Stillleben und der Genremalerei, auf der Landschaftsmalerei. Sie spannt den Bogen von Carl Ludwig Frommel, Albert Kappis, Emil Lugo, Hans Thoma, Christian Landenberger, Felix Hollenberg, Maria Caspar-Filser, Hans Purrmann, Erich Heckel, Otto Dix bis hin zu Adolf H\u00f6lzel, Willi Baumeister und Jakob Br\u00e4ckle. Dieser exemplarische Parcours macht das historische Panorama und den Wandel dieser Kunstlandschaft anschaulich nachvollziehbar und gibt immer wieder Anlass, \u00fcber das Verh\u00e4ltnis zwischen Natursch\u00f6nem und Kunstsch\u00f6nem nachzudenken. <\/p>\n\n\n\n<p>In der Zusammenstellung der Werke und deren Dokumentation in einem zur Ausstellung erscheinenden Katalogband b\u00fcndelt die Ausstellung auch die Erkenntnisse aus 30 Jahren Ausstellungs- und Forschungst\u00e4tigkeit der Kunststiftung Hohenkarpfen und erm\u00f6glicht so vielen Besuchern das Wiedersehen mit dem einen oder anderen liebgewonnenen Werk. <\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Der langsame Pfeil der Sch\u00f6nheit. Aus der Sammlung des Kunstmuseums Hohenkarpfen<\/h3>\n\n\n\n<h6 class=\"wp-block-heading\" id=\"block-25a7fe59-7e1e-416c-86ee-34fd2e950558\"><strong>Ausstellung im Kunstmuseum Hohenkarpfen<br>26. Juni bis 6. November 2016<\/strong><\/h6>\n\n\n\n<p>Im Sommer 2016 feierte das Kunstmuseum Hohenkarpfen sein 30-j\u00e4hriges Bestehen. Die Sommerausstellung pr\u00e4sentierte zu diesem Anlass eine Auswahl an wichtigen Werken aus der eigenen Sammlung. <\/p>\n\n\n\n<p>Am Anfang stand die Stiftung eines umfassenden Konvoluts von Darstellungen des Lebens der Menschen und der Landschaft der Hochbaar von der Hand des aus Tuttlingen stammenden Malers und Zeichners Ernst Riess (1884-1962), der Hausen ob Verena durch Herkommen verbunden war. Sie f\u00fchrte zur Gr\u00fcndung der Kunststiftung Hohenkarpfen ebenso wir zur Idee eines Kunstmuseums, das der regionalen Kunstgeschichte im S\u00fcdwesten Deutschlands gewidmet sein sollte. <\/p>\n\n\n\n<p>Im Juni 1986 ist das Kunstmuseum Hohenkarpfen im denkmalgesch\u00fctzten \u00d6konomiegeb\u00e4ude des fr\u00fcheren Meierhofs am Fu\u00dfe des 912 m hohen Bergkegels er\u00f6ffnet worden. Neben der breitgef\u00e4cherten Aufarbeitung kunsthistorischer Str\u00f6mungen widmet die Kunststiftung Hohenkarpfen die Ausstellungen in ihrem Museum der Landschaftsmalerei im deutschen S\u00fcdwesten. Sie bildet auch den thematischen Schwerpunkt der museumseigenen Sammlung. <\/p>\n\n\n\n<p>Diese Sammlung ist in den drei Jahrzehnten stetig gewachsen. Ihren Zuwachs verdankt sie insbesondere Ank\u00e4ufen des Landes Baden-W\u00fcrttemberg und anderer Institutionen, die dem Museum zur dauerhaften Bewahrung \u00fcberlassen worden sind, sowie zahlreichen Schenkungen einzelner Werke oder ganzer Konvolute aus privater Hand. So wurde auch der Bestand an Werken von Ernst Riess durch weitere Schenkungen vermehrt. <\/p>\n\n\n\n<p>Neben Ernst Rie\u00df sind Felix Hollenberg, Hugo Geissler und Emil Wachter mit Ansichten der n\u00e4heren Umgebung des Hohenkarpfen vertreten. Die Sammlung umfasst heute dar\u00fcber hinaus zahlreiche Werke von stil- und schulbildenden Landschaftsmalern der Akademien in Karlsruhe und Stuttgart. Die Tradition der  Stuttgarter Akademie ist u.a. mit Gem\u00e4lden von Gottlieb Friedrich Steinkopf, Robert von Haug, Adolf Hoelzel, Heinrich Altherr und Oskar Schlemmer vertreten, die der Karlsruher Akademie mit Ernst W\u00fcrtenberger, Walter Conz und August Babberger. Die nach-expressionistische Generation dokumentieren Werke von Franz Frank, Alfred Lehmann, Peter Jakob Schober und Hans F\u00e4hnle. Den regionalen Aufbruch nach dem Zweiten Weltkrieg in der sogenannten Bernsteinschule markieren Werke von Paul K\u00e4lberer, HAP Grieshaber und Emil Kiess. Karl Caspar, Wilhelm Geyer und Jakob Br\u00e4ckle repr\u00e4sentieren die oberschw\u00e4bische Kunstlandschaft. <\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Von COURBET zu SCHUCH. Realismus und reine Malerei <\/h3>\n\n\n\n<h6 class=\"wp-block-heading\">Ausstellung im Kunstmuseum Hohenkarpfen und im Stadtmuseum H\u00fcfingen von 19. M\u00e4rz bis 19. Juni 2016 <\/h6>\n\n\n\n<p>Gustave Courbet, 1819 in Ornans in der Franche-Comt\u00e9 geboren und 1877 in La Tour de Peilz am Genfer See gestorben, hat sich mit seiner Malerei und seinem \u00f6ffentlichen Wirken schon zu Lebzeiten einen Platz als Jahrhundertgestalt der Kunstgeschichte erworben. Courbei erregte weit \u00fcber Frankreich hinaus enorme Aufmerksamkeit und faszinierte eine ganze Generation von K\u00fcnstlern.  Besonders in deutschen K\u00fcnstlerkreisen, etwa um die Frankfurter Maler Otto Scholderer und Viktor M\u00fcller oder um Wilhelm Leibl in M\u00fcnchen, stie\u00df Courbet mit seiner Kunst und seiner Pers\u00f6nlichkeit auf Resonanz. An diesen Orten wurden nicht nur seine Werke ausgestellt, hier hielt er sich auch mehrmals f\u00fcr l\u00e4ngere Zeit auf, so 1858-59 in Frankfurt und 1869 in M\u00fcnchen, wo er vor den bewundernden Augen seiner deutschen Malerkollegen in situ seine Malkunst demonstrierte. <\/p>\n\n\n\n<p>Carl Schuch wurde erst posthum bekannt. Von Jugend an finanziell unabh\u00e4ngig und nicht auf Ausstellungen angewiesen, schuf er sein imposantes malerisches Werk praktisch im Verborgenen. Schuch, ein \u00d6sterreicher deutscher Herkunft, 1846 in Wien geboren und dort auch 1903 gestorben, war vom Lebensweg und Selbstverst\u00e4ndnis her ganz Europ\u00e4er. H\u00e4ufig wechselte er seinen Wohnsitz, zog von Wien nach M\u00fcnchen, Rom, Venedig, Br\u00fcssel und Paris wieder nach Wien. F\u00fcr einige Zeit gesellte er sich zum K\u00fcnstlerkreis um Leibl in M\u00fcnchen. <br> In den Jahren 1882 bis 1894 lebte er in Paris, wo er im Dialog mit der franz\u00f6sischen Malerei, von Camille Corot \u00fcber Edouard Manet, Claude Monet bis zu Paul C\u00e9zanne, eine aus dem malerischen Duktus lebende autonome Bildsprache und eigenst\u00e4ndige k\u00fcnstlerische Position erlangte. Eine herausragende Rolle spielte seine intensive und kritische Auseinandersetzung mit Courbet. Zudem begab er sich von 1886 bis 1893 jeden Sommer in Courbets Heimatregion, wo er die Juralandschaften um den Saut-du-Doubs an der Schweizer Grenze zum zentralen Motiv seiner Landschaftsmalerei machte. <\/p>\n\n\n\n<p>Die Zusammenschau der Werke von Gustave Courbet und Carl Schuch im Kreis der Malerfreunde Theodor Alt, Albert Lang, Wilhelm Leibl, Otto Scholderer, Johann Sperl, Hans Thoma und Wilhelm Tr\u00fcbner beleuchtet ein bedeutendes Kapitel der deutsch-franz\u00f6sischen Kunstgeschichte und demonstriert die faszinierende Verwandlung des Realismus in reine Malerei. <\/p>\n\n\n\n<p>Die Ausstellung ist ein Kooperationsprojekt der Kunststiftung Hohenkarpfen und des Stadtmuseums f\u00fcr Kunst und Geschichte H\u00fcfingen auf Basis der St\u00e4dtepartnerschaft H\u00fcfingen und Ornans. <\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr ihre Unterst\u00fctzung danken wir unseren F\u00f6rderern: Stadt H\u00fcfingen; Aesculap AG; Regierungspr\u00e4sidium Freiburg; den Kreissparkassen Rottweil und Tuttlingen sowie der Sparkasse Schwarzwald-Baar; Toto-Lotto-Stiftung Baden-W\u00fcrttemberg. <\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Alfred Wais. Magie der Dinge<\/h3>\n\n\n\n<h6 class=\"wp-block-heading\">Ausstellung im Kunstmuseum Hohenkarpfen von 26. Juli bis 8. November 2015 <\/h6>\n\n\n\n<p><strong>Alfred Wais<\/strong> geh\u00f6rt zu den deutschen K\u00fcnstlern, die im letzten Jahrhundert die Entwicklung der Malerei vorangetrieben und vollkommen eigenst\u00e4ndige Wege der Auseinandersetzung mit dem Gegenstand beschritten haben. Der zeitliche Bogen seines k\u00fcnstlerischen Werks spannt sich von den 20er Jahren bis fast ans Ende des Jahrhunderts. Er hat in seinem Schaffen Synthesen verschiedener Stilrichtungen der Moderne erarbeitet und dabei in der Form erregte, in der Farbe furiose und in den Motiven fantastische Bildwelten von \u00fcberbordender Sinnlichkeit und F\u00fclle geschaffen, die jeden Betrachter zu faszinieren wissen. <\/p>\n\n\n\n<p>Der im Jahr 1905 in Birkach bei Stuttgart geborene Bauernsohn studierte den Jahren1926 bis 1930 in Stuttgart \u2013 zun\u00e4chst an der Technischen Hochschule, dann an der Akademie \u2013 Bildhauerei und Malerei. Ab 1929 beteiligte er sich an den Ausstellungen der Stuttgarter Neuen Sezession. Die NS-Zeit \u00fcberstand er als Kunsterzieher an verschiedenen Gymnasien. Nach Kriegsdienst und Gefangenschaft sowie der Zerst\u00f6rung seiner Stuttgarter Wohnung mit seinem Fr\u00fchwerk siedelte er 1946 nach Blaubeuren um, wo er fortan als freischaffender K\u00fcnstler lebte und am aufkeimenden Kunstleben in Oberschwaben teilhatte. Gleichzeitig nahm er die Verbindungen nach Stuttgart wieder auf, wo er die Freie Gruppe schw\u00e4bischer Maler und Bildhauer initiierte, die sich 1952 mit ihrer ersten gro\u00dfen Ausstellung in der Staatsgalerie vorstellte. Wais engagierte sich \u00fcber Jahrzehnte in herausragender Weise f\u00fcr seine K\u00fcnstlerkollegen und das Kunstleben in Stuttgart, wo er 1988 starb. <\/p>\n\n\n\n<p>Aus dem breit angelegten und technisch vielgestaltigen Oeuvre von Alfred Wais pr\u00e4sentiert diese Ausstellung unter dem Titel \u201eMagie der Dinge\u201c eine Auswahl von \u00d6lgem\u00e4lden und Radierungen, die motivisch um die n\u00e4chstliegenden Gegenst\u00e4nde kreisen, um die Welt, die den Maler allt\u00e4glich umgibt. Wais stellt die Dinge nicht dar, er macht sie mit malerischen und grafischen Mitteln lebendig. Den Blumen oder Fr\u00fcchten, Arbeitsger\u00e4ten oder M\u00f6beln in seinen Stillleben und Interieurs, den Gr\u00e4sern, B\u00e4umen oder Gew\u00e4ssern in seinen Gartenszenen und Landschaftsbildern, sowie seinen unvergleichlichen Panoptiken aus Puppen, Pl\u00fcschtieren oder Marionetten verleiht Wais als bildnerische Sch\u00f6pfungen ein mal geheimnisvolles, mal irritierendes Eigenleben. Wais schafft Bilder, in denen er die Dinge durch die Macht der Imagination verzaubert und die ihn als einen ebenso wichtigen wie markanten K\u00fcnstler des deutschen S\u00fcdwestens ausweisen. <\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Carl Roesch. Ein Schweizer Maler<\/h3>\n\n\n\n<h6 class=\"wp-block-heading\">Ausstellung im Kunstmuseum Hohenkarpfen von 29. M\u00e4rz bis 19. Juli 2015 <\/h6>\n\n\n\n<p><strong>Carl Roesch<\/strong>, 1884 als Kind deutscher Eltern in Gailingen am Hochrhein geboren, wuchs im Thurgauischen Diessenhofen auf. Nach seiner Ausbildung in Winterthur, Karlsruhe und M\u00fcnchen lie\u00df er sich in Diessenhofen nieder. Der Ort blieb sein Wirkungszentrum bis zu seinem Tod 1979. <\/p>\n\n\n\n<p>Der Handwerkersohn Carl Roesch, dem in seinem Streben stets der enge Zusammenhang zwischen Handwerk und Kunst wichtig war, schloss sich dem Werkbund an, dessen Ideen der Verschmelzung von Kunst und Lebensalltag er teilte. Demgem\u00e4\u00df fand er insbesondere in der angewandten Kunst ein reiches Bet\u00e4tigungsfeld und hohe Anerkennung. Schon seit jungen Jahren war Roesch ein \u00fcberaus erfolgreicher K\u00fcnstler. Nicht nur in der heimischen Schweiz, sondern auch in Deutschland und Frankreich wurden seine Werke ausgestellt und gesch\u00e4tzt. Zahlreiche Auftr\u00e4ge f\u00fcr monumentale Wandmalereien, Mosaiken oder Glasfenster in \u00f6ffentlichen oder kirchlichen R\u00e4umen belegen die Wertsch\u00e4tzung, die Roesch genoss. 1937 vertrat er die Schweiz auf der Weltausstellung in Paris. <\/p>\n\n\n\n<p>Carl Roesch ist ein exemplarischer K\u00fcnstler des 20. Jahrhunderts, in dessen Lebensgang und k\u00fcnstlerischer Entwicklung die Aufbr\u00fcche und Abbr\u00fcche in Geschichte, Gesellschaft und Kunst dieser Epoche anschaulich werden. Er setzte  ich intensiv mit seinen Zeitgenossen auseinander, von Paul C\u00e9zanne \u00fcber Pablo Picasso bis zu den Abstrakten der Nachkriegszeit. Er nahm Anregungen von ihnen in seine k\u00fcnstlerische Arbeit auf und transformierte sie auf eigenst\u00e4ndige und sehr eigenwillige Art. Seine Motive reichen von der traditionellen Ikonographie bis zu Themen des modernen Lebens wie Sport und Freizeit. Immer wieder wendet er sich der heimischen Landschaft zu und den in ihr t\u00e4tigen Menschen \u2013 sie bilden die Leitmotive seines umfangreichen pers\u00f6nlichen Werks. <\/p>\n\n\n\n<p>Die Ausstellung im Kunstmuseum Hohenkarpfen ist die erste Einzelausstellung zum Werk von Carl Roesch in Deutschland. <br>Sie wird erg\u00e4nzt um die Pr\u00e4sentation einer Auswahl von Fotografien der f\u00fcnfzig Jahre j\u00fcngeren Zwillingsbr\u00fcder Bruno und Eric B\u00fchrer, die das Leben Roeschs und seiner Frau Margrit, die gro\u00dfen Anteil an seinem Lebenswerk hatte, dokumentierten. <\/p>\n\n\n\n<p>Die Ausstellung entstand mit Unterst\u00fctzung der Carl und Margrit Roesch-Stiftung, Diessenhofen, dem Kunstmuseum Thurgau, Kartause Ittingen sowie der Sturzenegger-Stiftung, Museum zu Allerheiligen, Schaffhausen. <\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Fritz Lang. Zwischen Alb und Afrika<\/h3>\n\n\n\n<h6 class=\"wp-block-heading\">Ausstellung im Kunstmuseum Hohenkarpfen von 27. Juli bis 9. November 2014 <\/h6>\n\n\n\n<p>Fritz Lang, 1877 in Stuttgart geboren, studierte nach einer Lehre als Dekorationsmaler an der Kunstakademien Stuttgart und Karlsruhe. <br> In seinen fr\u00fchen Jahren trug er wesentlich zur Erneuerung des Holzschnitts im Zuge der Kunst des Jugendstils bei. Mit der Aufnahme der Fl\u00e4chencharakteristik der Druckgraphik in seine Malerei entwickelte er in den 1920er Jahren eine ihm eigene k\u00fcnstlerische Formensprache mit stark stilisierenden Linien und Fl\u00e4chenformen. Das Widerspiel von Detailgenauigkeit und strenger Formensprache tr\u00e4gt wesentlich zum Reiz seiner Gem\u00e4lde und Graphiken bei. <\/p>\n\n\n\n<p>Besonderen Anklang fand er mit seinen Tiermotiven und darunter wiederum einheimische und exotische V\u00f6gel. Seine Bildwelten sind bev\u00f6lkert von Hunden und M\u00e4usen, von Pfauen und Spatzen, von Tigern und Panthern, von Papageien und Flamingos \u2013 neben vielen anderen Tieren. Eine bedeutende Rolle f\u00fcr seine Themenwelt spielte die Schiffsreise nach Ostafrika, die Fritz Lang von Juni bis Dezember 1928 unternahm. Auf ihr gewann er Eindr\u00fccke, die sein Schaffen fortan motivisch bestimmten. <\/p>\n\n\n\n<p>Die f\u00fcr diese Ausstellung zusammengestellte Auswahl der Werke, die den Bogen  von den Anf\u00e4ngen bis in seine letzten Schaffensjahre schl\u00e4gt, gibt Gelegenheit in  die Bildwelten von Fritz Lang einzutauchen und zu entdecken, dass ihr besonderer Reiz nicht nur im Charme der exotischen Motive liegt, sondern auch  im unverwechselbaren Stil und der k\u00fcnstlerischen Eigenart, mit der sie gestaltet sind. <\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Werner Rohland. Figuren, R\u00e4ume, Landschaften.<\/h3>\n\n\n\n<h6 class=\"wp-block-heading\">Ausstellung im Kunstmuseum Hohenkarpfen von 13. April bis 20. Juli 2014 <\/h6>\n\n\n\n<p>Der Maler Werner Rohland, 1899 in Crimmitschau in Sachsen als Sohn eines Druckereibesitzers geboren und 1974 in Stuttgart-Bad Cannstatt gestorben, geh\u00f6rt zu jenen K\u00fcnstlern, denen es zeitlebens schwerfiel, die ihnen angemessene Beachtung zu finden. <\/p>\n\n\n\n<p>Nachdem Rohland zun\u00e4chst eine Buchdruckerlehre im v\u00e4terlichen Betrieb absolviert hat, arbeitet er u.a. in der Gro\u00dfdruckerei von C.H. Beck in N\u00f6rdlingen und bildete sich autodidaktisch zum Maler aus. Unter schwierigen Umst\u00e4nden wagt er 1932 den Sprung in die Existenz eines freien K\u00fcnstlers. Nur mit M\u00fche h\u00e4lt er sich in den ersten Jahren \u00fcber Wasser. Rohland wird best\u00e4rkt von Freunden wie den Schriftstellern Bruno G\u00f6tz und Robert Binswanger und dem Maler William Straube, der ihm zum Mentor wird. Er heiratet 1935 und lebt mit seiner Familie am Bodensee. 1939 geht Rohland in seine Heimat zur\u00fcck. Er wird 1942 eingezogen und dient in einem Sanit\u00e4rbataillon. Beim Bombenangriff auf Dresden wird sein gesamtes bis dahin entstandenes Werk zerst\u00f6rt. <\/p>\n\n\n\n<p>Nach Krieg und Gefangenschaft l\u00e4sst er sich in Tiefenbach am Federsee nieder und nimmt am erwachenden Kunstleben in Oberschwaben teil \u2013 unterst\u00fctzt von Landrat Karl Anton Maier und den K\u00fcnstlerkollegen, die sich miteinander austauschen und gegenseitig helfen. Anfang der 1950er Jahre ist er Mitglied der Freien Gruppe in Stuttgart, bewegt sich hier im Kreis um Alfred Wais und Manfred Henninger. <\/p>\n\n\n\n<p>Obwohl seine schw\u00e4bischen K\u00fcnstlerfreunde wie er an den gegenst\u00e4ndlichen Ausdrucksformen der Malerei festhalten in Zeiten, zu denen die Abstraktion als quasi einzig rechtm\u00e4\u00dfige zeitgem\u00e4\u00dfe Sprache der Gegenwartskunst gesehen wurde, bleibt er in dieser Gruppe und in der Folgezeit k\u00fcnstlerisch ein Einzelg\u00e4nger. <\/p>\n\n\n\n<p>Bevorzugte Motive seiner Landschaften und Innenr\u00e4ume, Figurenbilder und Stillleben sind die ihm vertrauten Umgebungen und sein pers\u00f6nliches Umfeld. Stilistisch ist Rohlands Malerei gepr\u00e4gt von seiner entschiedenen Neigung zur franz\u00f6sischen Malerei seit dem ausgehenden 19. Jahrhundert, insbesondere ihrer kultivierten Farbigkeit, kompositorischen Ausgewogenheit und differenzierten fl\u00e4chigen Textur. <\/p>\n\n\n\n<p>Die Ausstellung im Jahr des 40. Todestages von Werner Rohland gibt Gelegenheit, diesen Maler intimer Stimmungen und farbiger Nuancen neu zu entdecken. <\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Theodor Heu\u00df und die Kunst<\/h3>\n\n\n\n<h6 class=\"wp-block-heading\">Kooperation mit den St\u00e4dtischen Museen Heilbronn und dem Familienarchiv Heuss, Basel. Ausstellungen im Kunstmuseum Hohenkarpfen von 21. Juli bis 10. November 2013 und in der Kunsthalle Vogelmann, Heilbronn, von 15. M\u00e4rz bis 29. Juni 2014<\/h6>\n\n\n\n<p>Wie kein anderer deutscher Politiker neben oder nach ihm hat Theodor Heu\u00df (1884\u20131963) mit seiner Pers\u00f6nlichkeit weit \u00fcber sein politisches Wirken und seine Lebenszeit hinaus in Gesellschaft, Kultur und Medien markante Spuren hinterlassen und Ma\u00dfst\u00e4be gesetzt. <\/p>\n\n\n\n<p>Neben seinem publizistischen und politischen Engagement, das ihn zu einem der herausragenden liberalen Politiker in der Weimarer Republik und der Bundesrepublik Deutschland machen und bis in das Amt des Bundespr\u00e4sidenten f\u00fchren sollte, blieb Heuss der Kultur und insbesondere der Bildenden Kunst stets eng verbunden. Kunst durchzieht sein Leben wie ein roter Faden und zeigt sich in nahezu allen Facetten. Wichtigen deutschen K\u00fcnstlern war er ein guter Freund und Wegbegleiter oder wohlgesinnter Kritiker, darunter Hans Purrmann, Albert Weisgerber oder Richard Riemerschmid. <\/p>\n\n\n\n<p>Heuss schrieb Ausstellungsberichte und Kunstkritiken f\u00fcr verschiedene Zeitungen oder Beitr\u00e4ge \u00fcber Architektur und Design. Nach dem Ersten Weltkrieg wirkte er als Kulturfunktion\u00e4r f\u00fcr den Deutschen Werkbund und nach dem Zweiten Weltkrieg als \u201eKultminister\u201c in W\u00fcrttemberg-Baden. Als erster Bundespr\u00e4sident erlangte Heuss gro\u00dfe Popularit\u00e4t und wurde zu einem begehrten Modell f\u00fcr K\u00fcnstler. Zudem war Heuss selbst leidenschaftlicher Zeichner und bezeichnete sich in dieser Hinsicht als \u201evergn\u00fcgter Dilettant\u201c. <\/p>\n\n\n\n<p>Die Ausstellung zeigt auf, welche Rolle das vitale Interesse f\u00fcr die Kunst im Leben des \u201ehomme de lettres\u201c Theodor Heuss spielte und auf welche Weise er \u2013 sei es als Publizist, sei es als Politiker \u2013 im Feld der zeitgen\u00f6ssischen Kunst gewirkt hat. Ausstellung und Katalog veranschaulichen auf beispielhafte Weise, auch die kritischen Aspekte seines Wirkens sowie die Grenzen seines Kunstverst\u00e4ndnisses aufzeigend, wie eng bei ihm publizistisches und politisches Handeln mit Kunst und Kultur verbunden ist. Dadurch wird das Bild von Theodor Heuss abgerundet, der als Bildungsb\u00fcrger, im besten Sinn des Wortes, der breiten Bev\u00f6lkerung den Weg zu Kunst und Kultur er\u00f6ffnen wollte. <\/p>\n\n\n\n<p>Die Ausstellung zeigt Werke von <br>Adolf Amberg \/ Otto Baum \/ Willi Baumeister \/ Maria Caspar-Filser \/ Lovis Corinth \/ Otto Dix \/ Otto Eglau \/ Bernhard Heiliger \/ Karl Hofer \/ Hans-J\u00fcrgen Kallmann \/ Gustav Kampmann \/ Friedrich von Keller \/ K\u00e4the Kollwitz \/ Oskar Kokoschka \/ Max Liebermann \/ Gerhard Marcks \/ Reinhold N\u00e4gele \/ Hermann Pleuer \/ Hans Purrmann \/ Otto Reiniger \/ Gustav Sch\u00f6nleber \/ Ren\u00e9e Sintenis \/ Hermann Sohn \/ Karl Stauffer-Bern \/ Fritz Steisslinger \/ Karl Stirner \/ Gustaf Stotz \/ Kurt Weinhold \/ Albert Weisgerber \/ Rudolf Yelin d. J. \/ Heinrich von Z\u00fcgel \/ Hermann Heuss sowie Theodor Heuss. <\/p>\n\n\n\n<p>Die Ausstellung ist ein Gemeinschaftsprojekt mit den St\u00e4dtischen Museen Heilbronn\/Kunsthalle Vogelmann, wo sie vom 15. M\u00e4rz bis zum 29. Juni 2014 gezeigt wird. <\/p>\n\n\n\n<p>Wir danken dem Familienarchiv Heuss, Basel, und der Stiftung Bundespr\u00e4sident-Theodor-Heuss-Haus, Stuttgart, f\u00fcr die gro\u00dfz\u00fcgige Unterst\u00fctzung. <\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Maria Caspar-Filser. Aus der Heimat in die Welt<\/h3>\n\n\n\n<h6 class=\"wp-block-heading\">Ausstellung im Kunstmuseum Hohenkarpfen von 24. M\u00e4rz bis 14. Juli 2013 und in der St\u00e4dtischen Galerie im Fruchtkasten des Klosters Ochsenhausen von 30. Juni bis 6. Oktober 2013<\/h6>\n\n\n\n<p>Maria Caspar-Filser wurde 1878 in Riedlingen an der Donau geboren. Schon fr\u00fch widmete sie sich ernsthaft der Malerei. Sie studierte an den Akademien in Stuttgart und M\u00fcnchen und gewann bald darauf hohes Ansehen weit \u00fcber den s\u00fcddeutschen Raum hinaus. Sie geh\u00f6rte, jeweils als einzige Frau, zu den Gr\u00fcndungsmitgliedern der SEMA im Jahr 1911 und der M\u00fcnchener Neuen Secession 1913. In den zwanziger Jahren war sie mehrfach auf der Biennale in Venedig vertreten, 1925 wurde sie als erste deutsche Malerin zur Professorin ernannt. Caspar-Filser war einhellig anerkannt als eine der wichtigsten K\u00fcnstlerpers\u00f6nlichkeiten der Zeit. <\/p>\n\n\n\n<p>Doch sie und ihr Mann, der M\u00fcnchner Maler Karl Caspar, mit dem sie seit 1907 verheiratet war, wurden Opfer des vernichtenden Wirkens der nationalsozialistischen Diktatur, w\u00e4hrend der beide als \u201eentartet\u201c ge\u00e4chtet und verfolgt wurden. W\u00e4hrend dieser Zeit zogen sie sich in die innere Emigration nach Brannenburg am Inn zur\u00fcck, wo Maria Caspar-Filser bis zu ihrem Tod 1968 lebte. <\/p>\n\n\n\n<p>Nach dem Krieg erfuhr sie wieder h\u00f6chste Ehrungen, wie den Oberschw\u00e4bischen Kunstpreis oder das Bundesverdienstkreuz. Allerdings ist ihrem herausragenden malerischen Werk bis heute jene \u2013 zuvor erworbene und eigentlich zustehende \u2013 \u00fcberregionale Wirkung versagt geblieben, wie sie anderen verfemten K\u00fcnstlern, aufgrund ihrer Zugeh\u00f6rigkeit zu den bestimmenden Avantgarde-Gruppen des 20. Jahrhunderts und deren umfassender kunsthistorischer W\u00fcrdigung nach dem Zweiten Weltkrieg wieder zuteil wurde. So bedeutet die \u00c4chtung im Nationalsozialismus f\u00fcr sie (neben pers\u00f6nlichem Leid) einen bis heute wirksamen Einschnitt der kunsthistorischen Wertsch\u00e4tzung, die seitdem in keinem Verh\u00e4ltnis zu ihrem k\u00fcnstlerischen Rang steht. <\/p>\n\n\n\n<p>Erstmals nach \u00fcber zwei Jahrzehnten stellen nun die Kunststiftung Hohenkarpfen und die Stadt Ochsenhausen das Werk Maria Caspar-Filsers wieder umfassend vor. Die beiden Ausstellungen geben einen repr\u00e4sentativen \u00dcberblick \u00fcber ihr Gesamtwerk und spannen \u2013 mit jeweils unterschiedlichen Schwerpunkten \u2013 den Bogen vom Fr\u00fchwerk und den atmosph\u00e4rischen Landschaftsbildern der Alb \u00fcber die monumentalen Erntebilder zu den farbpr\u00e4chtigen Blumenstillleben der sp\u00e4ten Jahre. <\/p>\n\n\n\n<p>Die zweite Ausstellung \u201eMaria Caspar-Filser. Farbenklang und Bl\u00fctenpracht\u201c findet vom 30. Juni bis zum 6. Oktober in der St\u00e4dtischen Galerie im Fruchtkasten des Klosters Ochsenhausen statt. <\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Wilhelm Geyer. Landschaften Portraits Interieurs<\/h3>\n\n\n\n<p style=\"font-size:19px\"><strong><em>Ausstellung im Kunstmuseum Hohenkarpfen von 22. Juli bis 11. November 2012<\/em><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Wilhelm Geyer wurde 1900 in Stuttgart geboren und studierte hier an der Kunstakademie von 1919 bis 1926, unter anderem als Meistersch\u00fcler von Christian Landenberger. Gleichzeitig beeindruckt vom heftigen Gestus des sp\u00e4ten Lovis Corinth, verband Geyer in seiner Malerei die impressionistische Fl\u00fcchtigkeit seines Lehrers mit einer ihm eigenen expressiven Wucht und schuf Gem\u00e4lde, die sich zwischen den Polen freier formaler Aufl\u00f6sung und starker emotionaler Aufladung bewegten. <\/p>\n\n\n\n<p>Schon bald war er zentrale Gestalt eines Kreises gleichgesinnter Akademiesch\u00fcler, darunter Hans F\u00e4hnle, Franz Frank oder Manfred Henninger, und er geh\u00f6rte zu den Gr\u00fcndungsmitgliedern der Neuen Sezession in Stuttgart. Nach dem Studium lie\u00df er sich in Ulm nieder, wo er bis zu seinem Tod 1968 lebte. Hier entstanden die Entw\u00fcrfe f\u00fcr kirchliche Wandmalereien und Glasfenster, die in der Folgezeit im Zentrum seines Schaffens stehen sollten \u2013 unterbrochen von der nationalsozialistischen Diktatur, w\u00e4hrend der er sich in seiner Existenz bedroht sah, weil seine Werk als \u201eentartet\u201c diffamiert und ab 1937 aus den \u00f6ffentlichen Sammlungen entfernt wurden und wegen seiner regimekritischen Haltung. So wurde er wegen seiner Verbindungen zur Widerstandsgruppe Wei\u00dfe Rose hundert Tage lang inhaftiert. <\/p>\n\n\n\n<p>Die christlichen Motive, die seit Geyers Anf\u00e4ngen in den fr\u00fchen zwanziger Jahren in seinem Werk im Vordergrund standen, verschafften ihm bald Ansehen als bedeutender religi\u00f6ser Maler lie\u00dfen ihn sowohl vor als auch nach dem Zweiten Weltkrieg zu einem der wichtigsten deutschen Kirchenk\u00fcnstler werden. Bis heute ruht die Anerkennung f\u00fcr das k\u00fcnstlerische Wirken von Wilhelm Geyer vor allem auf seinen religi\u00f6sen Werken. <\/p>\n\n\n\n<p>Die Anerkennung als Maler der sichtbaren Welt \u2013 in Landschaften, Interieurs, Portraits \u2013 blieb trotz mehrerer Ausstellungen im Vergleich dazu weit zur\u00fcck. Die Auswahl der Gem\u00e4lde f\u00fcr die Ausstellung im Kunstmuseum Hohenkarpfen stellt die Motive Geyers jenseits der christlich-religi\u00f6sen Themen in den Mittelpunkt. Besonders in diesen Bildern mit profanen Themen aus seinem pers\u00f6nlichen Umfeld wird deutlich, warum Wilhelm Geyer, der seine gestisch dynamische Malweise selbst als \u201emalerische Malerei\u201c bezeichnete, zu den herausragenden Vertretern des \u201eExpressiven Realismus\u201c der deutschen Malerei im 20. Jahrhundert z\u00e4hlt. <\/p>\n\n\n\n<p>In seinen fr\u00fchen Interieurs, den zahlreichen Selbstportraits und Familienbildnissen sowie den Landschaftsbildern \u2013 unter ihnen besonders den Gartenbildern und den sp\u00e4ten Neuburger Landschaften \u2013 kommt das energisch zupackende Wesen der Malerei Geyers am unmittelbarsten zum Ausdruck. In ihnen verk\u00f6rpert sich exemplarisch, was Geyer selbst von jeder Kunst forderte: Malerei als \u201eechte Begegnung mit der Welt\u201c. <\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Ein Ausflug in die Welt des Malers Jakob Br\u00e4ckle<\/h3>\n\n\n\n<h6 class=\"wp-block-heading\" id=\"block-25a7fe59-7e1e-416c-86ee-34fd2e950558\"><strong>Ausstellung im Kunstmuseum Hohenkarpfen<br>1. April bis 15. Juli 2012<\/strong><\/h6>\n\n\n\n<h6 class=\"wp-block-heading\" id=\"block-25a7fe59-7e1e-416c-86ee-34fd2e950558\"><strong>und in der Vertretung des Landes Baden-W\u00fcrttemberg beim Bund in Berlin<br>5. Mai bis 25. Juni 2013<\/strong><\/h6>\n\n\n\n<p>Eine Ausstellung kuratiert von Arnold Stadler <\/p>\n\n\n\n<p>Das Werk Jakob Br\u00e4ckles hinterlie\u00df und hinterl\u00e4sst bei den meisten Menschen, die f\u00fcr Bilder ansprechbar sind, und zwar einfachen Betrachtern wie auch den sogenannten Experten und K\u00fcnstlerkollegen, einen gro\u00dfen, ja unvergesslichen Eindruck. Jakob Br\u00e4ckle, in Winterreute bei Biberach am 10. Dezember 1897 geboren, in Biberach am 29. Oktober 1987 gestorben, ist einer der bedeutenden, <br> in seinem lebenslangen, kontinuierlichen Schaffen stets gegenst\u00e4ndlich gebliebenen Maler S\u00fcddeutschlands im zwanzigsten Jahrhundert. <br>Von 1917 bis 1923 studierte der Bauernsohn, der f\u00fcr den Beruf des Bauern wegen einer durch eine missgl\u00fcckte Impfung in Kindheitstagen bedingten Einschr\u00e4nkung nicht mehr in Frage kam, an der Kunstakademie in Stuttgart. Anschlie\u00dfend kehrte Br\u00e4ckle f\u00fcr den Rest seines Lebens nach Winterreute und in das nahegelegene Biberach zur\u00fcck. Hier hat er zeitlebens gemalt, in einem Radius von drei Kilometern, tags\u00fcber, manchmal auch nachts, sommers wie winters, lange genug als sogenannter Freilichtmaler. Sein umfangreiches k\u00fcnstlerisches OEuvre von vieltausend Bildern, fast alle in \u00d6l und auf von ihm bevorzugten kleineren Formaten, das \u00fcber einem Zeitraum von ann\u00e4hernd siebzig Jahren im Wesentlichen auf ein Thema \u2013 die Vergegenw\u00e4rtigung von \u201eWinterreute\u201c \u2013 , beschr\u00e4nkt ist, steht einzigartig da. Dieses Werk ist auch der Weg eines gro\u00dfen Einzelg\u00e4ngers. Es sind fast ausschlie\u00dflich Au\u00dfenansichten, H\u00f6fe und Felder, die er uns zeigt. Und Menschen bei der Arbeit. Das ins Bild Gebrachte wird \u2013 sp\u00e4testens von 1958 an auch numerisch \u2013 immer weniger, daf\u00fcr im Format gr\u00f6\u00dfer und in der Aussage konkreter und deutlicher. <br>Es ist die Zeit der gr\u00f6\u00dften Z\u00e4sur in der Geschichte f\u00fcr den Lebensbereich, dem er entstammte: Von Mitte der Sechziger Jahre an sind die Felder flurbereinigt, kanalisiert auf eine blo\u00dfe Ertragsmaximierung hin. Die Wiesenraine und sonstigen Lebensr\u00e4ume der freilebenden Feldtiere, Feldm\u00e4use, Hasen und V\u00f6gel sind wegrationalisiert, die Menschen durch die Maschinen ersetzt und \u00fcberfl\u00fcssig geworden. Der Mensch verschwindet zuletzt \u2013 seit 1964 \u2013 f\u00fcr immer, wenn er  auch weiterhin die Seele des Ganzen sein mag. Man mag das \u201eauf dem Weg in die Abstraktion\u201c nennen. Doch damit entspricht die Werkgeschichte Br\u00e4ckles vor allem auch recht genau der Sozialund Kulturgeschichte weiter Teile unserer Welt im zwanzigsten Jahrhundert: dem Untergang der l\u00e4ndlichen Welt auch in Oberschwaben, wie sie seit tausend Jahren, vielleicht auch seit Adam  und Eva, Bestand hatte. <br>Wie es war, und wie es geworden ist, zeigt uns dieser Maler. Br\u00e4ckles Werk hat so \u2013 wie nebenbei \u2013 auch noch einen dokumentarischen Rang, indem darin die im zwanzigsten Jahrhundert in der Globalisationskelter verschwundene l\u00e4ndliche Welt f\u00fcr immer aufgehoben ist. Die Winterreuter, Biberacher, Oberschwaben d\u00fcrfen sich durchaus gl\u00fccklich sch\u00e4tzen, dass Br\u00e4ckles Werk das alles vergegenw\u00e4rtigt. Doch nicht nur sie, denn, es ist nicht nur Oberschwaben, sondern die Welt anhand des Beispiels Winterreute, die Br\u00e4ckle ein Leben lang gemalt hat. Br\u00e4ckle zeigt als K\u00fcnstler, wie sehr sich das Gesicht und Bild seiner Welt, die ja auch unsere Welt ist, in der Zeit seines Lebens gewandelt hat. Diese Geschichte erz\u00e4hlen Br\u00e4ckles Bilder auch: und zwar von Anfang bis Ende, und zwar auf eine Weise, wie sie nur ein gro\u00dfer K\u00fcnstler vermag. Jakob Br\u00e4ckle ist kein Provinzmaler, sondern ein Weltmaler. <br>Die Ausstellung zeigt den ganzen Br\u00e4ckle. Und zwar als Weg \u2013 als ein Weg. Das fr\u00fcheste Bild dieser Ausstellung, das \u201eRote Backhaus\u201c, datiert von 1924; das sp\u00e4teste hier gezeigte ist auch sein letztes: das \u201eRote Haus\u201c aus dem Jahr 1986. <br>Arnold Stadler <\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Der obere Neckar. Bilder einer Landschaft<\/h3>\n\n\n\n<h6 class=\"wp-block-heading\" id=\"block-25a7fe59-7e1e-416c-86ee-34fd2e950558\"><strong>Ausstellung im Kunstmuseum Hohenkarpfen<br>24. Juli bis 13. November 2011<\/strong><\/h6>\n\n\n\n<h6 class=\"wp-block-heading\" id=\"block-25a7fe59-7e1e-416c-86ee-34fd2e950558\"><strong>und im Kultur- und Museumszentrum Schloss Glatt<br>24. Juli bis 11. September 2011<\/strong><\/h6>\n\n\n\n<p>Eingebettet zwischen den H\u00f6henz\u00fcgen des Schwarzwalds und der Schw\u00e4bischen Alb erstreckt sich die Landschaft des oberen Neckars von der Quelle im Schwenninger Moos bis nach Rottenburg, wo sich das Flusstal in die weite Ebene \u00f6ffnet. <br>\nDer kontrastreiche Wechsel zwischen den Hochebenen der oberen G\u00e4ue, sanft geschwungenem H\u00fcgelland, tief eingeschnittenen T\u00e4lern und den schroffen Abh\u00e4ngen der westlichen Alb gibt der Landschaft des oberen Neckartals einen ganz eigenen Charakter, der auch Geschichte und Kultur wesentlich gepr\u00e4gt hat. Seit Jahrhunderten bildet der obere Neckar die zentrale Lebensader f\u00fcr die Menschen zwischen Schwarzwald und Schw\u00e4bischer Alb. Aufgrund der unterschiedlichen geographischen Lage und politischen Zugeh\u00f6rigkeit der Landstriche und Ortschaften hat sich in diesem Raum auch ein kulturell und k\u00fcnstlerisch reichhaltiges Leben entwickelt. Zu diesem Landschafts- und Kulturraum geh\u00f6ren neben den traditionsreichen st\u00e4dtischen Siedlungszentren am Flusslauf \u2013 Schwenningen, Rottweil, Oberndorf, Sulz, Horb und Rottenburg \u2013 auch die G\u00e4ufl\u00e4chen zu beiden Seiten des Flusses und die Vorlande des mittleren Schwarzwalds und der Schw\u00e4bischen Alb. <br>\nDie Ausstellung stellt das Land am oberen Neckar als historisch gewachsenen Natur- und Kulturraum vor und gibt einen \u00dcberblick \u00fcber die Darstellungen der Landschaften und Orte beiderseits des Flusses von den fr\u00fchesten bildnerischen Zeugnissen bis in die Kunst der Gegenwart. Thematische Schwerpunkte bilden Stadtveduten der fr\u00fchen Neuzeit, Werke der Landschaftsmalerei aus dem 19. und fr\u00fchen 20. Jahrhundert und Arbeiten der legend\u00e4ren Bernsteinschule, einer Keimzelle der modernen Kunst am oberen Neckar. <br>\nBitte beachten: Nach der Schlie\u00dfung im Wasserschloss Glatt am 11. September ist nur noch der historische Teil im Kunstmuseum Hohenkarpfen zu sehen. <\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">N\u00fctzliche Natur. Die Landwirtschaft im Blick der Kunst<\/h3>\n\n\n\n<h6 class=\"wp-block-heading\" id=\"block-25a7fe59-7e1e-416c-86ee-34fd2e950558\"><strong>Ausstellung im Kunstmuseum Hohenkarpfen<br>17. April bis 17. Juli 2011<\/strong><\/h6>\n\n\n\n<p>Seit Jahrtausenden macht sich der Mensch die Natur nutzbar, indem er sie kultiviert und bewirtschaftet. Mit diesen \u00f6konomischen Eingriffen in die nat\u00fcrliche Tier- und Pflanzenwelt und seinem produktiven Wirken im Umgang mit der Natur pr\u00e4gt der Mensch das Bild der Landschaft, die ihn umgibt. Ein Bild, das infolge unterschiedlicher Formen der Bewirtschaftung und im Zuge des Wandels der Ziele und Methoden der Landwirtschaft massiven Wandlungen unterliegt. Eigenarten und Wandel der kultivierten Pflanzen- und Tierwelt spiegeln sich in der Geschichte der Bilder des landschaftlichen Lebens und Wirkens in Malerei, Graphik, Fotografie und Film. <br> Die Ausstellung gibt einen \u00dcberblick \u00fcber die k\u00fcnstlerische Auseinandersetzung mit dem agrarischen Landschaftsraum und seinen Lebenswelten, mit besonderem Schwerpunkt auf seinem Erscheinungsbild im deutschen S\u00fcdwesten. Neben den \u2013 schon von der christlichen Ikonographie her \u2013 klassischen Motiven des S\u00e4ens, Pfl\u00fcgens, Erntens, der Viehherden auf den Weiden und in St\u00e4llen werden landschaftliche Charakteristika wie Streuobstwiesen, Dreifelderwirtschaft oder die handtuchschmalen Felder infolge der Realteilung ebenso thematisiert wie die Rationalisierung und Mechanisierung der Landwirtschaft, die dazugeh\u00f6rigen Ma\u00dfnahmen wie z.B. Flurbereinigung oder Aussiedlerh\u00f6fe, sowie Aspekte des Landschaftsverbrauchs und der \u00d6kologie. <br> Die Kunstwerke werden in diesem Zusammenhang aus einem doppelten Blickwinkel betrachtet. Zum einen k\u00f6nnen sie als unmittelbare Zeugnisse historischer Entwicklungen gesehen werden, zum anderen wird in ihnen eine spezifische \u00c4sthetik der nutzbar gemachten Natur anschaulich, die die unterschiedlichen K\u00fcnstler in ihrer jeweiligen Zeit auf ganz eigene Weise artikulieren. Welche \u00e4sthetischen Motive und Formen K\u00fcnstler seit Jahrhunderten diesem Thema abgewinnen und wie sie ihm in ihren Bildern Ausdruck verleihen (wie etwa in romantischen Idyllen im 19. Jahrhundert oder in kritischen Dokumentationen im ausgehenden 20. Jahrhundert) pr\u00e4sentiert die Ausstellung exemplarisch anhand ausgew\u00e4hlter Beispiele vom 19. Jahrhundert bis zur Gegenwart. <\/p>\n\n\n\n<p>Gezeigt werden Werke von: <br>\nJakob Br\u00e4ckle | Daniel Br\u00e4g | Anton Braith | Karl Caspar | Maria Caspar-Filser | Hans Dieter | Otto Dix | Friedrich Eckenfelder | Ralph Fleck | Hans Gassebner | Gabriela Gerber und Lukas Bardill | HAP Grieshaber | Sebastian Habenschaden | Robert H\u00e4usser | Erich Heckel | Erwin Henning | Paul K\u00e4lberer | Leopold Graf von Kalckreuth | Anselm Kiefer | Emil Kiess | Wilhelm Kimmich | Christian Landenberger | Christian Mali | Johann Baptist Pflug | Werner Rohland | Rudolf Schlichter | Peter Jakob Schober | Theodor Sch\u00fcz | Traude Teodorescu-Klein | Alfred Wais | Peter Weydemann | Heinrich von Z\u00fcgel <\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Wilhelm Friedrich Gmelin. Veduten und Ideallandschaften der Goethezeit<\/h3>\n\n\n\n<h6 class=\"wp-block-heading\" id=\"block-25a7fe59-7e1e-416c-86ee-34fd2e950558\"><strong>Ausstellung im Kunstmuseum Hohenkarpfen<br>25. Juli bis 7. November 2010<\/strong><\/h6>\n\n\n\n<p>Wilhelm Friedrich Gmelin, 1760 in Badenweiler geboren, war zu seiner Zeit einer der angesehensten Zeichner und Stecher von Ideallandschaften und Veduten. Nach seiner zehnj\u00e4hrigen Ausbildungszeit in Basel begab er sich 1787 nach Rom, wo er den gr\u00f6\u00dften Teil seines Lebens verbrachte und 1820 starb. <br>In Italien machte er Bekanntschaft mit Karl Philipp Moritz und Johann Wolfgang v. Goethe, der seine Wertsch\u00e4tzung f\u00fcr Gmelin mehrfach ausdr\u00fcckte. Er verkehrte in Rom freundschaftlich im Hause Wilhelm v. Humboldts und seiner Gattin Karoline, mit Carl Ludwig Fernow, Johann Gottfried Seume, Friederike Brun und dem Grafen von Stolberg. <br>Gmelins Werk umfasst gr\u00f6\u00dftenteils Zeichnungen und Originalstiche mit Ansichten der wichtigsten landschaftlichen und architektonischen Sehensw\u00fcrdigkeiten der Umgebung Roms und Neapels. Neben den eigenen Veduten und Ideallandschaften schuf er Radierungen und Stiche nach Gem\u00e4lden von Jakob Philipp Hackert, Claude Lorrain, Nicolas Poussin und Gaspard Dughet. Au\u00dferdem fertigte er Illustrationen und Vorlagen f\u00fcr wissenschaftliche Werke \u2013 wie die gro\u00dfformatigen farbigen Bl\u00e4tter der Erdmannsh\u00f6hle im S\u00fcdschwarzwald und botanische Zeichnungen f\u00fcr seinen Bruder Carl Christian. <br>Stilistisch zeichnet seine Bl\u00e4tter sowohl eine pr\u00e4zise Sachlichkeit in der Wiedergabe der Einzelmotive aus, der auch die Sch\u00e4rfe und der Reichtum in den Details entspricht, als auch eine stimmungshafte Gesamtwirkung, die aus dem lebhaften Kontrast der unterschiedlichen Materialien und dem Einsatz des Lichtes entsteht. <br>Umfassende Konvolute seiner Werke befinden sich in fast allen bedeutenden deutschen und einigen europ\u00e4ischen Museen. <br> Mit der Ausstellung im Kunstmuseum Hohenkarpfen, im Jahr seines 250. Geburtstags, wird das Werk Gmelins zum ersten Mal \u00fcberhaupt in einem repr\u00e4sentativen \u00dcberblick mit \u00fcber sechzig Zeichnungen und Graphiken gew\u00fcrdigt. Erg\u00e4nzt wird die Pr\u00e4sentation um einige Zeichnungen und Druckgraphiken zeitgen\u00f6ssischer K\u00fcnstler, Freunde und Konkurrenten, mit denen Gmelin in Kontakt stand, darunter Joseph Anton Koch oder Johann Christian Reinhart und seine Mitstreiter Dies und Mechau. <\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Gustav Kampmann \u2013 Zwischen Tag und Nacht. Gem\u00e4lde, Zeichnungen, Lithographien <\/h3>\n\n\n\n<h6 class=\"wp-block-heading\" id=\"block-25a7fe59-7e1e-416c-86ee-34fd2e950558\"><strong>Ausstellung im Kunstmuseum Hohenkarpfen<br>28. M\u00e4rz bis 18. Juli 2010<\/strong><\/h6>\n\n\n\n<p>Gustav Kampmann (Boppard\/Rhein 1859\u20131917 Bad Godesberg) geh\u00f6rt zu den bedeutendsten badischen Malern an der Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert. Nach seinem Studium an der Gro\u00dfherzoglich-Badischen Kunstschule 1878\u201383 unternimmt er mehrere Studienreisen durch Deutschland und schlie\u00dft von 1884 bis 1887 einen weiteren Studienaufenthalt in M\u00fcnchen an. Bis zu seinem Tod 1917 folgen weitere Reisen nach Belgien, Holland, Spanien, Nordafrika, in die Schweiz und nach Wien. 1890 zieht er nach Gr\u00f6tzingen, wo er neben Friedrich Kallmorgen zum wichtigsten Mitglied der Gr\u00f6tzinger K\u00fcnstlerkolonie wird und 1896 zu den Gr\u00fcndungsmitgliedern des Karlsruher K\u00fcnstlerbundes geh\u00f6rt. Bis zu seinem Lebensende bleibt Kampmann eine pr\u00e4gende Gestalt des Karlsruher Kunstlebens. <br>Mit einer Reihe seiner reduzierten, fl\u00e4chig gemalten Landschaftsbilder steht Kampmann einzig da im Feld der zeitgen\u00f6ssischen deutschen Landschaftsmalerei. Viele seiner Gem\u00e4lde leben von subtilen Farbharmonien und delikaten Zwischent\u00f6nen, die sich nicht in den Vordergrund dr\u00e4ngen, sondern ihre atmosph\u00e4rische Wirkung erst allm\u00e4hlich entfalten. In einigen anderen wie in den Lithographien setzt er Farbfl\u00e4chen geschlossener und kontrastreicher ein und entwickelt die teilweise ganz reduzierten Kompositionen aus gro\u00dfz\u00fcgigen zusammenfassenden Fl\u00e4chen oder Strichen. Auch in den Zeichnungen nutzt er die kompositorische Reduktion und lebhafte Helldunkel-Kontraste f\u00fcr die Erzeugung stimmungshafter Lichteffekte. <br>Die Ausstellung gibt einen umfassenden Einblick in das Werk Kampmanns. Dabei liegen die Schwerpunkte in der Auswahl der Gem\u00e4lde, Zeichnungen und Lithographien auf den reduzierten und konzentrierten Werken der Reifezeit und auf den Motiven, die in der Umgebung von Karlsruhe sowie den Gegenden zwischen dem Schwarzwald, der Baar und dem Bodenseegebiet entstanden sind. <\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><em>Als M\u00fcnchen leuchtete<\/em>. Die K\u00fcnstlergruppe Scholle und Leo Putz. Malerei der Jahrhundertwende aus der Sammlung Siegfried Unterberger<\/h3>\n\n\n\n<h6 class=\"wp-block-heading\" id=\"block-25a7fe59-7e1e-416c-86ee-34fd2e950558\"><strong>Ausstellung im Kunstmuseum Hohenkarpfen<br>26. Juli bis 8. November 2009<\/strong><\/h6>\n\n\n\n<p>Im regen Kunstleben M\u00fcnchens an der Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert spielte die 1899 gegr\u00fcndete K\u00fcnstlergruppe Scholle, zu der sich bald als prominentester Vertreter Leo Putz gesellen sollte, eine herausragende Rolle. Zwischen M\u00fcnchner Secession und Blauem Reiter stand die Malerei der Mitglieder dieser Gruppe f\u00fcr Aufbruch und Fortschritt in der Kunst der Zeit \u2013 einer Zeit, in der \u201eM\u00fcnchen leuchtete\u201c, wie es Thomas Mann in seiner Erz\u00e4hlung \u201eGladius Dei\u201c formuliert hat. <br>Die K\u00fcnstler der Gruppe hatten an der Akademie in M\u00fcnchen studiert und fanden sich im Umfeld der 1896 gegr\u00fcndeten und f\u00fcr die folgenden Jahre stilpr\u00e4genden illustrierten Wochenschrift Jugend zusammen. Eher lose verbunden und keiner festgelegten \u00e4sthetischen Ideologie verpflichtet legten sie programmatisch Wert auf die jeweils individuellen Prinzipien und Eigenschaften, aus denen jeder der K\u00fcnstler sein Werk schaffen sollte. So finden sich in ihren Werken Stilelemente vom Impressionismus bis zum Jugendstil und das ganze thematische Spektrum der Themen von den klassischen Gattungen Portrait, Akt, Landschaft, Stillleben bis zu vielfigurigen symbolistischen Bildphantasien. Die K\u00fcnstler der Scholle sorgten mit ihren gemeinsamen Ausstellungen in M\u00fcnchen, Wien oder Berlin f\u00fcr gro\u00dfes Aufsehen und genossen hohes Ansehen. <br>Unter den K\u00fcnstlern erfreute sich der aus Meran geb\u00fcrtige Leo Putz bei Publikum und Kritik der gr\u00f6\u00dften Beliebtheit. Das gilt vor allem f\u00fcr seine Frauenportraits und weiblichen Akte, in denen das kraftvolle Kolorit und die sinnliche Raffinesse seiner Malerei besonders zur Geltung kommen. <br>Von den nachfolgenden Avantgarde-Bewegungen in den Hintergrund gedr\u00e4ngt, war die Scholle lange fast vergessen. Dass sie in den letzten Jahren wieder in das Licht der Aufmerksamkeit r\u00fcckte, ist auch ein Verdienst des Sammlers Siegfried Unterberger, der die bedeutendste private Sammlung mit Werken von K\u00fcnstlern der Scholle zusammengetragen hat. Aus dieser Sammlung zeigt die Ausstellung im Kunstmuseum Hohenkarpfen etwa 40 Werke. Seiner herausragenden Stellung in dieser Gruppe entsprechend nimmt Leo Putz den gr\u00f6\u00dften Raum ein. Von ihm sind mehrere Hauptwerke zu sehen, darunter das seinerzeit skandaltr\u00e4chtige \u201eBacchanale\u201c und gro\u00dfformatigen Frauenbildnisse \u201eMorgensonne (Sommertr\u00e4ume)\u201c und \u201eAm Ufer\u201c. <\/p>\n\n\n\n<p>Werke der folgenden K\u00fcnstler sind in der Ausstellung zu sehen: <\/p>\n\n\n\n<p>Gustav Bechler (1870\u20131959) <br> Reinhhold Max Eichler (1872\u20131947) <br> Fritz Erler (1868\u20131940) <br> Erich Erler (-Samaden) (1870\u20131946) <br> Max Feldbauer (1869\u20131948) <br> Walter Georgi (1871\u20131924) <br> Adolf H\u00f6fer (1869\u20131927) <br> Adolf M\u00fcnzer (1870\u20131953) <br> Walter P\u00fcttner (1871\u20131953) <br> Leo Putz (1869\u20131940) <br> Franz Wilhelm Voigt (1867\u20131949) <br> Robert Weise (1870\u20131923) <\/p>\n\n\n\n<p>Zur Ausstellung ist ein Katalog erschienen: <br>Edition Minerva, 96 S., 60 Abb., <br>ISBN 978-3-938832-47-9, 29,90\u20ac (im Buchhandel) <\/p>\n\n\n\n<h6 class=\"wp-block-heading\">Pr\u00e4sentation der Ausstellung im SWR am 2. September 2009<\/h6>\n\n\n\n<p>www.swr.de\/bw-aktuell\/-\/id=98428\/did=5172044\/pv=video\/gp1=5321466\/nid=98428\/1lvoy2n\/index.html<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">K\u00fcnstlerfreunde am Hochrhein <\/h3>\n\n\n\n<h6 class=\"wp-block-heading\" id=\"block-25a7fe59-7e1e-416c-86ee-34fd2e950558\"><strong>Ausstellung im Kunstmuseum Hohenkarpfen in Kooperation mit dem Museum zu Allerheiligen in Schaffhausen<br>5. April bis 19. Juli 2009<\/strong><\/h6>\n\n\n\n<p>Die Ausstellung K\u00fcnstlerfreunde am Hochrhein entfaltet den lebendigen Zusammenhang des Kunstlebens beiderseits des Hochrheins an der Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert. Sie gibt einen umfassenden Einblick in das Netz der k\u00fcnstlerischen Beziehungen und dokumentiert die engen Verflechtungen des Schweizer Kunstlebens mit dem s\u00fcddeutschen Raum, insbesondere den St\u00e4dten M\u00fcnchen, Karlsruhe und Stuttgart, mit ihren Akademien, an denen auch die meisten der Schweizer K\u00fcnstler ihr Studium absolvierten und einander kennenlernten. <br>\nAuf Schweizer Seite bildeten sich in dieser Zeit neben den gr\u00f6\u00dferen St\u00e4dten Basel, Bern und Z\u00fcrich mit dem Freundeskreis um Hans Sturzenegger in Schaffhausen und der K\u00fcnstlerkolonie um Hermann Gattiker in R\u00fcschlikon weitere k\u00fcnstlerische Zentren heraus. Sie wurden zu Treffpunkten einer Reihe von deutschen und Schweizer K\u00fcnstlern, die einander freundschaftlich verbunden waren und in ihrer Zeit eine f\u00fcr das Kunstleben dieser Landschaft bedeutende Rolle gespielt haben. <br>\nZu ihnen geh\u00f6ren neben den genannten insbesondere Richard Amsler, Wilhelm Balmer, Hans Br\u00fchlmann, Gustav Gamper, Ernst Kreidolf, Ernst Georg R\u00fcegg, Albert Welti, Fritz und Gret Widmann und Ernst W\u00fcrtenberger. <br>\nIm Spannungsfeld einer Verwurzelung in der Tradition und dem Aufbruch in die Moderne verband diese K\u00fcnstler die Suche nach einem eigenen k\u00fcnstlerischen Ausdruck in der intensiven Auseinandersetzung mit ihren Lehrern und Vorbildern und den neueren Tendenzen der Malerei. Dementsprechend wird der Kreis dieser K\u00fcnstler in der Ausstellung erg\u00e4nzt um jene die f\u00fcr sie als Lehrer oder Vorbilder wichtig waren, vor allem Arnold B\u00f6cklin, Hans Thoma und Ferdinand Hodler. <br>\nMit der Einbeziehung der engen Verbindungen zu zeitgen\u00f6ssischen Autoren und Dichtern \u2013 u.a. Gottfried Keller, Emil Strauss und Hermann Hesse, der auch als Maler pr\u00e4sent ist \u2013 wird die Perspektive der Ausstellung dar\u00fcber hinaus kulturhistorisch erweitert. <\/p>\n\n\n\n<p>Die Ausstellung entstand in enger Kooperation mit der Sturzenegger-Stiftung und dem Museum zu Allerheiligen in Schaffhausen. Au\u00dferdem pr\u00e4sentiert sie weitere hochkar\u00e4tige Leihgaben aus weiteren Museen und privaten Sammlungen, darunter einige, die zum ersten Mal \u00fcberhaupt \u00f6ffentlich ausgestellt werden. <\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Pressemitteilung <\/h3>\n\n\n\n<p><a rel=\"noreferrer noopener\" aria-label=\"Presseinfos (\u00f6ffnet in neuem Tab)\" href=\"http:\/\/wordpress.p545203.webspaceconfig.de\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/PR_1-2-Kuenstlerfreunde_am_Hochrhein.pdf\" target=\"_blank\">Presseinfo 1<\/a> <\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"http:\/\/wordpress.p545203.webspaceconfig.de\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/PR_2-2-Kuenstlerfreunde_am_Hochrhein.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\" aria-label=\"Presseinfo 2 (\u00f6ffnet in neuem Tab)\">Presseinfo 2<\/a><\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-group is-layout-flow\"><div class=\"wp-block-group__inner-container\"><\/div><\/div>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Vor den Alpen. Malerei der M\u00fcnchner Schule<\/h3>\n\n\n\n<h6 class=\"wp-block-heading\" id=\"block-25a7fe59-7e1e-416c-86ee-34fd2e950558\"><strong>Ausstellung im Kunstmuseum Hohenkarpfen, gewidmet Prof. Dr. med. habil. Dr.-Ing. Dr. med. h.c. Michael Ungeth\u00fcm zum 65. Geburtstag<br>20. Juli bis 9. November 2008<\/strong><\/h6>\n\n\n\n<p>M\u00fcnchen stieg im 19. Jahrhundert zur wichtigsten deutschen Kunststadt auf. Neben der staatlich gef\u00f6rderten akademischen Historienmalerei florierte in der bayerischen Hauptstadt und ihrer Umgebung das erz\u00e4hlende Genrebild und die Landschaft, die hier noch vor allen anderen Kunstzentren eine f\u00fchrende Rolle spielte. Die M\u00fcnchner Schule etablierte sich schnell als bedeutendste Schule der Landschaftsmalerei in Deutschland. <br>\nDie Ausstellung spannt anhand von Werken aus zahlreichen Privatsammlungen, den Bogen von der romantischen Naturschilderung der Fr\u00fchzeit bis zur klassischen Moderne Anfang des 20 Jahrhunderts. Die Auswahl der Bilder verdeutlicht die spezifische Eigenart dieser Landschaft und ihrer Bewohner als Inspirationsquelle f\u00fcr die K\u00fcnstler. <br>\nMit Werken von \u00fcber sechzig K\u00fcnstlern, darunter Landschaften von Carl Rottmann, Christian Morgenstern, Eduard Schleich d.\u00c4., Adolf Lier, Wilhelm Tr\u00fcbner und Julius Exter, und Bildnisse von Franz von Defregger, Franz von Lenbach und Wilhelm Leibl, dokumentiert die Ausstellung \u201eVor den Alpen\u201c den Reichtum der Malerei der M\u00fcnchner Schule \u00fcber einen Zeitraum von einhundert Jahren. <\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"http:\/\/wordpress.p545203.webspaceconfig.de\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/PR_vor-den-Alpen.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\" aria-label=\"Pressetext (\u00f6ffnet in neuem Tab)\">Pressetext<\/a><\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Fritz Steisslinger. Ortswechsel &#8211; Landschaften und St\u00e4dtebilder 1919-1939<\/h3>\n\n\n\n<h6 class=\"wp-block-heading\" id=\"block-25a7fe59-7e1e-416c-86ee-34fd2e950558\"><strong>Ausstellung im Kunstmuseum Hohenkarpfen<br>16. M\u00e4rz bis 13. Juli 2008<\/strong><\/h6>\n\n\n\n<p>Fritz Steisslinger z\u00e4hlt zu den K\u00fcnstlern, die mit ihrem expressiven Stil im Dritten Reich nicht erfolgreich waren und nach dem Zweiten Weltkrieg, in der Hochzeit der abstrakten Malerei, geradezu in Vergessenheit gerieten. <br>\nDie Zeit zwischen den beiden Weltkriegen war f\u00fcr Steisslinger (1891\u20131957) eine Zeit von innerer und \u00e4u\u00dferer Unruhe, w\u00e4hrend der er mehrfach den Wohnsitz wechselte und viel auf Reisen war. In dieser Zeit entwickelte er einen eigenst\u00e4ndigen malerischen Stil, der sich durch Spontaneit\u00e4t, expressive Dynamik und den leuchtend kontrastreichen Einsatz der Farben auszeichnet. Von seinen jeweiligen Aufenthaltsorten und Reisestationen lie\u00df sich Steisslinger zu zahllosen gemalten und gezeichneten Ansichten anregen. Die Ausstellung zeigt \u00fcber 70 der zwischen den Kriegen entstandenen Landschaften und St\u00e4dtebilder, die zu den H\u00f6hepunkten seines Werkes z\u00e4hlen. <\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"http:\/\/wordpress.p545203.webspaceconfig.de\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/PR_Fritz_Steisslinger_Hohenkarpfen.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\" aria-label=\"Pressetext  (\u00f6ffnet in neuem Tab)\">Pressetext <\/a><\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">P. Willibrord Jan Verkade. K\u00fcnstler und M\u00f6nch<\/h3>\n\n\n\n<h6 class=\"wp-block-heading\" id=\"block-25a7fe59-7e1e-416c-86ee-34fd2e950558\"><strong>Ausstellung im Kunstmuseum Hohenkarpfen<br>15. Juli bis 11. November 2007<\/strong><\/h6>\n\n\n\n<h6 class=\"wp-block-heading\" id=\"block-25a7fe59-7e1e-416c-86ee-34fd2e950558\"><strong>Kooperation mit der Erzabtei St. Martin zu Beuron<br>22. Juli bis 3. Oktober 2007<\/strong><\/h6>\n\n\n\n<p>P. Willibrord Jan Verkade OSB ist eine singul\u00e4re Gestalt in der europ\u00e4ischen Kunst der Moderne. Der 1868 in Zaandam bei Amsterdam als Zwillingssohn eines mennonitischen Fabrikantenehepaars geborene Jan Verkade besucht von 1887 bis 1889 die Amsterdamer Kunstakademie. Bei einem Aufenthalt in Paris macht er 1891 Bekanntschaft mit Gauguin. Er wird Mitglied der K\u00fcnstlergruppe der Nabis und arbeitet in der Nachfolge Gauguins in der Bretagne, in Pont Aven, Huelgoat und Le Pouldu. Die Besch\u00e4ftigung mit der Frage nach den geistigen und religi\u00f6sen Grundlagen der Kunst und die Diskussionen dar\u00fcber insbesondere mit S\u00e9rusier und Denis f\u00fchren zu einer spirituellen Krise, in deren Folge er zum Katholizismus konvertiert.<\/p>\n\n\n\n<p>Im Juni 1894 entschlie\u00dft er sich, in den Benediktiner-Orden einzutreten. Verkade wird Malerm\u00f6nch in der Kunstschule der Abtei Beuron im oberen Donautal, die den Kunstregeln von P. Desiderius Lenz folgte. Er nimmt den Namen Willibrord an und wird 1902 zum Priester geweiht. Unter Lenz arbeitet er an Wandmalereien in der Klosterkirche St. Gabriel in Prag und in Monte Cassino. Weitere Wandmalerei entstand in Beuron, Aichhalden und Heiligenbronn.<\/p>\n\n\n\n<p>W\u00e4hrend eines Aufenthaltes in Pal\u00e4stina schuf er f\u00fcr den Kapitelsaal des Klosters Mari\u00e4 Heimgang Fresken, die von seinen Oberen abgelehnt und wieder \u00fcbermalt wurden. Nach intensiven Auseinandersetzungen mit der \u00c4sthetik und den Anforderungen der Beuroner Kunst gibt er 1914 die Malerei auf, bleibt aber in regem Kontakt mit den befreundeten K\u00fcnstlern in Frankreich und Deutschland. Die schriftstellerische T\u00e4tigkeit nimmt nun breiten Raum ein. Er widmet sich zunehmend sozialen und seelsorgerischen Aufgaben im Kloster. Sein Leben hat P. Willibrord Jan Verkade in den zwei autobiographischen B\u00fcchern \u201eUnruhe zu Gott\u201c und \u201eAntrieb ins Vollkommene\u201c geschildert. Er starb 1946 im Kloster Beuron.<\/p>\n\n\n\n<p>Verkade, der \u00fcber die F\u00e4higkeit verf\u00fcgte, sich rasch unterschiedliche Stile und Ausdrucksmittel anzueignen, hat ein vielgestaltiges Werk hinterlassen. Das Spektrum reicht von der farbig leuchtenden Sinnlichkeit seiner Stillleben und Landschaften zur strengen Klassizit\u00e4t und Linearit\u00e4t in den religi\u00f6sen Werken. In der au\u00dfergew\u00f6hnlichen Biographie, dem bildnerisches Schaffen und den Schriften offenbart sich die faszinierende Pers\u00f6nlichkeit Verkades und dessen eindringliches Streben nach k\u00fcnstlerischer und pers\u00f6nlicher Wahrhaftigkeit.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Doppelausstellung in der Kunststiftung Hohenkarpfen und der Erzabtei Beuron pr\u00e4sentiert einen umfassenden Einblick in das reiche Schaffen Verkades, von dem leider viel verloren gegangen ist. Die erhaltenen Werke sind zu einem gro\u00dfen Teil schwer zug\u00e4nglich. Die Ausstellung zeigt bedeutende Arbeiten aus Privatbesitz und der Erzabtei Beuron. Einen herausragenden Platz nehmen Werkgruppen ein, die zum ersten Mal \u00fcberhaupt ausgestellt werden: Gem\u00e4lde und Zeichnungen, die in Pal\u00e4stina entstanden sind und, als wahre Neuentdeckungen, Kartons f\u00fcr die Kirche in Aichhalden und Entw\u00fcrfe f\u00fcr Kirchenfenster in Wien, die erst vor kurzem im Kloster Beuron wiedergefunden wurden.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Inspiration Ammersee<\/h3>\n\n\n\n<h6 class=\"wp-block-heading\" id=\"block-25a7fe59-7e1e-416c-86ee-34fd2e950558\"><strong>Ausstellung im Kunstmuseum Hohenkarpfen<br>11. Juli bis 14. November 2004<\/strong><\/h6>\n\n\n\n<p>Die Sehnsucht nach unverdorbener Menschlichkeit und unber\u00fchrter Landschaft wurde im 19. Jahrhundert, das durch die industrielle Revolution gepr\u00e4gt ist, zur Triebfeder einer K\u00fcnstlerbewegung, die sich aus den St\u00e4dten aufs Land orientierte. Um 1830 trafen sich in Frankreich im Dorf Barbizon Maler aus Paris, um im Sommer Studien zu betreiben. Die in der &#8222;Schule von Barbizon&#8220; gepflegte Malerei mit intimen Darstellungen der Landschaft und ihrer Bewohner hatte Vorbildfunktion f\u00fcr die europ\u00e4ische Malerei ab der Mitte des 19. Jahrhunderts.<\/p>\n\n\n\n<p>Um Wilhelm Leibl, der 1870 von einem mehrmonatigen Studienaufenthalt in Paris nach M\u00fcnchen zur\u00fcckkehrte, scharten sich junge Maler, die sich dem offiziellen M\u00fcnchner Kunstbetrieb entzogen und in gewollter Abgeschiedenheit auf dem Land, am Ammersee, im Dachauer Moos und am Starnberger See arbeiteten. Wilhelm Leibl lebte und arbeitete in den Jahren 1873 und 1874 in Gra\u00dflfing bei Dachau und von 1875 bis 1877 in Unterschondorf am Ammersee. Hier schuf er einen Zyklus von 19 Radierungen und gro\u00dfe \u00d6lgem\u00e4lde mit so eindringlichen Darstellungen der Landbev\u00f6lkerung, dass sie dem in K\u00f6ln geborenen K\u00fcnstler den Beinamen &#8222;Bauernleibl&#8220; eintrugen.<\/p>\n\n\n\n<p>Von M\u00fcnchner Akademieprofessoren als Studienort empfohlen, wurde um 1900 das Dachauer Land zum \u201edeutschen Barbizon\u201c und eine Reihe von K\u00fcnstlern lie\u00df sich hier nieder. Die Malschulen von Hans von Hayek und Max Feldbauer zogen viele Sch\u00fcler an ebenso wie H\u00f6lzels Schule, die um 1900 Treffpunkt f\u00fcr moderne Maler war. Die \u201eNeu-Dachauer\u201c mit Adolf H\u00f6lzel, Arthur Langhammer und Ludwig Dill f\u00fchrten die Tendenz fort, die aus der M\u00fcnchner Landschaftsmalerei und der Freilichtmalerei hervorging: die Losl\u00f6sung vom Gegenstand und die Verselbst\u00e4ndigung der malerischen Mittel.<\/p>\n\n\n\n<p>Christian Landenberger, ab 1904 Professor an der Stuttgarter Kunstakademie, verbrachte ab 1903 fast jeden Sommer am Ammersee und wurde zum wichtigen Vertreter eines reifen Sp\u00e4timpressionimus, den er mit seinen begabtesten Sch\u00fclern, zum Beispiel Hermann Stenner, in Sommeraufenthalten in Diessen am Ammersee pflegte. Hermann Stenner hatte zuvor schon auf Rat seiner M\u00fcnchner Professoren in der Dachauer Malschule des Hans von Hayek studiert.<\/p>\n\n\n\n<p>Ab 1902 wohnte in Holzhausen am Ammersee das K\u00fcnstlerpaar Anna und Matthias Gasteiger und bildete den Mittelpunkt f\u00fcr K\u00fcnstler aus M\u00fcnchen, die zum Umfeld der Zeitschriften \u201eJugend\u201c und \u201eSimplicissimus\u201c z\u00e4hlten und sich in der Gruppe \u201eScholle\u201c zusammenschlossen. Diese K\u00fcnstler teilten eine impressionistische Auffassung und pflegten eine Malerei aus kurzen Pinselstrichen, die sich aus einiger Entfernung zu einem flimmernden Ganzen schlie\u00dft.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Pr\u00e4sentation der Kunststiftung Hohenkarpfen zeigt etwa sechzig Werke von zwanzig K\u00fcnstlern, Gem\u00e4lde, Graphik und Skulpturen, welche die R\u00e4ume des Kunstmuseums auf dem Hohenkarpfen mit der heiteren Ausstrahlung der Sommerfrische erf\u00fcllen.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Erwin Henning 1901-1993. Paare<\/h3>\n\n\n\n<h6 class=\"wp-block-heading\" id=\"block-25a7fe59-7e1e-416c-86ee-34fd2e950558\"><strong>Ausstellung im Kunstmuseum Hohenkarpfen<br>24. August bis 16. November 2003<\/strong><\/h6>\n\n\n\n<p>Zeit seines Lebens hat sich der Maler <strong>Erwin Henning<\/strong>, neben der Landschaft, mit dem Bild des Menschen, mit den Merkw\u00fcrdigkeiten menschlicher Existenz, mit der Beziehung zwischen Mann und Frau besch\u00e4ftigt. Nicht dramatische Inszenierungen sondern heiter-ironische Betrachtungen mit hintersinnigem Humor sind das Ergebnis dieser lebenslangen Auseinandersetzung.<\/p>\n\n\n\n<p>Erwin Henning, der 1901 in Augsburg als j\u00fcngster Sohn eines Kunstschlosser-meisters geboren wird, hat schon als Kind aus freien St\u00fccken gern und stundenlang gezeichnet, was sowohl seinem Lehrer in der Volksschule als auch seinen Eltern auffiel. 1915 beginnt Henning in M\u00fcnchen eine Lehre als Dekorationsmaler. Zwei Jahre sp\u00e4ter gelingt es ihm, an der M\u00fcnchner Kunstakademie aufgenommen zu werden und nach weiteren zwei Jahren wird er Meistersch\u00fcler von Franz von Stuck, der als einer der letzten Malerf\u00fcrsten in der Tradition des 19. Jahrhunderts an der M\u00fcnchner Akademie eine Malklasse leitet Bis 1923 bleibt Erwin Henning Meistersch\u00fcler und nach dem Ende seiner Akademiezeit versucht er, in M\u00fcnchen als freier K\u00fcnstler Fu\u00df zu fassen. Um seinen Lebensunterhalt zu verdienen, setzt er seine auffallende Begabung f\u00fcr Portr\u00e4tmalerei ein . Er malt jeden, der bereit ist, ihn daf\u00fcr zu bezahlen.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Anerkennung f\u00fcr seine Arbeit bleibt nicht aus. 1928 wird Erwin Henning mit dem \u201eSir-Edward-Mond-Preis\u201c ausgezeichnet, den ein englischer Kaufmann j\u00fcdischer Abstammung f\u00fcr Absolventen der Kunstakademie gestiftet hat, und 1930 kann er mit einem Reisestipendium der Stadt M\u00fcnchen einen Aufenthalt in Nizza verwirklichen, der ihn zu k\u00fcnstlerisch ausgereiften und spannenden&nbsp; \u201eBadebildern\u201c inspiriert, ein Thema, das Erwin Henning nachhaltig fesselt. Henning tritt der K\u00fcnstlergruppe \u201eDie Juryfreien\u201c bei und wird&nbsp; 1932 Mitglied in der Ausstellungsgemeinschaft \u201e7 M\u00fcnchner Maler\u201c, die 1931 zum ersten Mal mit einer Ausstellung in M\u00fcnchen in der renommierten St\u00e4dtischen Galerie im Lenbachhaus an die \u00d6ffentlichkeit tritt und bis 1937 trotz zunehmender Schwierigkeiten aktiv bleibt.<\/p>\n\n\n\n<p>1936 wird Erwin Henning&nbsp; mit dem Vorwurf, Verbindungen zu einem j\u00fcdischen Kunsth\u00e4ndler zu unterhalten, \u00fcberraschend verhaftet und gl\u00fccklicherweise wieder frei gelassen. Zwei Jahre sp\u00e4ter erh\u00e4lt er den Albrecht-D\u00fcrer-Preis der Stadt N\u00fcrnberg, darf aber 1939 einen Ruf an die Staatsschule f\u00fcr angewandte Kunst in N\u00fcrnberg nicht annehmen, weil er mehrfach politisch unerw\u00fcnscht auff\u00e4llt und kein NSDAP- Mitglied ist.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein Freund bittet ihn um Unterst\u00fctzung bei der Ausmalung der katholischen Kirche St. Martin in Leutkirch. Hier lernt Henning Irma Hurt kennen, die die Liebe seines Lebens wird und die er 1939 heiratet. Im selben Jahr bekommt Erwin Henning den Auftrag zur Ausmalung der Kirche der Benediktinerabtei Schweikelberg bei Vilshofen ,dieser und ein Folgeauftrag verhindern zun\u00e4chst seinen Einsatz an der Front im beginnenden Zweiten Weltkrieg. Die Jahre 1941 bis 1945 verbringt Henning zun\u00e4chst als \u201eKriegsmaler\u201c in Potsdam und dann in Lappland, sp\u00e4ter wird er nach Ostpreu\u00dfen versetzt und kann 1945 nach Kopenhagen entkommen.<\/p>\n\n\n\n<p>Wie viele Maler seiner Generation mu\u00df Henning nach der Heimkehr erfahren, dass seine vor 1939 entstandenen Bilder, die sich in seinem M\u00fcnchner Atelier befanden, 1944 bei Bombenangriffen verbrannten. Henning, dessen Frau mit der 1942 geborenen Tochter Ursula bereits in die relative Sicherheit nach Leutkirch gezogen war, richtet sich in der kleinen oberschw\u00e4bischen Stadt ein, und es gelingt ihm, sich und seine Familie, die sich 1946 um den Sohn Wolfgang vergr\u00f6\u00dfert hat, in zun\u00e4chst bescheidender Weise als Maler durchzubringen.<\/p>\n\n\n\n<p>Erwin Henning nimmt Kontakt zur allm\u00e4hlich sich neu formierenden Kunstszene in M\u00fcnchen auf und schon 1947 kann man Bilder von ihm in der \u201eGro\u00dfen M\u00fcnchner Kunstausstellung\u201c finden; 1948 wird er in die K\u00fcnstlervereinigung \u201eM\u00fcnchner Secession\u201c berufen, zun\u00e4chst in den Ausschuss und dann als Jury-Mitglied &#8211; ein Ehrenamt, das Erwin Henning bis 1984 aus\u00fcbt.<\/p>\n\n\n\n<p>In den folgenden Jahren werden zahlreiche Auszeichnungen und Preise an Erwin Henning in Anerkennung seines Schaffens verliehen. 1984 stirbt seine Ehefrau und 1991 \u00fcbersiedelt Erwin Henning zu seinem Sohn nach Karlsruhe-Durlach, wo er am 8. M\u00e4rz 1993 stirbt. Erwin Henning hinterl\u00e4sst ein ganz eigenst\u00e4ndiges Werk, das ihn als gro\u00dfen Philanthropen kennzeichnet<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Hermann Stenner und der H\u00f6lzel-Kreis. Malerei und Graphik aus der Sammlung Bunte<\/h3>\n\n\n\n<h6 class=\"wp-block-heading\" id=\"block-25a7fe59-7e1e-416c-86ee-34fd2e950558\"><strong>Ausstellung im Kunstmuseum Hohenkarpfen<br>13. April bis 17. August 2003<\/strong><\/h6>\n\n\n\n<p>Wie August Macke und Franz Marc z\u00e4hlt <strong>Hermann Stenner<\/strong> zu den gro\u00dfen Talenten, die viel zu fr\u00fch im ersten Weltkrieg umgekommen sind. 1891 in Bielefeld geboren, \u00fcbersiedelte Hermann Stenner 1910 nach Stuttgart, um an der Kunstakademie, zun\u00e4chst bei Christian Landenberger, ab 1911 als Meistersch\u00fcler von Adolf H\u00f6lzel zu studieren. Im Fr\u00fchjahr 1914 arbeitete er mit Willi Baumeister und Oskar Schlemmer am Wandfries f\u00fcr die Werkbundausstellung in K\u00f6ln, der gro\u00dfes Aufsehen erregte und unterschiedlichste Reaktionen hervorrief, von enthusiastischer Begeisterung bis zu kategorischen Ablehnung. Im August 1914 meldete sich Stenner zusammen mit Oskar Schlemmer als Kriegsfreiwilliger. Im Dezember 1914 bei Ilow (Lowitz) in Polen gefallen.<\/p>\n\n\n\n<p>Mit seiner urspr\u00fcnglichen Farbbegabung hat Hermann Stenner in den wenigen Jahren seines Schaffens ein selten ausdrucksstarkes Werk hinterlassen. Bedeutende Teile davon, \u00d6lgem\u00e4lde, Aquarelle und Zeichnungen, werden in dieser Ausstellung pr\u00e4sentiert im Kontext von Werken anderer K\u00fcnstler aus dem H\u00f6lzel-Kreis, dessen Bedeutung als Keimzelle moderner Kunstentwicklung in Deutschland aus den klangvollen Namen seiner Mitglieder abzulesen ist.<\/p>\n\n\n\n<p>Willi Baumeister (1889\u20131955), Johannes Itten (1888\u20131967), Ida Kerkovius (1879\u20131970),&nbsp; und Oskar Schlemmer (1888\u20131943), geh\u00f6ren zu den jungen Malern, die sich in Stuttgart um Adolf H\u00f6lzel (1853\u20131934) als Mitte und ruhenden Pol versammeln ebenso wie Heinrich Eberhard (1884\u20131973), Josef Eberz (1880\u20131942), Edmund Daniel Kinzinger (1888\u20131963), Alfred Heinrich Pellegrini (1881\u20131958), August-Ludwig Schmitt (1882\u20131936), William Straube (1871\u20131954) und Josef Alfons Wirth (1887\u20131916). Jeder dieser K\u00fcnstler ist mit ein bis zwei Arbeiten in der Ausstellung&nbsp; vertreten, um so dem verbindenen Element zwischen den K\u00fcnstlern ebenso nachzusp\u00fcren, wie der individuellen Auspr\u00e4gung des hochbegabten jungen Malers Hermann Stenner.<\/p>\n\n\n\n<p>Nach der Ausstellung \u201eVom Anspruch der Farbe \u2013 Adolf H\u00f6lzel und seine Wirkung\u201c, die 1989 von der Kunststiftung pr\u00e4sentiert wurde, kann dieses Ausstellungsprojekt weitere Aspekte zur Bedeutung H\u00f6lzels und seiner Sch\u00fcler f\u00fcr die Kunstentwicklung im S\u00fcdwesten Deutschlands beitragen.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">StillLEBEN &#8211; Werke s\u00fcdwestdeutscher Maler von 1900 bis 1950<\/h3>\n\n\n\n<h6 class=\"wp-block-heading\" id=\"block-25a7fe59-7e1e-416c-86ee-34fd2e950558\"><strong>Ausstellung im Kunstmuseum Hohenkarpfen<br>21. Juli bis 10. November 2002<\/strong><\/h6>\n\n\n\n<p>Von fig\u00fcrlicher Stilllebenmalerei zur abstrakten Komposition ist der \u00fcbergang flie\u00dfend. Dies ist ein Grund, weshalb die Bildgattung Stillleben im 20. Jahrhundert eine gewisse Renaissance in der gegenst\u00e4ndlichen Malerei feierte, nachdem sie im 17. Jahrhundert ihren H\u00f6hepunkt in der niederl\u00e4ndischen Malerei erlebt hatte. Wie die Aktmalerei dient die Stilllebenmalerei in besonderem Ma\u00dfe der Schulung der Wahrnehmung und Gestaltungskraft des K\u00fcnstlers. Von der Wahl der einzelnen Gegenst\u00e4nde zum Arrangement derselben setzt der K\u00fcnstler seine kompositorischen, formalen und farblichen Vorstellungen um und kreiert so ein St\u00fcck Sehwirklichkeit. <br>\nAuch im deutschen S\u00fcdwesten haben sich Maler im 20. Jahrhundert intensiv mit dieser Bildgattung auseinandergesetzt. Zwischen \u201eNeuer Sachlichkeit\u201d, Expressionismus, abstrakter und konkreter Kunst haben Maler die M\u00f6glichkeit genutzt, im Stillleben zu ihrem eigenen Stil zu finden. <br>\nDie Maler der \u201eNeuen Sachlichkeit\u201d, in dieser Ausstellung durch Alexander Kanoldt, Willi M\u00fcller-Hufschmidt und Paul K\u00e4lberer repr\u00e4sentiert, haben in Stillleben die Magie der Dingwelt beschworen und zur Bezeichnung \u00e3magischer Realismus\u00d2 beigetragen. In dieser realistischen Traditionslinie der Karlsruher Kunstakademie steht der Schnarrenberger-Sch\u00fcler Peter Dreher, dessen Glas-Bilder Einfl\u00fcsse zen-buddhistischer Gedankenwelt aufnehmen. <br>\nGanz pers\u00f6nliche Pinselschrift und expressiver Ausdruck pr\u00e4gt dagegen die Stillleben von Hans F\u00e4hnle und Rose Sommer-Leypold. Riccarda Gohr, vom norddeutschen Expressionismus beeinflusst, unterrichtete die Studenten, u. a. Emil Kiess, an der von Paul K\u00e4lberer gegr\u00fcndeten Bernsteinschule anhand der Stillleben-Malerei \u00fcber die Eigengesetzlichkeit der Farbe und kreierte selbst eindringliche Gestaltungen. In der N\u00e4he der abstrakten Malerei untersucht Werner Rohland die Beziehungen von Format und Fl\u00e4che, Farbe und Form und schafft Stillleben von eindr\u00fccklicher Sch\u00f6nheit. Die Stilllebenmalerei ist wesentlicher Bestandteil seines Werkes von den drei\u00dfiger Jahren bis in die siebziger des 20. Jahrhunderts. Das Spiel von Formen und Farben in klarer Komposition ist Thema der Stillleben von Walter Herzger. <br>\nDie Ausstellung macht die Auspr\u00e4gung verschiedener Stilrichtungen des 20. Jahrhunderts anschaulich und verbindet formale Geschlossenheit mit individueller Vielfalt zu einem lehrreichen Augenschmaus. <\/p>\n\n\n\n<p>In der Ausstellung sind ausgew\u00e4hlte Werke von: <br> Peter Dreher (geb. 1932), Peter D\u00fclberg (1911-1976), Hans F\u00e4hnle (1903-1968), Riccarda Gohr (Gregor-Grieshaber) (1907-1985), Friedemann Hahn (geb.1949), Ernst Hassebrauk (1905-1974), Erwin Henning (1901-1993), Julius Herburger (1900-1973), Walter Herzger (1901-1985), Hilde Hubbuch (1905-1971), Alexander Kanoldt (1881-1939), Paul K\u00e4lberer (1896-1974), Ida Kerkovius (1879-1970), Emil Kiess (geb.1930), Gerhard K\u00f6hler (geb.1928), Willi M\u00fcller-Hufschmid (1890-1966), Rose Sommer-Leypold (1909-2003) und Werner Rohland (1899-1974).<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Fr\u00fchere Ausstellungen der Kunststiftung Hohenkarpfen Villa Romana \u2013 Positionen zu Figur und Natur 29.\u00a0M\u00e4rz bis 12. Juli 2026 Die Ausstellung \u201eVilla Romana \u2013 Positionen zu Figur und Natur\u201c kn\u00fcpft an die Herbstausstellung des Jahres 2023 (\u201eErinnerung an das Sch\u00f6ne\u201c) an. Sie pr\u00e4sentierte damals s\u00fcddeutsche K\u00fcnstler-Stipendiaten in der Villa Massimo in Rom. 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